Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Oppenrod

Ortsteil · 220 m über NN
Gemeinde Buseck, Landkreis Gießen 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

9 km östlich von Gießen

Lage und Verkehrslage:

Geschlossenes Dorf mit regellosem Grundriß. Kirche in zentraler Lage an der Gabelung der Hauptstraße. Moderne Siedlung im Norden entlang der Ausfahrtsstrasse.

Straße nach Burkhardsfelden und Verbindung zur B 49. Im Osten A 5 Frankfurt-Kassel

Ersterwähnung:

1245

Historische Namensformen:

Älteste Gemarkungskarte:

1907-1914

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3486019, 5605422
UTM: 32 U 485950 5603620
WGS84: 50.58431621° N, 8.801540058° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

531003040

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 1114, davon 851 Acker, 138 Wiesen, 125 Wald. 1961 (Hektar): 302, davon 48 Wald.

Einwohnerstatistik:

  • 1577: 20 Hausgesesse
  • 1630: 9 zweispänn., 10 einspänn. Ackerl., 7 Witwen, 3 Vormundsch.
  • 1669: 109 Seelen
  • 1742: 1 Geistl./Beamter, 32 Untert., 5 Junge Mannschaften, kein Beis./Jude
  • 1804: 169 Einwohner
  • 1834: 242 Einwohner
  • 1885: 315 Einwohner
  • 1925: 328 Einwohner
  • 1939: 384 Einwohner
  • 1950: 542 Einwohner
  • 1961: 474 Einwohner
  • 1830: 221 evangelische, 1 römisch-katholischer Einwohner 1961: 392 evangelisch, 42 römisch-katholisch Einwohner
  • 1961 (Erwerbspers.): 104 Land- und Forstwirtsch., 90 Prod. Gewerbe, 31 Handel, Verkehr und Nachrichtenübermittlung, 22 Dienstleistung(en) und Sonstige

Diagramme:

Oppenrod: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1508 und später: Gericht Busecker Tal
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Ganerbschaft des Busecker Tals (Freiherr von Buseck und Freiherr von Buseck, genannt Brand je zur Hälfte)
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Gießen
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Grünberg
  • 1837: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landkreis Gießen
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Gießen
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Gießen
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Gießen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Gießen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Gießen
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis
  • 1979: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Gießen

Altkreis:

Gießen

Gericht:

  • 1823: Landgericht der Freiherr von Buseck, seit 1827: Landgericht, seit 1879: Amtsgericht Gießen

Gemeindeentwicklung:

Am 01.10.1971 Eingliederung in die Gemeinde Großen-Buseck, am 01.01.1977 Eingemeindung nach Buseck

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1266 verkauft Ritter Widerold gen. von Michelbach Kloster Arnsburg alle Güter in Oppenrod. 1303 verkauft Ritter Heinrich von Bruningesheim Arnsburg alle seine Güter in Oppenrod. 1346 sprechen die Schöffen von Grünberg im Streit zwischen Kloster Arnsburg und den Schrintwecke zu Burghardsfelden der Hedwig vffme reine das Recht zu, über ihren Anteil an einem Gut zu Oppenrod nach freiem Belieben zugunsten einer geistlichen Stiftung verfügen zu können. 1359 läßt Wigand gen. Rubesame Kloster Arnsburg sein Landsiedelgut zu Oppenrod mit aller Besserung auf. 1363 verkauft Ritter Erwin von Trohe Arnsburg seinen Hof zu Oppenrod mit allem Zubehör 1363 überlassen die Ritter von Wertdorff Arnsburg die Bruwel gen. Wiese zu Oppenrod auf. 1405 läßt Hermann gen. Kolbe zu Buseck Kloster Arnsburg ein Viertel der Wiese zu Oppenrod, gen. der Bruel, auf, die dem Kloster gehört (Urkundenbuch des Klosters Arnsburg 3 Nr. 43, 112,312, 734, 873, 898, 916, 920, 1148).
  • Stift Zelle (Schiffenberg) verfügt im 14. Jahrhundert über Pachteinnahmen (Römer, Einkünfteverzeichnisse).

Zehntverhältnisse:

1245 verzichtet Konrad Setzepfand von Trohe gegenüber Kloster Arnsburg auf den Rodezehnten von Neubrüchen an der Struth bei Oppenrod, welche das Kloster angelegt hat.

Kirche und Religion

Patrozinien:

  • Maria Magdalena (1419, Stadtarchiv Friedberg Best. 1.1.2 Urkunden Depositum Nr. 115 a, b)

Pfarrzugehörigkeit:

1577: bei Großen-Buseck eingepfarrt (Filiale), so auch später

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Großen-Buseck, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Großen-Busecker Pfarrer Paulus Hain vor 1549.

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Sendbezirk Buseck

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Oppenrod, Landkreis Gießen“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10419> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde