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Herzogtum Nassau 1819 – 41. Dasbach

Auringen

Stadtteil
Gemeinde Wiesbaden, Stadt Wiesbaden 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

8 km nordöstlich von Wiesbaden

Lage und Verkehrslage:

Geschlossene Siedlung im westlichen Teil des Vortaunus kurz vor der Mündung des Zwergbaches in den Aubach. Kirche südwestlich der Ortsmitte.

Ersterwähnung:

1252

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3451697, 5554495
UTM: 32 U 451641 5552713
WGS84: 50.12468659° N, 8.323478368° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

414000320

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 390, davon 181 Acker (= 46.41 %), 49 Wiesen (= 12.56 %), 139 Holzungen (= 35.64 %)
  • 1961 (Hektar): 390, davon 130 Wald (= 33.33 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1542: ca. 115 Einwohner
  • 1618: ca. 110 Einwohner
  • 1630: ca. 90 Einwohner
  • 1634: ca. 85 Einwohner
  • 1638-41: -
  • 1648: ca. 10 Einwohner
  • 1684: ca. 60 Einwohner
  • 1690: ca. 80 Einwohner
  • 1702: ca. 90 Einwohner
  • 1722: ca. 165 Einwohner
  • 1747: ca. 170 Einwohner
  • 1803: 247
  • 1818: 268
  • 1830: 282
  • 1885: 392, davon 381 evangelisch (= 97.19 %), 11 katholisch (= 2.81 %)
  • 1961: 937, davon 711 evangelisch (= 75.88 %), 213 katholisch (= 22.73 %)
  • 1970: 1196
  • 1987: 2830
  • um 1615: ca. 125 Einwohner

Diagramme:

Auringen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1353: Grafschaft Nassau (walramische Linie), Herrschaft Wiesbaden
  • 1355: Nassau-Sonnenberg, Amt Sonnenberg
  • 1404: Grafschaft Nassau-Weilburg und Nassau-Idstein-Wiesbaden, Herrschaft Sonnenberg
  • 1605: Nassau-Weilburg, Herrschaft Wiesbaden
  • 1787: Fürstentum Nassau-Usingen, Oberamt oder Herrschaft Wiesbaden
  • 1806: Herzogtum Nassau, Oberamt Wiesbaden, Kirchspiel Nauroth
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Wiesbaden
  • 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden,Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk X (Kreisamt Wiesbaden)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Wiesbaden
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Wiesbaden (Main-Kreis)
  • 1928: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Main-Taunus-Kreis
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Main-Taunus-Kreis
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Main-Taunus-Kreis
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Taunus-Kreis
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Stadt Wiesbaden

Altkreis:

Main-Taunus-Kreis

Gericht:

  • um 1425: Gericht Kloppenheim
  • 1686-1699: Eigenes Gericht Auringen
  • 1816: Amt Wiesbaden
  • 1849: Justizamt Wiesbaden
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Wiesbaden
  • 1867: Amtsgericht Wiesbaden

Herrschaft:

1353 im Weistum des Hofes Wiesbaden genannt

Gemeindeentwicklung:

Am 1. Januar 1977 Eingemeindung in die Stadt Wiesbaden.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Der Ort ist möglicherweise bereits im 12. Jahrhundert in den Besitz der Grafen von Nassau gelangt. 1350 bezeichnen die Grafen Adolf I. und Johann I. anläßlich einer Verpfändung an die Ritter von Lindau Auringe als ihr Dorf. 1355 fällt es bei der nassau-walramischen Landesteilung als Teil des Amtes Sonnenberg an die damals begründete Linie Nassau-Sonnenberg. Nach deren Erlöschen 1391 wurde es zwischen den Linien Nassau- Idstein und Nassau-Weilburg geteilt. Von 1404 bis 1605 gehörte es beiden Nassau-Walramischen Linien gemeinsam. Die Trennungslinie verlief entlang der heutigen Straße Alt-Auringen.
  • Seit dem 13. Jahrhundert hatte das Mainzer Altmünster-Kloster Besitz von Gütern. Um 1250 hat das Mainzer Jakobskloster Einkünfte, die Gottfried von Biegen widerrechtlich an sich gezogen und 1252 wieder herausgeben musst.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1716: Kirchbau

Pfarrzugehörigkeit:

Ursprünglich zum Kirchspiel Kloppenheim gehörig. 1716: Filiale von Naurod

Bekenntniswechsel:

Die Einführung der Reformation erfolgte vermutlich um 1540, spätestens 1549 fand der Gottesdienst in lutherischer Form statt. Auringen wurde zunächst von Kloppenheim versehen, bis es 1716 Filial von Naurod wurde.

In allen Orten des Herzogtums Nassau wurde ab 1817 die Union des lutherischen und reformierten Bekenntnisses zu einer evangelischen Kirche eingeführt.

Kultur

Schulen:

Zunächst zur Schule in Kloppenheim, seit 1701 eigene Schule.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Auringen, Stadt Wiesbaden“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/11158> (Stand: 20.11.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde