Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Übersichtskarte Hessen
Messtischblatt
4620 Bad Arolsen
Moderne Karten
Kartenangebot der Landesvermessung

Osterhausen

Wüstung · 241 m über NN
Gemarkung Elleringhausen, Gemeinde Twistetal, Landkreis Waldeck-Frankenberg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Wüstung

Lagebezug:

5 km südlich von Bad Arolsen

Lage und Verkehrslage:

Nördlich von Elleringhausen an der Twiste unweit der Kappelmühle; Flurname Auf den Kirchhöfen, zu Osterhausen, Osterfeld

Ersterwähnung:

10. Jahrhundert

Siedlungsentwicklung:

1608-10 verlagert sich der Hof des Klosters Volkhardinghausen etwa 500 m talabwärts in den Bereich des Gutes Bilstein. 1756 ist der Bereich des ehemaligen Dorfes Osterhausen wüst.

Historische Namensformen:

Burgen und Befestigungen:

  • 1608-10 verlagert sich der Hof des Klosters Volkhardinghausen etwa 500 m talabwärts in den Bereich des Gutes Bilstein. 1756 ist der Bereich des ehemaligen Dorfes Osterhausen wüst.

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3500381, 5689549
UTM: 32 U 500698 5687428
WGS84: 51.33813871° N, 9.01001758° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63501802003

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1537: Grafschaft Waldeck, Amt Landau (zeitweilig auch Amt Mengeringhausen)

Altkreis:

Waldeck

Gericht:

  • 1537: Freigericht Mengeringhausen

Herrschaft:

1294 besitzt Graf Otto I. von Waldeck vier Hufen in Osterhausen, mit denen er Dietrich von Mederich belehnt.

Mit der Säkularisierung des Klosters Volkhardinghausen gehen der Besitz und die Herrschaftsrechte endgültig an die Grafen von Waldeck über.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • In der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts erhält Kloster Corvey Güterschenkungen in Osterhausen.
  • Um 1020 erhält die Frau des jungen Adligen Meinher für die Zustimmung zu Übertragungen an das Bistum Paderborn von Bischof Meinwerk Pachteinnahmen in Osterhausen.
  • 1194 bestätigt der Kölner Erzbischof Adolf von Köln dem Kloster Flechtdorf den Besitz von drei Hufen in Osterhausen. Weitere Nachrichten liegen erst aus dem 15. Jahrhundert vor.
  • 1234 überweisen Bernhard und Hermann von Holzhausen und Hermann von Itter dem Kloster Arolsen die Kirche in Kapelle gegen Güter in Osterhausen und zwölf Mark aus Wettesingen und bekunden, dass der Vogt des Klosters, Graf Adolf von Waldeck, kein Anrecht an dieser Kirche und den Hof in Remmenchusen habe.
  • In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts hat Kloster Meschede Güterbesitz in Osterhausen.
  • Im 15. Jahrhundert war auch das Kloster Volkhardinghausen in Osterhausen begütert.

Zehntverhältnisse:

In einem im 13. Jahrhundert in den Liber vitae der Abtei Corvey eingetragenen Verzeichnis wird Osterhausen als Zehntbesitz der Abtei aufgeführt. 1336-59 trägt der Ritter Gerold von Osterhausen Güter und Zehnten dasselbst von Corvey zu Lehen. 1418 und 1454 hat ihn die Familien von Braunsen als Lehen, 1521 Werner von Winter. Später werden die Grafen von Waldeck vom Abt von Corvey belehnt.

Ortsadel:

1234

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Osterhausen, Landkreis Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/1924> (Stand: 5.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde