Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Eckartshausen

Stadtteil · 161 m über NN
Gemeinde Büdingen, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

7,5 km südwestlich von Büdingen

Lage und Verkehrslage:

Am rechten Ufer des Krebsbaches gelegen

Ersterwähnung:

um 1000

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (1280)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3501781, 5568692
UTM: 32 U 501706 5566904
WGS84: 50.25428538° N, 9.023924832° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

440004080

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 1536, davon 1316 Acker, 172 Wiesen, - Wald
  • 1961 (Hektar): 981, davon 411 Wald (= 41.90 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 745, davon 660 evangelisch (= 88.59 %), 74 katholisch (= 9.93 %)
  • 1970: 817 Einwohner

Diagramme:

Eckartshausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Grafschaft Isenburg-Meerholz, Amt Marienborn (Gericht Eckhartshausen)
  • 1806: Fürstentum Isenburg, Amt Marienborn
  • 1816: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Marienborn (zur Standesherrschaft Isenburg gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Marienborn (zur Standesherrschaft Isenburg gehörig)
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Büdingen
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Nidda
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1974: Wetteraukreis

Altkreis:

Büdingen

Gericht:

  • 1787: Gericht Eckhartshausen
  • 1820: standesherrliches Amt Marienborn
  • 1822: Landgericht Büdingen
  • 1853: Landgericht Altenstadt
  • 1879: Amtsgericht Büdingen

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 zur Stadt Büdingen

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1280 tragen Ludwig von Isenburg, seine Gemahlin Heilwig und sein Sohn Heinrich zur Beilegung ihres Streits mit dem Landgrafen diesem u.a. fünf Mark Kölner Pfennige in dem Dorf Merkenfritz zu Burglehen auf.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1265: Pfarrei

Patrozinien:

  • Georg (1389)

Pfarrzugehörigkeit:

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts Sendort für Eckartshausen, Alt-Wiedermus, Diebach am Haag, Himbach, Langenbergheim

Tochterpfarrei: Langenbergheim

Patronat:

Ursprünglich Bischöfe von Würzburg

1265 bekundet Ludwig, Sohn des Heinrich v. Isenburg, dass er mit Zustimmung seiner Ehefrau Heilwig das Patronatsrecht der Pfarreien Eckartshausen und Büdingen an das Kloster Haug übertragen habe.

1286 erwarb Isenburg-Büdingen den Patronat von Würzburg zu vollem Recht und schenkte ihn dem nach Marienborn verlegtem Kloster, dies blieb bis zu seiner Aufhebung 1559 Patron. 1294 inkorporiert.

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation Anfang der 1540er Jahre

Reformierter Bekenntniswechsel: 1596 durch Wolfgang Ernst I. zu Isenburg-Birstein, 1635 wieder lutherisch unter hessen-darmstädtischer Herrschaft, 1642 wieder reformiert unter Isenburger Herrschaft

Seit 1822 unierte Pfarrei

Kirchliche Mittelbehörden:

Erzdiözese Mainz, Archidiakonat des Propstes von St. Mariengreden in Mainz, Dekanat Roßdorf

Kultur

Schulen:

Schulmeister: Michael Halbey 1590-1596

Wirtschaft

Mittelpunktfunktion:

Gerichts- und Amtssitz

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Eckartshausen, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/11974> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde