Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Röthges

Stadtteil · 208 m über NN
Gemeinde Laubach, Landkreis Gießen 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

7,5 km nordöstlich von Lich

Lage und Verkehrslage:

Geschlossenes Dorf mit regelhaften Grundrißmerkmalen am Süd-Hang eines breit ausgebildeten Nebentals der Wetter westlich von Laubach. Der Hauptkomplex der Siedlung zieht sich straßendorfartig entlang der alten Straße durch die kurzen Hessen von Nonnenroth nach Grünberg. Im Norden abzweigend Siedlungsspitze in hangparalleler Ausrichtung. Am Nordost-Rand des Ortes moderner Kirchenbau

Ersterwähnung:

1322

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

  • Am nordöstlich Ortsrand auf einer leichten Anhöhe Wallreste einer früheren Burganlage mit ca. 300 qm Flächenmaß.

Älteste Gemarkungskarte:

1921

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3494931, 5600013
UTM: 32 U 494859 5598213
WGS84: 50.53583726° N, 8.927449101° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

531010070

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 1174, davon 720 Acker, 172 Wiesen, 282 Wald. 1961 (Hektar): 306, davon 65 Wald.

Einwohnerstatistik:

  • 1834: 225 Einwohner
  • 1885: 279 Einwohner
  • 1925: 249 Einwohner
  • 1939: 228 Einwohner
  • 1950: 383 Einwohner
  • 1961: 308 Einwohner
  • 1830: 254 evangelische, 5 römisch-katholische Einwohner, 2 Mennoniten. 1961: 266 evangelische, 38 römisch-katholische Einwohner
  • 1961 (Erwerbspers.): 79 Land- und Forstwirtsch., 49 Prod. Gewerbe, 14 Handel, Verkehr und Nachrichtenübermittlung, 10 Dienstleistung(en) und Sonstige

Diagramme:

Röthges: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Fürstentum Solms-Braunfels, Herrschaft Münzenberg, Amt Hungen
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Hungen (zur Standesherrschaft Solms gehörig)
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Hungen
  • 1841: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Hungen
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Friedberg
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Gießen
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Gießen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Gießen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Gießen
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis
  • 1979: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Gießen

Altkreis:

Gießen

Gericht:

  • 1822: Landgericht Hungen, seit 1879: Amtsgericht Laubach

Herrschaft:

Bei der Solmser Teilung 1423 erhält Graf Bernhard von Solms u.a. Röthges.

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1970 Eingliederung in die Stadt Laubach

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1322 schenkt Ritter Johannes, Sohn des Ritters und Frankfurter Schöffen Volrad Kloster Arnsburg Höfe und Güter in Lich und Röthges (bei Wetterfeld). 1330 schenkt Mya, Tochter des verst. Ritters Johann von Birklar, Kloster Arnsburg Güter in Röthges bei (Grünberg) (Urkundenbuch des Klosters Arnsburg 3 Nr. 545, 617).
  • 1440 gibt Graf Johann V. von Solms den Gebr. von Bellersheim einen Hof zu Röthges (Uhlhorn, Grafen von Solms, S. 400). Neubelehnung bis 1781 (vgl. Solmser Urkunden 3 Nr. 3309, Solmser Urkunden 4 Nr. 4268 u.ö.)
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1535 bei Wetterfeld eingepfarrt, 1900: mit Wetterfeld äqualiter uniert; nach Diehl vor der Reformation Pfarrkirche

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation: nach 1549

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Röthges, Landkreis Gießen“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10442> (Stand: 16.10.2018)
 
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