Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Ginsheim

Ortsteil · 85 m über NN
Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg, Landkreis Groß-Gerau 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf; Kirche

Lagebezug:

11 km nordwestlich von Groß-Gerau

Lage und Verkehrslage:

Am Rhein gelegen

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3453076, 5536901
UTM: 32 U 453020 5535126
WGS84: 49.9666304° N, 8.344915698° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

43300500010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 5907, davon 3223 Acker, 428 Wiesen, 502 Wald

Einwohnerstatistik:

  • 1556: Grafschaft Isenburg-Ronneburg, Amt Langen
Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1556: Grafschaft Isenburg-Ronneburg, Amt Langen
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Obere Grafschaft Katzenelnbogen, Amt Kelsterbach
  • 1803: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Provinz Starkenburg, Amt Kelsterbach
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Kelsterbach
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Kelsterbach
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Dornberg
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landkreis Groß-Gerau
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landkreis Groß-Gerau
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Landkreis Groß-Gerau
  • 1930: Stadtkreis Mainz
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Groß-Gerau
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Groß-Gerau
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Groß-Gerau

Altkreis:

Groß-Gerau

Gericht:

  • 1821: Landgericht Groß-Gerau
  • 1879: Amtsgericht Groß-Gerau
  • 1931: Amtsgericht Mainz

Gemeindeentwicklung:

1919 Zusammenschluss Gemeinde Ginsheim mit Gustavsburg (ein seit 1860 enstandener Ortsteil)

1.1.1930 zur Stadt Mainz (Stadtteile Mainz-Ginsheim, Mainz-Gustavsburg)

16.10.1945 Neubildung der Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg (Ausgliederung der Stadtteile Mainz-Ginsheim, Mainz-Gustavsburg aus der Stadt Mainz)

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1194 Güter des Klosters St. Jakobsberg zu Mainz
  • 1248 wird die villa imperii von König Wilhelm dem Graf Dieter von Katzenelnbogen verpfändet.
  • 1318 Hof und Güter des Philipp von Falkenstein und Münzenberg
  • 1348 verkauft Philipp von Falkenstein dem Mainzer Bürger Heinrich zum Jungen Swabe 1 Hof.
  • 1428 verpfändet Dieter von Isenburg das Dorf dem Graf Johann von Katzenelnbogen.
  • 1433 erhält Hayn das Dorf aus der Falkensteinschen Erbschaft.
  • 1486 verkaufen Graf Gerhard von Hayn und seine Frau ihren Anteil dem Graf Ludwig von Isenburg und Büdingen.
  • 1551 kauft Graf Reinhard von Isenburg-Büdingen die Güter des verstorbenen Achatius Forstmeister, vorher Molsbergischer Besitz.
  • 1554 verkauft das Heiligenspital in Mainz seine beiden Hofstätten mit 310 Morgen Äcker und Wiesen dem Graf Reinhard von Isenburg-Büdingen.
  • 1600 kommt Ginsheim durch den Verkauf der 6 zur Herrschaft Dreieichenhain gehörigen Dörfer durch Graf Heinrich von Isenburg an Landgraf Ludwig V. von Hessen.
  • 1770 Grundbesitzer: Präsenz von St. Alban, Kirche, Hospital, Rat Heckmantel, Frau von Kinningen
  • 1802 hat das Albanstift 109 Morgen, gen. das Homburger Gut.
  • 1930 wird Ginsheim-Gustavsburg der Stadt Mainz eingemeindet.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1283: ecclesia parochialis
  • Pfarrkirche

Patrozinien:

  • Stephan (?)

Patronat:

Bis 1255: von Münzenberg, danach von Falkenstein

Ab 1283: Kloster Patershausen

1392: von Falkenstein

1442: Kloster Patershausen

1526: von Isenburg

1541: Kloster Patershausen

1557: von Isenburg

1601: Hessen-Darmstadt

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation: 1543, nachdem sich die Isenburger Grafen zunächst weigerten, die Reformation einzuführen.

Erster evangelischer Pfarrer: Johannes Epping 1550-1551

Reformierter Bekenntniswechsel: 1590 durch Graf Wolfgang von Isenburg-Kelsterbach, 1598 lutherisches Bekenntnis durch Graf Heinrich von Isenburg-Ronneburg wieder eingeführt.

Kirchliche Mittelbehörden:

St. Viktor in Mainz; Groß-Gerau

Kultur

Schulen:

1578 Errichtung einer Schule

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Ginsheim, Landkreis Groß-Gerau“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/13845> (Stand: 16.10.2018)
 
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