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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 108. Langenselbold

Neuenhaßlau

Ortsteil · 130 m über NN
Gemeinde Hasselroth, Main-Kinzig-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf; Mühle

Lagebezug:

8 km südwestlich von Gelnhausen

Siedlungsentwicklung:

Seit 01.10.1971 Ortsteil von Hasselroth

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3506734, 5558540
UTM: 32 U 506657 5556756
WGS84: 50.16298211° N, 9.093196636° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

435015020

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 746, davon 221 Acker (= 29.62 %), 98 Wiesen (= 13.14 %), 379 Holzungen (= 50.80 %)
  • 1961 (Hektar): 746, davon 369 Wald (= 49.46 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1556: 10 isenburgische Leibeigene
  • 1558: 44 zinspflichtige
  • 1885: 509, davon 497 evangelisch (= 97.64 %), 8 katholisch (= 1.57 %), 4 Juden (= 0.79 %)
  • 1961: 2414, davon 1841 evangelisch (= 76.26 %), 526 katholisch (= 21.79 %)
  • 1970: 2772 Einwohner

Diagramme:

Neuenhaßlau: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • Dorf des Gerichts Mittlau
  • 1787: Grafschaft Isenburg-Meerholz, Gericht Meerholz
  • 1806: Fürstentum Isenburg, Gericht Meerholz
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Gericht Meerholz
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis Gelnhausen
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hanau
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis Gelnhausen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Gelnhausen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Gelnhausen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Gelnhausen
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Gelnhausen
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis

Altkreis:

Gelnhausen

Gericht:

  • 1822: Kurfürstlich-Hessisches Gräflich-Isenburgisches Justizamt Meerholz
  • 1867: Amtsgericht Meerholz
  • 1932: Amtsgericht Gelnhausen
Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1219 bekundet der Abt von Haina, dass der Ministeriale Meinhard von Gründau gemeinsam mit seiner Ehefrau Lutgard und seinen Schwestertöchtern Mechthild und Lutgard alles Eigentum an seinen Besitzungen u.a. in Haselau zur Vergebung seiner Sünden dem Kloster Haina übertragen habe, sich aber die weitere Nutzung vorbehalten hat.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1343 wird eine Kapelle durch Rudolf von Rückingen gestiftet.

Pfarrzugehörigkeit:

1343 nach Niedermittlau eingepfarrt

nach der Reformation zum Kirchspiel Meerholz

1962 selbständige Pfarrei

Bekenntniswechsel:

Da zum Kirchspiel Meerholz gehörig, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Meerholzer Pfarrer Philipp Wohlgemut um 1533.

Reformierter Bekenntniswechsel: 1602, unter hessen-darmstädtischer Herrschaft 1639-1643 lutherisch, nach 1643 wieder reformiert.

Seit 1818 unierte Pfarrei.

Kirchliche Mittelbehörden:

Erzdiözese Mainz, Archidiakonat des Abtes von Langenselbold, Sendbezirk Langenselbold

Wirtschaft

Mühlen:

Mahlmühle an einem vom Haselbach abgeleiteten Betriebsgraben.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Neuenhaßlau, Main-Kinzig-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12634> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde