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Fürstentum Waldeck und Pyrmont 1866

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Albertshausen

Stadtteil · 352 m über NN
Gemeinde Bad Wildungen, Landkreis Waldeck-Frankenberg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

5 km südwestlich von Bad Wildungen

Lage und Verkehrslage:

Geschlossenes Dorf mit einfachem Grundriß und geringer Siedlungsdichte an der Straße Bad Wildungen-Frebershausen. Kirche in zentraler Lage.

Siedlungsentwicklung:

1532 brennt das Dorf bis auf zwei Häuser ab

Historische Namensformen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3503950, 5664433
UTM: 32 U 503874 5662607
WGS84: 51.1149304° N, 9.055351227° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

635003010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1895 (Hektar): 740
  • 1961 (Hektar): 738, davon 460 Wald (= 62.33 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1620: 24 Häuser
  • 1650: 10 Häuser
  • 1738: 23 Häuser
  • 1770: 25 Häuser, 161 Einwohner
  • 1895: 150, davon 148 evangelisch (= 98.67 %), 2 katholisch (= 1.33 %)
  • 1961: 159, davon 154 evangelisch (= 96.86 %), 3 katholisch (= 1.89 %)

Diagramme:

Albertshausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1478: Grafschaft Waldeck, Amt Wildungen
  • 1555: Grafschaft Waldeck, Amt Wildungen
  • 1712: Fürstentum Waldeck, Amt Wildungen
  • 1757: Fürstentum Waldeck, Amt Wildungen
  • bis 1814: Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Amt Wildungen
  • 1814: Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Oberamt der Eder (Sitz in Nieder-Wildungen)
  • 1816: Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Oberjustizamt der Eder (Sitz in Nieder-Wildungen)
  • 1850: Fürstentum Waldeck-Pyrmont, Kreis der Eder
  • 1919-1929: Freistaat Waldeck, Kreis der Eder
  • 1929: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Kreis der Eder
  • 1942: Deutsches Reich, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Waldeck
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Waldeck
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck-Frankenberg

Altkreis:

Waldeck

Gericht:

  • 1816: Oberjustizamt der Eder (Sitz in Nieder-Wildungen)
  • 1850: Kreisgericht Wildungen
  • 1868/69: Amtsgericht Wildungen
  • 1879: Amtsgericht Niederwildungen
  • 1906: Amtsgericht Bad Wildungen

Herrschaft:

Herrschaftlich gehört Albertshausen in der zweiten Hälfte des 15. Jahrunderts zur Grafschaft Waldeck

Gemeindeentwicklung:

Am 01.10.1971 als Stadtteil in die Stadt Bad Wildungen eingemeindet.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1367 verkauft Hermann von Hadewerken an das Johanniterhospital in Wildungen 8 Pfennig jährlich aus dem Sachsengut zu Albershausen. 1487 erwirb das Hospital ein weiteres Gut in Albershausen.

Zehntverhältnisse:

1442 belehnt Graf Heinrich von Waldeck Gerlach Schmidt mit ein Viertel des Zehnten zu Albershausen.

1627 wird Johann Eberdt von Geismar, gräfl. Waldeckischer Hofmeister, mit 3 Teilen des ganzen Zehnten zu Albershausen belehnt

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Kapelle aus dem 16. Jahrhundert mit gotischem Kern, Bau mit Erweiterung zur Saalkirche mit Fachwerkturm Ende 18. Jahrhundert. Im 16. u. 17 Jahrhundert dient die Kapelle als Begräbnisstätte der Familie von Geismar

Patrozinien:

  • Maria (1785)

Pfarrzugehörigkeit:

1556 und später zum Kirchspiel Hüddingen gehörig, Nach dem Auflösung der Pfarrei Hüddingen 1921 zunächst zu Kleinern, 1954 und danach wieder bei Hüddingen (Reinhardshausen).

Katholisch zum Kirchspiel Arolsen

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Grafschaft Waldeck ab 1526.

Da Filial von Hüddingen, erster evangelischer Pfarrer vermutlich der Hüddinger Pfarrer Friedrich Schmidt (Friedericus Faber) 1548-1556.

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Erzbistum Mainz, Archidiakonat St. Peter zu Fritzlar, Erzpriestersprengel Bergheim

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Albertshausen, Landkreis Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/1472> (Stand: 16.10.2018)
 
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