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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 66. Hersfeld

Wippershain

Ortsteil · 410 m über NN
Gemeinde Schenklengsfeld, Landkreis Hersfeld-Rotenburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

6 km südöstlich von Bad Hersfeld

Ersterwähnung:

1317

Siedlungsentwicklung:

Wippershain wurde 1494 zwischenzeitlich als wüst bezeichnet.

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3554389, 5633169
UTM: 32 U 554293 5631355
WGS84: 50.83136203° N, 9.770954417° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

632019130

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 277, davon 208 Acker (= 75.09 %), 40 Wiesen (= 14.44 %), 13 Holzungen (= 4.69 %)
  • 1961 (Hektar): 826, davon 513 Wald (= 62.11 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Wippershain: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Schildschlag
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Schildschlag
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Petersberg
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Schildschlag
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Altkreis:

Hersfeld

Gericht:

  • Dorf des buchenauischen Gerichts Schildschlag
  • Die von Buchenau besaßen auch die peinliche Gerichtsbarkeit als hersfeldisches Lehen.
  • um 1900: Amtsgericht Hersfeld (Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 523)
  • 1822: Landgericht Hersfeld
  • 1850: Justizamt Hersfeld II
  • 1867: Amtsgericht Hersfeld
  • 1879: Amtsgericht Bad Hersfeld

Gemeindeentwicklung:

Am 1.8.1972 im Zuge der hessischen Gebietsreform neben anderen Gemeinden als Ortsteil in die Gemeinde Schenklengsfeld eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Wippershain lag in hersfeldischer Landeshoheit.
  • Das Stift hatte dort 1366 einen Schultheißen (KLB Msc. Hass. fol. 126).
  • 1494 wurde es als wüst erwähnt. Damals gehörte es wie später denen von Buchenau als Lehen, auch mit der peinlichen Gerichtsbarkeit (Rev. 1567-1713).
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Das Kirchspiel Wippershain umfasste das ehemalige Gericht Schildschlag mit den Dörfern Wippershain, Sieglos und Eitra sowie dem größeren Teil des Dorfes Fischbach.

Wippershain war nach der Reformation bis zum 30jährigen Krieg Filial von Buchenau und danach dorthin eingepfarrt.

1680 wurde es eine protestantische Pfarrei der Inspektur Hersfeld [siehe Bad Hersfeld].

Hierhin waren 1872 Eitra, Fischbach und Sieglos eingepfarrt (Hochhuth, Statistik der evangelischen Kirche, S. 516).

1950: Auflösung des alten Kirchspiels Wippershain in seiner bisherigen Form und damit verbundene Verkleinerung. Eitra und Sieglos schieden aus und bildeten nun eine eigene Kirchengemeinde im Kirchspiel Unterhaun. Auch Fischbach ging eigene Wege.

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.

Kirchliche Mittelbehörden:

Inspektur Hersfeld (ab 1680)

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Wippershain, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/3296> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde