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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 21. Niedenstein

Gershausen

Wüstung · 300 m über NN
Gemarkung Altenstädt, Gemeinde Naumburg, Landkreis Kassel 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Wüstung

Lagebezug:

7,5 km südsüdöstlich von Wolfhagen

Lage und Verkehrslage:

1,5 km südöstlich von Altenstädt und 2,5 km südwestlich von Balhorn in der Altenstädter Gemarkung am Spölebach. Dort findet sich auf der Topographischen Karte um 1900 der Eintrag Gershausen und im Flurnamenverzeichnis der 1930er Jahre der amtliche Flurname bei der alten Kirche, mundartlich of` d`r ahlen Kerch, was auf die Ortskirche verweist (hier lokalisiert). Im Naumburger Salbuch 1654 war Gehrhausen und Giershausen Flurbezeichnung in der Naumburger und der Altenstädter Gemarkung.

Ersterwähnung:

1209

Letzterwähnung:

1441/1654

Vorbemerkung Historische Namensformen:

Vgl. auch Gershausen

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3514351, 5680895
UTM: 32 U 514271 5679063
WGS84: 51.26273512° N, 9.204541202° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63301802001

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

Altkreis:

Wolfhagen

Gericht:

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • (1219-1229) bekundet Bischoff Hermann v. Leal (= Dorpat), dass, nachdem der Abt von Hasungen mit Zustimmung des Konvents eine Hube in Bründersen als Beihilfe für die anwachsende Kirche dem Bischof von Riga urkundlich übergeben hatte, Bruder Gerhard Provisor des Hofs in Gershausen von Seiten des Bischofs von Riga in seiner Gegenwart jene Hube in Bründersen dem Kloster zurückgegeben habe in Tausch gegen ein Rottland beim Hof Gershausen, das die Frau des Grafen Gozmar mit Genehmigung ihres Sohnes Bertold dem Kloster überlassen hatte, und genehmigt die Rückgabe der Hube Kraft der ihm von seinem Bruder dem Bischof von Riga übertragenen Generalvollmacht.
  • Die Hunde hatten hier von Mainz Lehenbesitz, der 1603 auf die von Buttlar überging.

Zehntverhältnisse:

1209 und 1310 hat das Petersstift Fritzlar Zehnteinkünfte in Gershausen.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1343: Kirche und Patron
  • Die Kirche wurde noch im Salbuch von 1654 genannt. Heute findet man noch den Flurnamen bei der alten Kirche, mundartlich of` d`r ahlen Kerch (hier lokalisiert).

Patrozinien:

  • 1422 und 1507 Pfarrei, jedoch seit 1502 als vakant bezeichnet. 1556 Filiale der Pfarrei Odershausen

Patronat:

Das Patronat stand dem Mainzer Johannisstift zu (Mainzische Akten betreffend die Lehen in den hessischen Aemtern 1672).

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Kirchenprovinz Mainz, Archidiakonat St. Peter zu Fritzlar, Archipresbyterat Urff

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Gershausen, Landkreis Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/2742> (Stand: 29.11.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde