Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Korbach

Stadt · 375 m über NN
Gemeinde Korbach, Landkreis Waldeck-Frankenberg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Stadt

Lagebezug:

44 km südwestlich von Kassel

Lage und Verkehrslage:

Stadt mit komplexem Grundriss in einem weiten, flachen Kessel einer Hochfläche an den nordöstlichen Ausläufern des Rothaargebirges im Osten des Uplandes. Sie wird östlich der mittelalterlichen Stadt von dem in die Itter mündenden Kuhbach durchflossen. Ältester Siedlungsbereich um den Kilianshügel mit Kirche und südlich anschließendem Marktplatz in oval-rechteckiger Ausdehnung. Planmäßige, doppelte Neustadtanlage nördlich und nordwestlich mit Nikolaikirche und Franzikanerkloster (später Alte Landesschule) im Osten. Die ältere Gesamtanlage mit Stadtmauer, Türmen und fünf Toren umgeben, die Mauer zwischen Alt- und Neustadt Ende des 16. Jahrhunderts abgebrochen.

Moderne planmäßige Wohnbebauung vor allem im Osten, Westen und Süden. Katholische Pfarrkirchen St. Maria im Südwesten (Sachsenberger Landstraße), St. Josef im Nordosten (Eidinghäuser Weg), ferner Freie evangelische Gemeinde im Norden (Arolser Landstraße) und im Südwesten Evangelische freikirchliche Gemeinde (Baptisten) (Zum Sandberge). Im Norden und Nordwesten Industrieansiedlungen und Gewerbegebiete.

Korbach liegt am Schnittpunkt zweier alter Straßen, der Süd-Nord-Verbindung aus dem Rhein-Main-Gebiet über Ober-Marsberg nach Paderborn (Weinstraße) sowie aus dem Rheinland nach Nordhessen und Thüringen (Hellweg).

Im 19. Jahrhundert Chausseen nach Rhadern und Bad Arolsen. Heute Anschluß an das Straßenverkehrsnetz über die Bundesstraßen B251 und B252, die Landesstraßen L3076 und L3083, sowie die Kreisstraßen K15 und K25.

Endbahnhof der Eisenbahnlinien Warburg – Korbach ("Twistetalbahn") (Inbetriebnahme der Strecke 15.8.1893), Wabern – Bad Wildungen – Korbach (Inbetriebnahme der Strecke 1.6.1912) (auch der Bahnhof Korbach/Süd ist Bahnhof dieser Strecke), Korbach – Arfeld ("Edertalbahn") (Inbetriebnahme der Strecke 1.5.1900) bis zur Stilllegung der Strecke 1993 (auch hier ist der Bahnhof Korbach/Süd Bahnhof der Strecke) und Korbach – Brilon/Wald ("Uplandbahn") (Inbetriebnahme der Strecke 30.5.1914).

Ersterwähnung:

980

Siedlungsentwicklung:

Spätestens nach dem Erwerb Korbachs durch das Kloster Corvey kommt es zu einer offenbar planmäßigen Anlage einer Marktsiedlung mit zentralem Platz von etwa 40 X 80 m, einfacher Randbebauung an drei Seiten und vier Ausgängen. Die Ummauerung erfolgt vermutlich im Zuge der Stadtrechtsverleihung Ende des 12. Jahrhunderts. Vermutlich noch vor 1227 erfolgt jenseits des Ketzerbachs im Bereich nördlich der Altstadt eine Neustadtgründung in halbovalem Doppelstraßen-Schema mit Ausrichtung auf die große Straße Frankfurt-Bremen. Sie dürfte zeitnah durch einen weiter ausgreifenden Mauerring geschützt worden sein. Schließlich entsteht gleichfalls noch im 13. Jahrhundert im Nordwesten zwischen den Gräben von Alt- und Neustadt noch eine planmäßig angelegte Vorstadt mit großen Baublöcken, die durch eine Mauer verbunden wird. Nach der Städtevereinigung von 1377-1414 Errichtung eines äußeren Mauerrings umd Alt- und Neustadt mit Doppeltoren. Die Stadttore werden bis auf geringe Reste im 1831 und 1858 niedergelegt. 1487 werden Franzikaner in der Neustadt neben dem Hospital zwischen dem Tränke- und Berndorfer Tor angesiedelt, 1579 wird das Kloster als waldeckische Landesschule eingerichtet. Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts erfolgte keine nennenswerte Veränderung der städtischen Grundstruktur.

Zur weiteren Entwicklung vgl. Lage

Vorbemerkung Historische Namensformen:

Bei Belegen vor 1200 ist nicht eindeutig, ob sie Korbach oder Körbecke (Stadt Borgentreich, Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen) zuzuordnen sind (vgl. zu letzterem den Artikel Körbecke in: Ortsnamen Kreis Höxter, S. 225-227)

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (980)
  • opidum et opidani (1227)
  • castrum et oppidum (1254) [pauschale Bezeichnung zusammen mit Goldenberg und Waldeck]
  • civitas (13. Jahrhundert)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

Älteste Gemarkungskarte:

1854

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3491321, 5682214
UTM: 32 U 491251 5680381
WGS84: 51.27470395° N, 8.874567273° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

635015060

Flächennutzungsstatistik:

  • 1895 (ha): 3392
  • 1961 (ha): 3389, davon 871 Wald

Einwohnerstatistik:

  • 1620: 547 Häuser
  • 1650: 235 Häuser
  • 1738: 327 Häuser
  • 1770: 338 Häuser, 1765 Einwohner
  • 1895: 2590, davon 2373 evangelisch (= 91.62 %), 82 katholisch (= 3.17 %), 3 andere Christen (= 0.12 %), 132 Juden (= 5.10 %)

Diagramme:

Korbach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 980: Ittergau, in der Grafschaft des Grafen Asicho (in pago Nihthere et in comitatu Asichonis comitis)
  • 1352: Grafschaft Waldeck, Amt Korbach (officiatus)
  • 1452: Grafschaft Waldeck, Amt Korbach, das dann auf den Eisenberg verlegt wird
  • 1550: Grafschaft Waldeck, Amt Eisenberg, Freigrafschaft Korbach
  • 1755/1757: Fürstentum Waldeck, Stadt Korbach
  • bis 1814: Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Amt Eisenberg
  • 1814: Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Oberamt des Eisenbergs (Sitz in Korbach)
  • 1816: Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Oberjustizamt Eisenberg (Sitz in Korbach)
  • 1850: Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Kreis des Eisenbergs
  • 1919-1929: Freistaat Waldeck, Kreis des Eisenbergs
  • 1929: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Kreis des Eisenbergs
  • 1942: Deutsches Reich, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Waldeck
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Waldeck
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck-Frankenberg

Altkreis:

Waldeck

Gericht:

  • 1228: wird die Gerichtsbarkeit der Stadt Korbach und die der Grafen von Schwalenberg unterschieden
  • 1454: Gogericht Korbach
  • 16. Jahrhundert: Freigericht Korbach (zum Umfang s. Mittelpunktfunktion)
  • 1814: Oberjustizamt des Eisenbergs in Korbach
  • 1850: Kreisgericht Korbach
  • 1868/69: Amtsgericht Korbach

Herrschaft:

1126 bekundet der Abt Erkenbert von Corvey, dass er von den adeligen Matronen Riclinde und Frederun die Burg Itter mit Markt und Zoll sowie Allodien u.a. in Korbach erworben hat. Zoll und Markt sind vermutlich in Korbach zu lokalisieren.

1188 bewilligte Bischof Bernhard II. von Paderborn auf Bitten seines getreuen Vogtes Widekind den Bürgern (cives) von Korbach das Recht von Soest.

1227 versprechen die Brüder Volkwin IV. und Adolf I. von Schwalenberg gegenüber dem Bischof von Paderborn, die Bürger (opidani) von Korbach bei ihrem alten Recht zu belassen und keine neuen Befestigungen inner- oder außerhalb der Stadt zu errichten.

In einem Vertrag mit den Bischöfen Otto von Münster und Simon von Paderborn von 1254 verspricht Graf Adolf von Waldeck seiner künftigen Gattin Ethellendis von Lippe die Hälfte der Herrschaft über die Burgen Waldeck und Goldenberg sowie die Hälfte der Stadt Korbach.

Seit der Mitte des 13. Jahrhunderts haben die Grafen von Waldeck die Stadtherrschaft inne, lassen der Stadt aber Raum zur Entfaltung.

Zur Herrschaft vgl. auch Burg Korbach, Zoll und Münze

Stadt

consules (1228); sigillum sct. kiliani et civium de Curbac (1243); consulum antique civitatis et nove; magister consulum nove civitatis (1265). Die im 13. Jahrhundert angelegte Neustadt verfügt 1265 also gleichfalls über einen eigenen Bürgermeister und Rat. 1377 erfolgt die Zusammenlegung der beiden Städte zu einer mit einem zwölfköpfigen Rat und neu auf der Grenze errichtetem Rathaus (Knipper, Mittelalterliche Doppelstädte, S. 226-229).

Gemeindeentwicklung:

Zur Entwicklung der im Zuge der hessischen Gebietsreform 1971 gebildeten Stadtgemeinde s. Korbach.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 980 überträgt Kaiser Otto II. dem Kloster Corvey u.a. Besitzungen in Korbach, die aber recht bald wieder verloren gehen. 1036 beurkundete Bischof Meinwerk von Paderborn die Gründung des Stifts Busdorf und bestätigte ihm den Besitz des Zehnten von Korbach mit den zugehörigen 4 Vorwerken in Dalwig, Ense und einem andern Ense (Ober- und Nieder-) sowie Lengefeld.
  • 1298 verkauften Graf Otto und Gräfin Sophia von Waldeck dem Kloster Bredelar ihr neben der Kirche in der Altstadt Korbach gelegenes Haus nebst Hofplatz, wo 1325 der sogenannte Mönchshof entstand. 1514 verkaufte das Kloster den Eheleuten Kemmer in Korbach eine Kornrente aus dem Hof. 1534 veräußerte ein Korbacher Ehepaar dem Kloster zwei Äcker bei Korbach. 1554 übereignete Kloster Schaaken Bredelar einen Garten in Korbach.
  • 1338 und 1368 wird Hermann von Adorf vom Grafen von Arnsberg mit zwei Höfen in Korbach belehnt.

Zehntverhältnisse:

1373 verkaufen die Tedesalt dem Kloster Bredelar den achten Teil des Zehnten im Niederen Feld zu Korbach, Lehen Gogreve gen. von Holthausen. 1518 verkauft das Kloster einem Korbacher Bürger eine Kornrente aus dem Zehnten zu Korbach. 1609 erwirbt das Kloster Bredelar den Anteil am Zehnten zu Korbach, der ihm vom Lehensherrn vor Jahren wiederlöslich überlassen wurde, erblich und unablöslich.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1147: ecclesie in Curbeke; Curbecensia ecclesia
  • 1228: plebanus
  • St. Kilianskirche (evangelisch): weiträumige Hallenkirche, gotischer Neubau 1335 begonnen, Renovierungen im 19. und 20. Jahrundert, zuletzt 1985
  • St. Nikolaikirche (evangelisch): spätgotische Hallenkirche, einheitlich Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut, 1965 Instandsetzung
  • St. Maria (katholisch): romanisierende Hallenkirche mit Chor, 1910-15 erbaut
  • St. Josef (katholisch): 1966 erbaut
  • Markuskirche (evangelisch): 1989 erbaut

Patrozinien:

  • Kilian (Altstadt) [1243]
  • Nikolaus (Neustadt)

Pfarrzugehörigkeit:

Im Mittelalter existieren zwei Pfarrkirchen, die Kiliankirche in der Altstadt und die Nikolauskirche in der Neustadt. Zur Kilianspfarrei gehört stets Lengefeld als Filialgemeinde und bis 1832 auch Lelbach, das seitdem als Filialgemeinde zu St. Nikolai gehört. 1623 wird das Diakonat zur ständigen Einrichtung, 1964 wird dieses als dritte Pfarrstelle (St. Markus) für den Ostbezirk der Stadt eingerichtet.

1994 besteht der evangelische Kirchenverband Korbach aus den vier Bezirken Johannes (Nordwesten von Korbach), Kilian, Markus und Nikolai. Der katholische Verband besteht aus St. Marien und St. Josef.

Patronat:

Patron war bis zur Einführung der Reformation das Domkapitel zu Paderborn. In der Folge übten die Grafen von Waldeck die Patronatsrechte aus.

Klöster:

Bekenntniswechsel:

Erste evangelische Pfarrer: Bertold Cael 1543-1557 (an St. Kilian) und Johannes Lycaula (Wolfftall) 1544-1562 (an St. Nikolai)

Kirchliche Mittelbehörden:

1231: Diözese Paderborn, Vicearchidiakon des Archidiakonats Horhusen

15. Jahrhundert: Mainzer Kirchenprovinz, Diözese Paderborn, Archidiakonat Horhausen (Niedermarsberg)

Juden:

Statistik: 1782: 65 Personen (8 Familien); 1791: 56 Personen (8 Familien); 1802 (9 Familien); 1826: 10 Familien (33 Personen), 1847: 9 Familien (27 Personen); 1905: 122 Personen; 1932/33: 135 Personen (1,93% Gesamtbevölkerung); Zensiten: 35; Goddelsheim gehört zur Korbacher Synagogengemeinde.

Im 17. Jahrhundert vereinzelt Hinweise auf Juden; seit 1750/60 beschränktes Niederlassungsrecht. 1849 erstmals zwei Juden im Bürgerbuch verzeichnet.

Unter den jüdischen Einwohnern, die wohl in guten Verhältnisse lebten, stach besonders die Familie Wittgenstein (seit 1849 Bürgerrecht) mit ihrem gleichnamigen Warenhaus hervor.

Vereine/Stiftungen: Israelitischer Männerverein (Kirchstrasse 10); Israelitischer Frauenverein; Jugendverein; jüdischer Literaturverein sowie die Simson- und Rebecca Wittgenstein-Stiftung; in der Enser Straße 10 wurde nach 1890 die "Jakob Wittgenstein'sche Altersversorgungsanstalt" eingerichtet, zunächst 20, später 42 Plätze.

Synagoge/Schule: 1893/94 "Im Tempel 3 (oder 2?)" errichtet, 130 Sitzplätze, sowie Empore mit 16 Plätzen für Sänger - sie verfügte auch über eine Orgel; geweiht wurde sie im Mai 1895. Im Wohnhaus neben der Synagoge wurde nach dem Umbau die Schule errichtet, mitsamt Lehrerwohnung. Von 1890-1900 gab es eine jüdische Elementarschule, danach nur Religionsunterricht.

1938 wurde die Synagoge geplündert und niedergebrannt; das Schulhaus (Gemeindehaus) zerstört. 1956 wurde hier der Städtische Kindergarten eingerichtet.

Eine Liste aus dem Jahr 1933 umfasst 122 Juden, von denen 16 in die USA, 21 nach Südamerika, nach Palästina und Australien je 3, nach Frankreich 2, 3 in die Niederlande und 4 nach England ausgewandert sind. Die übrigen Personen sind innerhalb Deutschlands geblieben - 32 von diesen zwischen 1941/43 nach Kassel - wo sie später deportiert worden sind. Nach 1945 kamen 7 Juden zwischenzeitlich nach Korbach zurück.

Friedhof: Gelegen an der Straße nach Frankenberg, nahe des Südbahnhofs- Parkanlage "Hexengarten" (Akazienweg, Waldecker Straße und Hochstraße). Die ältesten Steine datieren von 1774, eventuell schon 1740. alemannia-judaica

Kultur

Schulen:

Mittelalterliche Stadtschule 1566 in das alte Franzikanerkloster verlegt, wo sie bis 1578 besteht, dann hier seit 1579 Waldeckische Landesschule als humanistische Gelehrtenschule

Wirtschaft

Mittelpunktfunktion:

1469 und 1494 wird Korbach unter den deutschen Hansestädte genannt.

Im 16. Jahrhundert waren an das Korbacher Freigericht die Orte Korbach, Berndorf, Sarminghausen, Lelbach, Lengefeld, Dingeringhausen, Flechtdorf, Niederense, Nordenbeck, Oberense, Rhena, Meineringhausen, Oberwaroldern, Höringhauen, Dorfitter, Reckeringhausen, Dalwigk und Eidinghausen dingpflichtig.

1621 nahm der Amtmann des Eisenberges seinen Sitz wieder in der Stadt, 1654 wird die erste Zentralbehörde der Grafschaft Waldeck, die sog. Landkanzlei, hier eingerichtet, allerdings 1696 nach Mengeringhausen verlegt.

Korbach blieb Verwaltungsmittelpunkt des Amtes, später des Kreises Eisenberg, 1942 des Kreises Waldeck, 1974 schließlich Kreisstadt des Landkreises Waldeck-Frankenberg.

Wirtschaft:

Vom Mittelalter bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts vorwiegend Ackerbürgerstadt. Im 14./15. Jahrhundert Blütezeit der Wirtschaft. Zünfte der Bäcker (Altstadt 1300, Neustadt 1348), Schneider (1306), Leineweber (vor 1348), Metzger (1348), Schneider (1350) Schmiede (1370), Wollweber (1420), Schuhmacher (1434). 1377 werden Gildenhäuser genannt.

19./20. Jahrhundert: Peters Union Gummiwerke (1907), später Continental-Gummiwerke, Firma Pohlmann für technische Öle und Fette (1892), Sägewerk Bangert (1884), Kalkwerke Fisseler (1885), Mauser-Werke AG, Stahlmöbelwerk (1953)

Markt:

1126 ist mercatum vermutlich auf Korbach zu beziehen (vgl. Herrschaft)

Marktrecht 1377 genannt

1556 werden vier Jahrmärkte aufgeführt: Agnetentag (21. Januar), Sonntag bis Dienstag von Pfingsten (Kreuzkirmes), Kilianstag (8. Juli), Sonntag bis Dienstag von Michaelis (29. September)

Münze:

monetarius (1254) [Westfälisches Urkundenbuch 4,3, S. 343, Nr. 588].

(1332-1344) ist die Münze waldeckisches Lehen des Elger von Dalwig.

Zoll:

1126 ist theloneum vermutlich auf Korbach zu beziehen (vgl. Herrschaft)

1537 hat der Graf von Waldeck Einkünfte aus dem Zoll von Korbach sowie von den Beizöllen zu Oberense und Immighausen.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Korbach, Landkreis Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/1621> (Stand: 16.10.2018)
 
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