Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Harbach

Stadtteil · 225 m über NN
Gemeinde Grünberg, Landkreis Gießen 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

5,5 km südwestlich Grünberg

Lage und Verkehrslage:

Geschlossenes Dorf mit regellosem Grundriß am So-Hang eines Bergrückens, flankiert von 2 Bachtälchen. Zwei in Ortsmitte sich kreuzende Dorfstraßen bilden die beiden älteren Siedlungsachsen. Kirche mit ummauertem Kirchhof an höchster Stelle am N-Rand des Ortes. W. anschließend moderne Wohnsiedlung.

Bahnhof der Eisenbahnlinie Butzbach/West - Grünberg ("Wettertalbahn (I)").

1 km südwestlich des Ortes Flugplatz.

Ersterwähnung:

1243

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Älteste Gemarkungskarte:

1927

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3492193, 5604516
UTM: 32 U 492122 5602714
WGS84: 50.57628715° N, 8.888734154° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

531006040

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 2491, davon 1633 Acker, 344 Wiesen, 369 Wald
  • 1961 (Hektar): 623, davon 112 Wald

Einwohnerstatistik:

  • 1577: 30 Hausgesesse
  • 1630: 21 zweispänn.,4 einspänn. Ackerl., 2 Einläufige
  • 1669: 145 Seelen
  • 1742:1 Geistl./Beamter, 58 Untert., 19 junge Mannschaften, kein Beisasse/Jude
  • 1804: 349 Einwohner
  • 1834: 408 Einwohner
  • 1885: 366 Einwohner
  • 1925: 406 Einwohner
  • 1939: 423 Einwohner
  • 1950: 580 Einwohner
  • 1961: 614 Einwohner
  • 1830: 381 evangelische Einwohner
  • 1961: 520 evangelische, 83 römisch-katholische Einwohner
  • 1961 (Erwerbspers.): 154 Land- und Forstwirtsch., 136 Prod. Gewerbe, 24 Handel, Verkehr und Nachrichtenübermittlung, 29 Dienstleistung(en) und Sonstige

Diagramme:

Harbach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1391 und später: Landgrafschaft Hessen, Landgericht Grünberg
  • 1567-1604: Landgrafschaft Hessen-Marburg, Amt Grünberg; 1604 an Hessen-Darmstadt
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Amt Grünberg, Landgericht Grünberg
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Grünberg
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Grünberg
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Grünberg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Gießen
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Grünberg
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Gießen
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Gießen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Gießen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Gießen
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis
  • 1979: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Gießen

Altkreis:

Gießen

Gericht:

  • 1821: Landgericht, seit 1879: Amtsgericht Grünberg

Gemeindeentwicklung:

Am 01.02.1971 Eingemeindung nach Grünberg

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1250 bekunden Abt und Konvent des Kloster Wirberg, daß sie auf Bitten der parrochiales von Harbach den Bau einer Kapelle auf dem Klostergut zugelassen hätten, woraus der Mutterkirche in Saasen kein Nachteil entstehen werde (Eckhardt, Die oberhessischen Klöster 3, 1 Nr. 971).

Pfarrzugehörigkeit:

1577: nach Veitsberg-Saasen eingepfarrt. Seit 1912 als Filiale von Veitsberg nach Wirberg umgepfarrt

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation vermutlich um 1527.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Harbach, Landkreis Gießen“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10315> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde