Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Jüdische Grabstätten

Strauß, Salomon (1898) – Bad Soden am Taunus

Grab Nr. 114 → Lageplan (PDF), Bad Soden am Taunus, Jüdischer Friedhof, Gemarkung Bad Soden am Taunus | Historisches Ortslexikon
Äußere Merkmale | Inschrift | Verstorbene(r) | Indizes | Nachweise | Zitierweise
Äußere Merkmale

Material:

Sandstein

Platzierung:

stehend

Zustand:

verwittert

Beschreibung:

Sandstein mit eingetieftem Schriftfeld, die Schrift ist stark abgeblättert. Doppelgrab mit Grab Nr.169, Marianne Strauß

Sonstiges:

Abkürzungen: פט = פה טמון / פומ = פרנס ומנהיג / בר = בן רב / זל = זכרונו לברכה

Inschrift

Hebräische Inschrift:

Text Vorderseite

פט

[הז]קן הנכבד פומ שלמה

בר רפאל שטרויס ז֗ל֗

נפ[תר טו] ונקבר יז שבט ת֗ר֗נ֗ה֗ לּ

שם טוב היה והי[ו מעשיו לשם ש]מים

__________________________

Rest zerstört

Hier ist verborgen

der angesehene Greis, Vorsteher und Führer (1) Salomo

Sohn des Herrn Raphael Strauß seligen Andenkens.

Er starb 15. und wurde begraben 17. Schewat 655n.d.k.Z.

Er hatte einen guten Ruf und wirkte um des Himmels (um Gotteslohn) Willen.

Sprache der Vorderseite:

hebräisch

Verstorbene(r)

Personendetails:

  1. Strauß, Salomon

    Geburtstag

    13.10.1826

    Sterbetag

    9.2.1898

    Bestattungsdatum

    11.2.1898

    Geschlecht

    männlich

    Familienstand

    verheiratet

    Wohnort

    Höchst

    Funktion

    Vorsteher der jüdischen Gemeinde Höchst ab 1878 -1894 mit S.B.Ettinghausen, Jakob Fürth und andere

    Weitere Angaben

    (1) Salomon Strauß war 1894 erster Vorsteher der Höchster Gemeinde und ab 1896 zweiter Vorsitzender (Schäfer S. 20f.).
    Der 15. Schewat 5655 war der 9. Februar 1898. Sterbenebenregister Höchst 1898 Nr. 28: Salomon Strauß, 71 Jahre, verheiratet gewesen mit Marianne, geborene Seckbach, Sohn der Eheleute Raphael Strauß und Sarah, geborene Rosenthal. Verstorben am 9. Februar 1898. Der Tod wurde angezeigt vom Sohn Marx (für Mordechai?). Der Vater Rafael Seligmann, geboren zu Heddernheim hat am 1. September 1841 den Namen Rafael Seligmann Strauß angenommen, dies geht aus einem Vermerk der Geburtsurkunde des Bruders Julius Seligmann (geb. 22. Juli 1825, Geburtsregister Höchst 1825 Nr. 16) hervor. Die Mutter Sara Rosenthal stammte aus Rödelheim. Der Verstorbene wurde am 13. Oktober 1826 in Höchst geboren (Geburtsregister Höchst 1826 Nr. 21) als Salomon Seligmann. Im Heiratsregister Höchst 1854 Nr. 4 wird angegeben: Salomon Seligmann Strauß, geboren 13.10.1826 zu Höchst und Marianne Seckbach, geboren 30.11.1823 zu Herdingen (= Hertingen?, Eltern Hayum Seckbach), geheiratet in der Zeit 20.-28. Mai 1854 (verspätet angemeldet). Das Ehepaar hatte fünf Kinder, in Klammer jeweils die Nummer der Geburtsurkunde Höchst: Sara, geboren 19. Dezember 1855 (66), Raphael, geboren 3. März 1857 (67), Marx, geboren 14. August 1858 (69), Ida, geboren 15. September 1859 (72), starb am 20.9.1860. Der älteste Sohn Rudolf Strauß (Grab Nr. 168) war am 4.3.1852 geboren und am 9.7.1909 gestorben auf dem Jüdischen Friedhof Bad Soden. Der Verstorbene hatte noch folgende Geschwister: Alexander Seligmann, geboren am 8. November 1828 (Nr. 25); Zwillinge Bärmann und Rebekka Seligmann, geboren am 19. August 1830 (27 und 28); Mina Seligmann, geboren am 9. August 1832, gestorben am 26. August 1832 (34); Markus Seligmann, geboren am 20. August 1833 (35); Joseph Löb Seligmann, geboren am 11. April 1835 (36); Löb Seligmann Strauß, geboren am 25. November 1836 (38); Regina Seligmann Strauß, geboren am 28. September 1838, gestorben am 29. Januar 1839 (40).

Nachweise

Bearbeitung:

Dr. Lothar Tetzner 2018

Bildnachweise:

Sven Thomas Hammerbeck, Bad Soden am Taunus

Fotos:

Zitierweise
„Strauß, Salomon (1898) – Bad Soden am Taunus“, in: Jüdische Grabstätten <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/juf/id/16619> (Stand: 13.5.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde