Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Topografie des Nationalsozialismus in Hessen

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Waldhof, Lager „Waldhof“ (Offiziell: Bereitschaftslager Eschenstruth) für Arbeitskräfte der Sprengstofffabrik Hessisch Lichtenau

Waldhof, Gemeinde Helsa, Landkreis Kassel | Historisches Ortslexikon
Helsa-Eschenstruth, Waldhof
Klassifikation | Nutzungsgeschichte | Indizes | Nachweise | Abbildungen | Zitierweise
Klassifikation

Kategorie:

Wirtschaft

Subkategorie:

Zwangsarbeit 

Nutzungsgeschichte

Objektbeschreibung:

Lager, das aus 52 Steinhäusern bestand und 1940 fertiggestellt worden war. Es war für 1500 Personen errichtet worden und lag nur einen Kilometer nordwestlich von der Fabrik. Das Lager war für deutsche Arbeiterinnen konzipiert wurden und verfügte daher über ein Gemeinschaftshaus, eine Kantine, Wasch- und Baderäume und einen Frisörsalon; aber auch über ein "Strafhaus".

Beschreibung:

Im Lager Waldhof waren vorwiegende deutsche Arbeiterinnen unterbracht, die in den Sprengstoffwerken der Dynamit AG in Hessisch Lichtenau arbeiteten und zuvor im Lager "Esche" gelebt hatten. Im Verlauf des Krieges wurden im Lager aber auch Zwangsarbeiterinnen aus westeuropäischen Ländern untergebracht. Sie lebten in einem separaten Lagerbereich. Das Lager war ein "Musterlager".

Nutzungsanfang (früheste Erwähnung):

1940

Nutzung nach NS-Zeit:

Die Siedlung wird heute als Ortsteil Waldhof (Helsa) bezeichnet und ist eine Wohnsiedlung.

Indizes

Orte:

Waldhof

Sachbegriffe:

Konzern · Wirtschaft · Firmenlager · Zwangsarbeit

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Waldhof, Lager „Waldhof“ (Offiziell: Bereitschaftslager Eschenstruth) für Arbeitskräfte der Sprengstofffabrik Hessisch Lichtenau“, in: Topographie des Nationalsozialismus in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/nstopo/id/878> (Stand: 11.11.2015)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde