Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Braunshardt

Ortsteil · 102 m über NN
Gemeinde Weiterstadt, Landkreis Darmstadt-Dieburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Hof; Mühle; Siedlung

Lagebezug:

7,5 nordwestlich von Darmstadt

Ersterwähnung:

1303

Siedlungsentwicklung:

1319 wird der Bau des Hofes Braunshardt erwähnt. 1763 wude an der Stelle des landgräflichen Hofes von Prinz Georg von Hessen mit dem Bau des Schlosses begonnen.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • nemus (1318)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3468963, 5531021
UTM: 32 U 468900 5529248
WGS84: 49.91480556° N, 8.566818283° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

432023010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 1780, davon 1532 Acker, 99 Wiesen, 144 Wald
  • 1961 (Hektar): 471, davon 14 Wald (= 2.97 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1557: 7 oder 8 Herdstätten
  • 1629: 14 Hausgesessene
  • 1829: 218 Einwohner
  • 1961: 1117, davon 715 evangelisch (= 64.01 %), 363 katholisch (= 32.50 %)
  • 1970: 1991 Einwohner

Diagramme:

Braunshardt: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1427: zur Gerauer Mark gehörig
  • 1783: Amt Darmstadt
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Obere Grafschaft Katzenelnbogen, Oberamt Darmstadt, Cent Arheilgen
  • 1803: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Provinz Starkenburg, Amt Darmstadt
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Darmstadt
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Oberamt Darmstadt
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Langen
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landkreis Groß-Gerau
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Darmstadt
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Darmstadt
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Darmstadt
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Darmstadt
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Darmstadt-Dieburg

Altkreis:

Darmstadt

Gericht:

  • 1416: zur Cent Gerau gehörig
  • 1821: Landgericht Langen
  • 1853: Landgericht Darmstadt
  • 1879: Amtsgericht Darmstadt II
  • 1932: Amtsgericht Darmstadt

Gemeindeentwicklung:

Am 1.7.1973 zur Gemeinde Weiterstadt

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1318 sind der Wald Braunshardt und die Mühle daselbst in Katzenelnbogenschem Besitz. 1319 erhält Graf Wilhelm von Katzenelnbogen den Wald, bei dem er den Hof anlegen möchte von Würzburg zu Lehen. 1375 erhält Graf Wilhelm von Katzenelnbogen zum Unterpfand für 200 Mark Korngülte Braunshardt mit allen Rechten.
  • 1571 hat der Landgraf von Hessen alle Cent, Herrlich- und hohe Obrigkeit inne.

Zehntverhältnisse:

1460 gehen die Zehnten in die Kellerei Dornberg. 1571 hat der Landgraf von Hessen den Korn- und Fruchtzehnten inne, der kleine Zehnt ist an den Schultheißen verliehen.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Filial von Groß-Gerau, in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts nach Weiterstadt eingepfarrt

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Groß-Gerau, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Groß-Gerauer Pfarrer Jakob Urceus (Kraus) ab 1526.

Wirtschaft

Mühlen:

1318 ist die Mühle in Katzenelnbogenschem Besitz

1571 Flurname "Rappenmühler Feld"

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Braunshardt, Landkreis Darmstadt-Dieburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/13587> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde