Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Etzen-Gesäß

Ortsteil · 168 m über NN
Gemeinde Bad König, Odenwaldkreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf; Mühle

Lagebezug:

10 km nördlich von Erbach

Lage und Verkehrslage:

Offenes Dorf im Buntsandsteingebiet bei getrennter doppelseitiger Tallage

Ersterwähnung:

1398

Historische Namensformen:

  • Eczengeseß (1398)
  • Etzengesesse (1432)

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3499630, 5513568
UTM: 32 U 499555 5511802
WGS84: 49.75869732° N, 8.993822157° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

437001020

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 546, davon 295 Acker, 112 Wiesen, 139 Wald
  • 1961 (Hektar): 141, davon 38 Wald (= 26.95 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1829: 145 Einwohner
  • 1961: 385, davon 289 evangelisch (= 75.06 %), 83 katholisch (= 21.56 %)
  • 1970: 436 Einwohner

Diagramme:

Etzen-Gesäß: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Grafschaft Erbach-Schönberg, Herrschaft Breuberg (halb), die andere Hälfte gehörte zum Fürstentum zu Löwenstein-Wertheim-Rochefort, Cent Höchst
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Starkenburg, Amt Breuberg (zur Standesherrschaft Löwenstein-Wertheim gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Starkenburg, Amt Breuberg (zur Standesherrschaft Löwenstein-Wertheim gehörig)
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Breuberg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Erbach
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Neustadt
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Erbach
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Erbach
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Odenwaldkreis

Altkreis:

Erbach

Gericht:

  • 1820: standesherrliches Amt Breuberg
  • 1822: Landgericht Höchst
  • 1879: Amtsgericht Höchst

Gemeindeentwicklung:

Am 1.8.1972 zur Gemeinde Bad König

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1398 bekennt Konrad Krieg von Altheim, dass ihm Schenk Eberhard von Erbach das Dorf Etzen-Gesäß mit Wald, Wasser, Weide, Vogtei, Gericht und allem Zubehör zu einem rechten mannlehen geliehen hat.
  • 1432 bekunden genannte Einwohner von Etzen-Gesäß und Crumbach, dasß das Gerich zu Etzen-Gesäß von alters her von der Herrschat Wertheim mit eigenen Amtleuten und Schultheißen besetzt wurde und von niemand anders. Die Wiesen gehörten gleichfalls der Herrschaft Wertheim.
  • 1806 gelangt Etzen-Gesäß mit der Breubergischen Cent Höchst an das Großherzogtum Hessen.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Zur Pfarrei Höchst bzw. Sandbach (1557) gehörig

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation ab 1526 durch die Grafen von Wertheim.

Wirtschaft

Mühlen:

s. Bruchmühle

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Etzen-Gesäß, Odenwaldkreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/13970> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde