Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Wiebelsbach

Stadtteil · 213 m über NN
Gemeinde Groß-Umstadt, Landkreis Darmstadt-Dieburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

11 km südöstlich vo Dieburg

Lage und Verkehrslage:

Geschlossenes Dorf im Sandsteingebiet des nordöstlichen Odenwaldes mit doppelseitiger Tallage

Ersterwähnung:

1303

Historische Namensformen:

  • Wubelspach (1303)
  • Wibelsbach (1317)
  • Webelspach (1356)
  • Nieder-Wibbersbach (1391)
  • Niederwiebelsbach (1391)
  • Oberwibelspach (1398-1400)
  • Nidernwybelspach (1398-1400)
  • Wybelspach (1439)
  • Wobelspach (1454)
  • Wibelspach (1455)
  • Niddern Wibelspach (1485)
  • Wobelßbach
  • Ober Wobelßbach (1495)
  • Wibelspach (1520)
  • Wybelspach
  • Niederwybelspach (um 1580)
  • Wiepelspach (1589)
  • Niederwiebelspach (1787)

Bezeichnung der Siedlung:

  • Dorf (1317)

Ortsteile:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3495940, 5520645
UTM: 32 U 495867 5518876
WGS84: 49.8223114° N, 8.942535893° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

432010100

Flächennutzungsstatistik:

  • 1961 (Hektar): 614, davon 204 Wald (= 33.22 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1633: 83 Einwohner
  • 1784: 144 Einwohner
  • 1961: 975, davon 685 evangelisch (= 70.26 %), 287 katholisch (= 29.44 %)
  • 1970: 958 Einwohner

Diagramme:

Wiebelsbach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • undatiert: Klinger Mark
  • 1787: Kurfürstentum Pfalz, Oberamt Otzberg
  • 1803: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Provinz Starkenburg, Amt Otzberg
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Otzberg
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Starkenburg, Amt Habitzheim (zur Standesherrschaft Löwenstein-Wertheim gehörig)
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Breuberg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Erbach
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Neustadt
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Dieburg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Dieburg
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Darmstadt-Dieburg

Altkreis:

Dieburg

Gericht:

  • 1455: Centgericht Umstadt
  • 1820: Standesherrliches Amt Habitzheim
  • 1822: Landgericht Höchst
  • 1879: Amtsgericht Gross-Umstadt
  • 1968: Amtsgericht Dieburg

Gemeindeentwicklung:

Am 1.1.1961 Zusammenschluss mit der Gemeinde Frau-Nauses zur Gemeinde Wiebelsbach

Am 31.12.1971 zur Gemeinde Gross-Umstadt

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1317 verkauft Friedrich Clebiz von Nalspach ein Viertel des Dorfes und der Vogtei Wiebelsbach, das ihm bei der Teilung mit seinen Brüdern zugefallen ist, an Kloster Höchst. 1323 belehnt der Abt von Fulda Ulrich von Bickenbach mit dem Dorf Obern Wiebelsbach. 1391 bewilligt Pfalzgraf Ruprecht Dieter Gans von Otzberg ein Wittum für seine Ehefrau auf Nieder-Wiebelsbach. 1520 verkauft Wilhelm von Habern den Ort mit allen seinen Rechten an seinen Lehnherrn, den Pfalzgrafen. Das Dorf bleibt kurpfälzisch bis 1803, als es an Hessen gelangt.
  • Begüteter waren hier die Bickenbach, Die Gans von Otzberg, die Stumpf von Schweinberg, die Clebis, die Walbrunn und die Wambold.

Zehntverhältnisse:

1520 verkauft Wilhelm von Habern den großen und kleinen Zehnten seinem Lehnsherrn, dem Pfalzgrafen.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1829: Evangelische Pfarrkirche erbaut

Pfarrzugehörigkeit:

Usprünglich Filiale von Lengfeld, 1829 von Oberklingen

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Lengfeld, Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.

Reformierter Bekenntniswechsel

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Wiebelsbach, Landkreis Darmstadt-Dieburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/13462> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde