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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 14. Zierenberg

Gut Bodenhausen

Gehöftgruppe · 310 m über NN
Gemarkung Ehlen, Gemeinde Habichtswald, Landkreis Kassel 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Gehöftgruppe

Lagebezug:

9,5 km ostnordöstlich von Wolfhagen

Lage und Verkehrslage:

1,5 km nordwestlich von Ehlen. 0,5 km nordöstlich des Gutes liegt noch die zugehörige Ölmühle Bodenhausen. 1515 lag es in der Gemarkung Ehlen (HStAM > 22 a 2 Hasungen (Hasunger Güterregister)).

Ersterwähnung:

1084-1088

Siedlungsentwicklung:

1355 wird Bodenhausen als freier Hof bezeichnet. 1483 hat es eine besondere Feldmark.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3521191, 5689229
UTM: 32 U 521109 5687393
WGS84: 51.33743127° N, 9.303027487° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63301102002

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 255, davon 167 Acker (= 65,5 %), 26 Wiesen (= 10,2 %), 45 Holzungen (= 17,65 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1885: 7 Haushaltungen mit 69 Bewohnern, davon 67 evangelisch (= 97,1 %), 2 katholisch (= 2,9 %)
  • 1895: 7 Haushaltungen mit 56 Bewohnern
Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1614: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Kassel, Vogtei Hasungen
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Vogtei Hasungen
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Vogtei Hasungen
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Hof
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Wilhelmshöhe, Vogtei Hasungen
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Wolfhagen (zu Ehlen gehörig)

Altkreis:

Wolfhagen

Gericht:

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Bereits im 11. Jahrhundert ist Besitz des Klosters Hasungen nachgewiesen, den es zwischen 1074 und 1084 durch Schenkung eines Ruthard erhalten hat. 1355 ist das Kloster bestrebt, seinen hiesigen Besitz zu arrondieren. Bei Auseinandersetzungen zwischen Abt und Konvent von Hasungen im Jahre 1433 verbleibt das Gut Bodenhausen dem Abt, während die Habichtsteiner Mühle vom Konvent beansprucht wird. 1510 gehören laut Güterregister neun Hufen zum Hof Bodenhausen, die an verschiedene Meier ausgegeben sind.
  • 1527 wird der Hof nach der Säkularisation zunächst weiter vermeiert und für die Hof- und Landesverwaltung verwendet.
  • 1539 erhält der landgräfliche Kammerschreiber Christoph Scherer den Klosterhof, deren Nachkommen sich bis 1622 nachweisen lassen. 1694 besitzen die von Goeddaeus den Hof, 1792 die von Motz (Martin 2, 370). 1848 gelangt er durch die Heirat der Helene von Motz in den Familienbesitz derer von Mansbach.
Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Gut Bodenhausen, Landkreis Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/2376> (Stand: 21.12.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde