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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 10. Veckerhagen

Veckerhagen

Ortsteil · 118 m über NN
Gemeinde Reinhardshagen, Landkreis Kassel 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

15 km östlich von Hofgeismar

Lage und Verkehrslage:

An der Weser gelegen.

Ausgangspunkt der Chaussee Veckerhagen - Kassel. An der heutigen B80 und L3229 nahe der Landesgrenze zu Niedersachsen gelegen.

Ersterwähnung:

1297

Siedlungsentwicklung:

Um 1430/31 ließ Landgraf Ludwig I. von Hessen vor Ort eine Burg errichten, die vielleicht an die Stelle eines befestigten Hofes rückte.Er wollte dadurch das Gebiet gegen den mainzischen Besitz im Reinhardswald sichern.

Historische Namensformen:

  • Feckershagen (1297) (Witzenhäuser Salb. von 1575, 62 v.)
  • Vegkirchain (1342) (GR Veckerhagen)
  • Vekirhagin (1377) (Vertrag mit von Schöneberg)
  • Fekerhayn (1402) (Stockhaus. Lehenrev.)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3541832, 5706710
UTM: 32 U 541742 5704867
WGS84: 51.49340477° N, 9.601269632° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

633022020

Flächennutzungsstatistik:

  • 1961 (Hektar): 816, davon 14 Wald (= 1.72 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Veckerhagen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1428: Sitz eines hessischen Amtes
  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Amt Sababurg
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Sababurg
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Sababurg
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Karlshafen
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Sababurg
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Hofgeismar
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Kassel
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Hofgeismar
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hofgeismar
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hofgeismar
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hofgeismar
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Kassel

Altkreis:

Hofgeismar

Gericht:

  • bis 1822: Amt Sababurg
  • 1822: Justizamt Sababurg (Sitz Veckerhagen)
  • 1867: Amtsgericht Veckerhagen
  • 1879: Amtsgericht Veckerhagen
  • um 1900: Amtsgerichtsort
  • vor 1932: Amtsgericht Veckerhagen
  • 1932: Amtsgericht Hofgeismar

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1970 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform der Zusammenschluss der beiden Gemeinden Vaake und Veckerhagen zur neuen Gemeinde Reinhardshagen, deren Ortsteil und Gemeindeverwaltungssitz Veckerhagen wurde.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1337 tritt der Herr von Schöneberg Veckerhagen, das bis dahin ein schöneberg. Lehen der von Stockhausen gewesen war, an Hessen ab. Die von Stockhausen hatten den Ort nun von Hessen zu Lehen. 1342 kauft Hessen den Anteil Albrechts von Stockhausen an Veckerhagen. 1551 war die Hälfte des Ortes als hessisches Lehen im Besitz eines von Stockhausen, nach dessen Tod das Lehen heimfiel (Gieselwerd. Salbuch).
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1585 war Veckerhagen Filial von Vaake (Der ökonomische Staat).

1979 eigene Pfarrei

Patronat:

Das Patronat gehörte dem Kloster Hilwartshausen, nach der Reformation den Herzögen von Braunschweig.

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Johann Hufnagel ca. 1527-1542, Pfarrer in Vaake und Veckerhagen. Er wurde von Landgraf Philipp eingesetzt, weil das Kloster Hilwartshausen sich weigerte, einen evangelischen Prädikanten zu besolden.

Juden:

1506 und 1509 jüdische Zollzahlungen im Ort.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Veckerhagen, Landkreis Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/2099> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde