Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Jüdische Grabstätten

Hirsch, Maier (1912); Hirsch, Johanna, geborene Ballin (1924) – Bad Soden am Taunus

Grab Nr. 181 → Lageplan (PDF), Bad Soden am Taunus, Jüdischer Friedhof, Gemarkung Bad Soden am Taunus | Historisches Ortslexikon
Äußere Merkmale | Inschrift | Verstorbene(r) | Indizes | Nachweise | Zitierweise
Äußere Merkmale

Material:

Basalt, schwarz,poliert

Platzierung:

stehend

Beschreibung:

Bild von segnenden Händen über der hebräischen Inschrift für einen Kohen;

Doppelgrab mit zwei Grabsteinen. ( Ehefrau Johanna Hirsch, geborene Ballin, Grab Nr. 242 )

Bemerkungen:

(1) Dieser Ausdruck findet sich im bTalmud Moed qatan 10a als Ausspruch von Rabbi Jechiel.

(2) 1. Samuel 17,17; bSota 42b; bBaba Batra 7a.

Sonstiges:

Der Grabstein steht auf einem falschen Sockel. Der richtige Sockel steht falsch in der Kinderabteilung K2. Grab Nr. 242

- Abkürzungen: כמר = כבוד מורנו רב / בר = בן רב / ונק׳ = ונקבר / לבהכ״נ = לבית הכנסת

Inschrift

Hebräische Inschrift:

Text Vorderseite

פ״נ

הזקן היקר כמר מאיר

בר יעקב הכהן הירש

נפטר ביום א֗ בפורים ונק׳

ביום ג֗ ט֗ז֗ אדר ת֗ר֗ע֗ב֗ לפ״ק

היה איש נכבד ונשוא פנים

מטיב עני[י]ם ואביונים

אהב כבת עינו אשתו ובניו

ומנהיג את קהלתו באמת כל ימיו

השכים והעריב לבהכ״נ

תוך אשרה הראשונים

בשכר זה ת״נ״צ״ב״ה

Hier ruht

der geschätzte Greis, unser geachteter Lehrer, Herr Meir

Sohn des Herrn Jakob ha-Kohen Hirsch.

Er starb am ersten Tag des Purimfestes und wurde begraben

am Dienstag, 16. Adar [5]671 n.d.k.Z.(=3.3.1912)

Er war eine geehrter Mann und von hohem Ansehen,

wohltätig gegenüber Armen und Bedürftigen,

er liebte wie sein Augenlicht (1) seine Ehefrau und seine Kinder

und führte seine Gemeinde mit Aufrichtigkeit all seine Tage,

frühmorgens und abends besuchte er die Synagoge (2).

Es ergieße sich das Glück der Vorfahren

zum Lohn dafür. Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens.

_______________________________________

Mayer Hirsch aus Höchst a.M.

geb. 24. Mai 1841, gest. 3. März 1912

Sprache der Vorderseite:

deutsch, hebräisch

Verstorbene(r)

Personendetails:

  1. Hirsch, Maier

    Geburtstag

    24.5.1841

    Sterbetag

    3.3.1912

    Geschlecht

    männlich

    Familienstand

    verheiratet

    Herkunftsort

    Wehrheim, Kreis Usingen

    Wohnort

    Höchst

    Sterbeort

    Höchst

    Beruf

    Privatier

    Funktion

    Vorsteher der jüdischen Gemeinde Höchst 1904-1910 mit Siegmund, Max Ettinghausen, Moses Friesem

    Weitere Angaben

    Ehefrau: Hirsch, Johanna, geborene Ballin,(Grab Nr. 242); - - Purim 1912 war am 14. Adar = Sonntag 3. März. Im Protokollbuch steht irrtümlich 1914 statt 1912, als Sterbedatum ist der 3. März angegeben und dahinter hebräisch: 14. Adar. Sterbenebenregister Höchst 1912 Nr. 49: Maier Hirsch, 70 Jahre alt, geboren zu Wehrheim Kreis Usingen, verheiratet mit Johanna, geborene Ballin, Sohn der Eheleute Jakob Hirsch und Blümchen, geborene Rothschild aus Wehrheim. Verstorben am 3. März 1912.

  2. Hirsch, Johanna, geborene Ballin

    Geburtstag

    12.2.1845

    Sterbetag

    30.3.1924

    Geschlecht

    weiblich

    Familienstand

    verwitwet

    Wohnort

    Höchst

    Weitere Angaben

    Ehemann: Hirsch, Maier, (Grab Nr.181)

Indizes

Personen:

Hirsch, Meier/Mayer/Meyer

Orte:

Höchst · Wehrheim, Kreis Usingen

Nachweise

Bearbeitung:

Dr. Lothar Tetzner 2018

Bildnachweise:

Sven Thomas Hammerbeck, Bad Soden am Taunus

Fotos:

Zitierweise
„Hirsch, Maier (1912); Hirsch, Johanna, geborene Ballin (1924) – Bad Soden am Taunus“, in: Jüdische Grabstätten <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/juf/id/16710> (Stand: 16.5.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde