Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Jüdische Grabstätten

Nassauer, Julius, Jakob (1924) – Bad Soden am Taunus

Grab Nr. 244 → Lageplan (PDF), Bad Soden am Taunus, Jüdischer Friedhof, Gemarkung Bad Soden am Taunus | Historisches Ortslexikon
Äußere Merkmale | Inschrift | Verstorbene(r) | Indizes | Nachweise | Zitierweise
Äußere Merkmale

Material:

Basalt, schwarz, poliert

Platzierung:

stehend

Sonstiges:

Abkürzungen:

נפט׳ = נפטר / ב֗ר֗ = בן רב / כ׳ = כבוד

Inschrift

Hebräische Inschrift:

Text Vorderseite

פ׳ ✡ נ׳

האיש כ׳ יעקב ב֗ר֗ מאיר

נפט׳ ביום ב֗ י֗ז֗ ניסן ת֗ר֗פ֗ד֗ ל֗

ת֗נ֗צ֗ב֗ה֗

Hier ruht

der ehrenwerte Mann Jakob, Sohn des Herrn Meir.

Er starb am Montag, dem 17. Nissan [5]684 n.d.k.Z. (= 21.4.1924)

Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens.

___________________

JULIUS NASSAUER

HATTERSHEIM

GEB. 1. FEBR. 1876

GEST. 21. APRIL 1924

Sprache der Vorderseite:

deutsch, hebräisch

Verstorbene(r)

Personendetails:

  1. Nassauer, Julius, Jakob

    Geburtstag

    1.2.1876

    Sterbetag

    21.4.1924

    Geschlecht

    männlich

    Familienstand

    verwitwet

    Herkunftsort

    Hattersheim

    Wohnort

    Hattersheim

    Sterbeort

    Höchst am Main, Städtisches Krankenhaus

    Beruf

    Kaufmann

    Weitere Angaben

    Der 17. Nissan 5684 war Montag, der 21. April 1924. Sterbenebenregister Höchst 1924 Nr. 111: Julius Jakob Nassauer, 48 Jahre alt, geboren in Hattersheim, Witwer, verheiratet gewesen mit Clara, geborene Stein aus Hattersheim. Im Städtischen Krankenhaus Höchst verstorben am 21.4.1924. Geburtsnebenregister Hattersheim 1876 Nr. 11: Sohn der Eltern Mayer Nassauer und der Fanny, geborene Strauß, geboren am 1.2.1876, die Vornamen Julius Jakob erhalten. Der Vater, Mayer Nassauer liegt in Grab Nr. 148. Dort auch Hinweise auf Geschwister des Julius Jakob Nassauer. Zwei Kinder des Ehepaares Julius Jakob Nassauer starben bereits als Kinder: Isaak Alfred Nassauer, gestorben am 18. 11. 1903, 6 Wochen alt (Grab Nr. 166, Sterbenebenregister Hattersheim 1903 Nr. 54), Hedwig Henriette Nassauer, gestorben am 15.7.1908, 5 Wochen alt (Sterbenebenregister Hattersheim Nr. 24, Grabstätte unbekannt). Zwei weitere Töchter wurden im Holocaust ermordet: Erna Nassauer (geboren 1906) und Johanna (geboren 1907, verheiratete Desch). Geschwister des Julius Nassauer wurden im Holocaust ermordet: Sofie (geboren 1870, verheiratete Hallgarten); David (geboren 1874); Siegfried (geboren 1877); Sally (geboren 1880); Eugenie (geboren 1882, verheiratete Strauß).

Nachweise

Bearbeitung:

Dr. Lothar Tetzner 2018

Bildnachweise:

Sven Thomas Hammerbeck, Bad Soden am Taunus

Fotos:

Zitierweise
„Nassauer, Julius, Jakob (1924) – Bad Soden am Taunus“, in: Jüdische Grabstätten <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/juf/id/16777> (Stand: 19.5.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde