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5125 Friedewald
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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 67. Friedewald

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Friedewald

Ortsteil · 387 m über NN
Gemeinde Friedewald, Landkreis Hersfeld-Rotenburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

11 km ostnordöstlich von Bad Hersfeld

Lage und Verkehrslage:

An der alten Landstraße von Vacha (Thüringen) nach Bad Hersfeld gelegen. Nördlich der Ortslage Verlauf der Bundesautobahn A4 mit Anschlußstelle Friedewald. Durch den Ort führt die Bundesstraße B62; außerdem ist Friedewald über die Landesstraßen L3069 und L3255 und die Kreisstraßen K12 und K13 an das Straßenverkehrsnetz angeschlossen.

Ersterwähnung:

1302

Siedlungsentwicklung:

Im Bereich der Gemarkung von Friedewald befanden sich Wüstungen, denen bislang keine Namen in Schriftquellen zugewiesen werden konnten.

Bezeichnung der Siedlung:

  • Flecken (1807)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3560506, 5639003
UTM: 32 U 560408 5637187
WGS84: 50.88319234° N, 9.858733718° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

632006010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 864, davon 584 Acker (= 67.59 %), 191 Wiesen (= 22.11 %), 5 Holzungen (= 0.58 %)
  • 1961 (Hektar): 2825, davon 1933 Wald (= 68.42 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1885: 1130, davon 1119 evangelisch (= 99.03 %), 9 katholisch (= 0.80 %), 2 Juden (= 0.18 %)
  • 1961: 1581, davon 1325 evangelisch (= 83.81 %), 225 katholisch (= 14.23 %)
  • 1970: 1786
  • 1981: 2465 (mit Ortsteilen)
  • 2003: 2447 (mit Ortsteilen)

Diagramme:

Friedewald: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Friedewald
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Friedewald
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Friedewald
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Friedewald
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Altkreis:

Hersfeld

Gericht:

  • Friedewald (s. u. Verwaltungsbezirk)
  • 1822: Justizamt Friedewald
  • 1867: Amtsgericht Friedewald
  • 1879: Amtsgericht Friedewald
  • vor 1945: Amtsgericht Friedewald
  • 1945: Amtsgericht Bad Hersfeld

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform die Eingliederung der Gemeinden Friedewald, Hillartshausen und Lautenhausen in die neue Gemeinde Friedewald. Zu deren Entwicklung s. Friedewald, Gemeinde. Sitz der Gemeindeverwaltung ist Friedewald.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1302 wurde zuerst die Burg Friedewald genannt, die landgräfliches Lehen vom Kloster Hersfeld war. (Schellhase, Territorialgeschichte, S. 86).
  • Sie war mehrfach verpfändet, aber 1361 wieder in hessischem Besitz.
Kirche und Religion

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Adolarius Dörrbecker ca. 1530-1541, war auch als Schreiber für Landgraf Philipp tätig

Wirtschaft

Mittelpunktfunktion:

Zum Amt Friedewald gehörten 1401 die Dörfer Ausbach und Herfa sowie die Wüstungen Richolferode, Weißenborn und Wundorf. 1431 wurde das Dorf Friedewald an Stelle Herfas genannt (GR Friedewald). 1585 gehörten zum Gericht Friedewald die Dörfer und Höfe Friedewald, Ausbach, Herfa, Lautenhausen, Neuenrode und Weißenborn. Sie bildeten das Oberamt, während das Gericht Heringen das Unteramt genannt wurde (Reimer).

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Friedewald, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/3010> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde