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Topografie des Nationalsozialismus in Hessen

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Wiesbaden, Amt für Erb- und Rassenpflege, Landeshaus

Wiesbaden, Gemeinde Wiesbaden, Stadt Wiesbaden | Historisches Ortslexikon
In der NS-Zeit: Kaiser-Friedrich-Ring 75
Klassifikation | Nutzungsgeschichte | Indizes | Nachweise | Abbildungen | Zitierweise
Klassifikation

Kategorie:

Verfolgung

Subkategorie:

Euthanasie 

Nutzungsgeschichte

Beschreibung:

Im Juli 1934 wurde in Wiesbaden im Landeshaus das Amt für Erb- und Rassenpflege angesiedelt. Es war eine der maßgeblichen stattlichen Stellen, die an der administrativen Umsetzung der NS-Rassenpolitik beteiligt waren. Hier wurden die "Erbdaten", die aus den staatlichen Gesundheitsämtern nach Wiesbaden übermittelt worden waren, zentral gesammelt. Bis 1939 waren von der Behörde 75.000 Karteikarten angelegt und 9.000 Sippenprüfungen durchgeführt worden.

Von hier aus wurde das Euthanasie und das Zwangssterilisations-Programm im Raum Hessen koodiniert. Dem Leiter der Einrichtung, dem fanatischen Nationalsozialisten Fritz Bernotat, unterstanden die Psychiatrischen Krankenhäuser in Hessen und Nassau.

Darüber hinaus war dieses Amt auch die Adoptionsstelle für Kinder des Lebensbornheimes Taunus am Bahnholz.

Nutzungsanfang (früheste Erwähnung):

Juli 1934

Indizes

Orte:

Wiesbaden

Sachbegriffe:

Euthanasie · Gesundheitswesen · Verfolgung

Nachweise

Literatur:

Weblinks:

Aktives Museum Spiegelgasse

Zitierweise
„Wiesbaden, Amt für Erb- und Rassenpflege, Landeshaus“, in: Topographie des Nationalsozialismus in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/nstopo/id/2088> (Stand: 18.2.2011)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde