Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Übersichtskarte Hessen
Messtischblatt
4621 Wolfhagen
Moderne Karten
Kartenangebot der Landesvermessung
Historische Karten
Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 14. Zierenberg

Elmarshausen

Stadtteil · 233 m über NN
Gemeinde Wolfhagen, Landkreis Kassel 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

2,5 km nordöstlich von Wolfhagen

Lage und Verkehrslage:

An der Erpe gelegen

Ersterwähnung:

1123

Vorbemerkung Historische Namensformen:

Möglicherweise mit Hirewardissun identisch. 1123: Urkundliche Erwähnung des Dorfes Egelmareshusen.

Die Bezeichnung der neuen Siedlung wurde nach der Wüstung Gasterfeld gewählt.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

Burgen und Befestigungen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3512725, 5689988
UTM: 32 U 512646 5688152
WGS84: 51.34450524° N, 9.181569397° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

633028110

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 692, davon 68 Acker (= 9,82 %), 16 Wiesen (= 2,31 %), 548 Holzungen (= 79,2 %) [Gutsbezirk Elmarshausen]

Einwohnerstatistik:

  • 1885: 78, davon 78 evangelisch (= 100 %) [Gutsbezirk Elmarshausen]
Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Stadt und Amt Wolfhagen
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Wolfhagen
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Wolfhagen
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Wolfhagen (zur Stadt Wolfhagen gehörig)
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Kassel, neu benannter Stadtteil von Wolfhagen (s. Gemeindeentwicklung)

Altkreis:

Wolfhagen

Gericht:

  • Im 13. Jahrhundert trugen die Herren von Helfenberg das Gericht von den Grafen von Eberstein zu Lehen (Landau, Beschreibung des Hessengaues, S. 210).
  • 1309 bis 1403 verkauften sie das Dorf mit Gericht und Kirchenpatronat allmählich an die von Gudenberg, die 1370 bereits 3/4 davon besaßen.
  • um 1900: Amtsgericht Wolfhagen (Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 116).
  • bis 1822: Amt Wolfhagen
  • 1822: Justizamt Wolfhagen
  • 1867: Amtsgericht Wolfhagen

Gemeindeentwicklung:

Am 1.3.1972 wurde Elmarshausen Zuge der hessischen Gebietsreform als einer von vier früheren Wohnplätzen innerhalb der Wolfhagener Gemarkung als neuer Stadtteil benannt.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 13. Jahrhundert: Das Dorf Elmarshausen gehörte den Herren von Helfenberg als Lehen der Grafen von Eberstein. Gericht und Kirche trugen sie ebenfalls von den Grafen von Eberstein zu Lehen (Landau, Beschreibung des Hessengaues, S. 210). Nach den Grafen von Eberstein waren die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg Lehensherrn von Dorf und Kirche. 1255: Auch vom Kloster Breitenau hatten die von Helfenberg in Elmarshausen Besitz als Lehen (UA Breitenau). Seit 1309 bis 1403 verkauften sie das Dorf mit Gericht und Kirchenpatronat allmählich an die von Gudenberg, die 1370 bereits 3/4 davon besaßen. 1356 war die Bede allerdings noch helfenbergisch. 1534: Mit dem Aussterben der von Gudenberg gelangte Elmarshausen an die von der Malsburg, die es noch zur Zeit von H. Reimer um 1900 als Hof und Schloss besaßen (Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 116).
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 13. Jahrhundert: Kirche vorhanden (Landau, Beschreibung des Hessengaues, S. 210). 1350 wurde eine Kapelle St. Andreas erbaut (GR Elsungen).
  • 1505 wurden hier mehrere Altäre genannt.

Patrozinien:

  • Andreas

Pfarrzugehörigkeit:

vermutlich zur Pfarrei Schützeberg gehörig, 1534 zu Oberelsungen

1747: Filial von Oberelsungen (DB). Dann eingepfarrt nach Oberelsungen.

1872 aber wieder Filial von Oberelsungen (Hochhuth, Statistik der evangelischen Kirche, S. 261).

Patronat:

Im 13. Jahrhundert trugen die Herren von Helfenberg die Kirche von den Grafen von Eberstein zu Lehen (Landau, Beschreibung des Hessengaues, S. 210). Seit 1309 bis 1403 verkauften die von Helfenberg das Dorf mit Gericht und Kirchenpatronat allmählich an die von Gudenberg, die 1370 bereits 3/4 davon besaßen.

Nach den Grafen von Eberstein ging die Kirche wie das Dorf von den Herzögen von Braunschweig-Lüneburg zu Lehen.

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.

Kirchliche Mittelbehörden:

1505: Dekanat Schützeberg (Würdtwein D 10, 557)

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Elmarshausen, Landkreis Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/2019> (Stand: 5.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde