Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Birkert

Ortsteil · 270 m über NN
Gemeinde Brombachtal, Odenwaldkreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf; Siedlung

Lagebezug:

11,5 km nordwestlich von Erbach

Lage und Verkehrslage:

Zerstreut liegende Häuser im Buntsandsteingebiet des Odenwaldes bei doppelseitiger Gehängelage

Ersterwähnung:

1012

Siedlungsentwicklung:

1829 besteht Birkert aus zwei verschiedenen Gemeinden und Gemarkungen, nur die Schule ist gemeinschaftlich.

Historische Namensformen:

  • Birkunhart (1012)
  • Birkenhart (1408)
  • Burckenhart by Brombach (1445)
  • Birkenhart (1454)

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3495945, 5512760
UTM: 32 U 495872 5510994
WGS84: 49.75141894° N, 8.942688326° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

437005010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 213, davon 126 Acker, 19 Wiesen, 68 Wald
  • 1961 (Hektar): 199, davon 53 Wald (= 26.63 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1730: 10 wehrfähige Männer
  • 1829: 174 Einwohner
  • 1961: 177, davon 161 evangelisch (= 90.96 %), 11 katholisch (= 6.21 %)
  • 1970: 175 Einwohner

Diagramme:

Birkert: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • undatiert: Klinger Mark
  • 1787: Grafschaft Erbach-Schönberg, Herrschaft Breuberg (halb), die andere Hälfte gehörte zum Fürstentum zu Löwenstein-Wertheim-Rochefort, Cent Kirch-Brombach (breuberger Seite), habitzheimerseits Graf zu Erbach-Schönberg und Graf von Sickingen je zu Hälfte unter der Landeshoheit des Kurfürsten zu Pfalzbayern
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Starkenburg, Amt Breuberg (zur Standesherrschaft Löwenstein-Wertheim gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Starkenburg, Amt Habitzheim (zur Standesherrschaft Löwenstein-Wertheim gehörig) (Habitzheimer Seite) und Amt Breuberg (Breuberger Seite)
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Breuberg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Erbach
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Neustadt
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Erbach
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Erbach
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Odenwaldkreis

Altkreis:

Erbach

Gericht:

  • Zentgericht Kirch-Brombach
  • 1820: standesherrliche Ämter Habitzheim und Breuberg
  • 1822: Landgericht Höchst
  • 1879: Amtsgericht Höchst

Gemeindeentwicklung:

Am 1.4.1893 Vereinigung der bis dahin gemeindemäßig getrennten Orte Birkert, Breuberg, Seits und Birkert, Habitzheimer Seits zur Gemeinde Birkert

Am 1.10.1971 zur Gemeinde Brombachtal

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1012 ist Birkert Grenzpunkt eines dem Kloster Lorsch verliehenen Wildbanns. 1408 verkauft Henchin Starkerad seinen Anteil an Vogtei, Gericht, Zinsen, Gülten, Wald, Wasser, und Weide an Schenk Eberhard von Erbach. Auch die Grafen von Wertheim hatten Anteile an dem Dorf inn.
  • 1803 kommt die zum Amt Otzberg gehörige Habitzheimer Seite an das Großherzogtum Hessen, 1806 die zur Breuberger Zent Kirch-Brombach gehörige zu Breuberg.

Zehntverhältnisse:

1445 hat Henne Kleebeß den Zehnten von der Herrschaft Breuberg als Mannlehen inne.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

zu Kirchbrombach

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation ab 1526 durch die Grafen von Wertheim.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Birkert, Odenwaldkreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/14003> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde