Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Jüdische Grabstätten

Grünebaum, Lisette, geborene Löwensberg (1930) – Bad Soden am Taunus

Grab Nr. 260 → Lageplan (PDF), Bad Soden am Taunus, Jüdischer Friedhof, Gemarkung Bad Soden am Taunus | Historisches Ortslexikon
Äußere Merkmale | Inschrift | Verstorbene(r) | Indizes | Nachweise | Zitierweise
Äußere Merkmale

Material:

Basalt, Vorderseite schwarz poliert

Platzierung:

stehend

Beschreibung:

Über der Inschrift ist ein Blumendekor

Bemerkungen:

(1) Der 19. April 1930 war Samstag, der 21. Nissan 5690; vom 15.-21 Nissan wurde das Pessachfest gefeiert.

Sonstiges:

Über dem Buchstaben ו beim Namen stehen zwei Punkte, um das ü auszudrücken.

Abkürzungen: שבתק׳ = שבת קדש / נפטר׳ = נפטרה / מ׳ = מרת

Inschrift

Hebräische Inschrift:

Text Vorderseite

פ״נ

אשה ישרה ונעימה

תפארת בעלה ובניה

מ׳ ליזעטטע גרו֞נעבוים

נפטר׳ ביום שבתק׳ ז של פסח

ת֗ר֗ץ֗ לפ״ק ת׳נ׳צ׳ב׳ה׳

Hier ruht

eine geradlinige und liebenswerte Frau

Zierde ihres Ehemannes und ihrer Kinder,

Frau Lisette Grünebaum.

Sie starb am Tag des heiligen Sabbat, 7. des Pessachfestes (1)

[5]690 n.d.k.Z. (= 21. Nissan 5690 = 19.4.1930)

_____________________________________________________

Settchen Grünebaum

geb. Löwensberg

in Reckenroth

* 26. April 1848

gest. 19.April 1930

--

H.Best, Neuenhain (= Steinmetz)

Sprache der Vorderseite:

deutsch, hebräisch

Verstorbene(r)

Personendetails:

  1. Grünebaum, Lisette, geborene Löwensberg

    Geburtstag

    26.4.1848

    Sterbetag

    19.4.1930

    Geschlecht

    weiblich

    Familienstand

    verwitwet

    Herkunftsort

    Reckenroth, Rhein-Lahn-Kreis

    Wohnort

    Wiesbaden

    Sterbeort

    Bad Soden am Taunus, Alleestraße 22

    Beruf

    ohne Beruf

    Weitere Angaben

    Aus der Sterbenebenurkunde (Bad Soden 1930 Nr. 5) ist ersichtlich: Lisette Grünebaum, geborene Löwensberg, geboren zu Reckenroth, verwitwet. Leider keine Angaben über die Eltern und den Ehemann, in Reckenroth (Verbandsgemeinde Katzenelnbogen) gibt es keine Unterlagen aus dem Jahre 1848. Der Tod wurde gemeldet von der Enkelin Frieda Grünebaum, verheiratet mit Fritz Flörsheim, nach England emigriert. Der Ehemann hieß mit Vornamen Lazarus. Ihr Sohn, Markus Max Grünebaum, (Vater von Frieda) geboren am 15. August 1878 in Reckenroth (Geburtsurkunde Rettert/Verbandsgemeinde Katzenelnbogen 1878 Nr. 14), wohnhaft in Bad Soden und letzter Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Bad Soden, wurde am 19. Oktober 1941 zusammen mit seiner Frau Rosa, geborene Scheuer, nach Litzmannstadt/Lodz deportiert, Todesdatum 12. Juni 1942 (Gedenkbuch-Opfer der Verfolgung der Juden, Eintrag 880174).

Indizes

Personen:

Grünebaum, Lisette/Settchen

Orte:

Reckenroth, Rhein-Lahn-Kreis · Wiesbaden

Nachweise

Bearbeitung:

Dr. Lothar Tetzner 2017

Bildnachweise:

Sven Thomas Hammerbeck, Bad Soden am Taunus

Fotos:

Zitierweise
„Grünebaum, Lisette, geborene Löwensberg (1930) – Bad Soden am Taunus“, in: Jüdische Grabstätten <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/juf/id/16793> (Stand: 19.5.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde