Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Jüdische Grabstätten

Kleemann, Sophie (1889) – Bad Soden am Taunus

Grab Nr. 73 → Lageplan (PDF), Bad Soden am Taunus, Jüdischer Friedhof, Gemarkung Bad Soden am Taunus | Historisches Ortslexikon
Äußere Merkmale | Inschrift | Verstorbene(r) | Indizes | Nachweise | Zitierweise
Äußere Merkmale

Material:

Granit

Platzierung:

stehend

Inschrift

Hebräische Inschrift:

Text Vorderseite

פ נ

בתולה מצאה חן בעיני כל רואיה

כי דרכי נועם היו כל דרכיה

הלכה מבית אבה

למצא רפיאה כמעיני הישועה

ואיננה כי אלהים לקח אתה

ה״ה סילה בת יהודה קלעעמאן

נפטרת ביום ה֗ יד סיון ת֗רמ֗ט֗ לפק

ת֗נ֗צב֗ה֗

Sophie Kleemann

aus Theilheim

Baijern

Abkürzung

ה״ה =היא הבתולה

Hier ruht

eine junges Mädchen, sie fand Wohlgefallen in den Augen aller, die sie sahen,

denn von freundlicher Art waren alle ihre Wege.

Sie ging aus dem Hause ihres Vaters

ihre Heilung zu finden, gemäß der Ansicht ihres Arztes (Helfers).

Aber es war nicht so, denn Gott nahm sie hinweg.

Dieses junge Mädchen ist Sile, Tochter des Jehuda Kleemann,

sie starb am Donnerstag, 14. Siwan [5]649 n.d.k.Z. (=13.6.1889)

Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens.

Sprache der Vorderseite:

deutsch, hebräisch

Verstorbene(r)

Personendetails:

  1. Kleemann, Sophie

    Geburtstag

    um 1868

    Sterbetag

    13.6.1889

    Geschlecht

    weiblich

    Familienstand

    ledig

    Herkunftsort

    Teilheim

    Wohnort

    Teilheim (Bayern)

    Sterbeort

    Bad Soden am Taunus

    Weitere Angaben

    Kurgast in Bad Soden am Taunus. Der 14. Siwan 5649 war Donnerstag, 13. Juni 1889, im handschriftlichen Teil des Protokollbuches ist 13. Juni angegeben, im gedruckten Teil wurde die 13 fälschlich als 18 gelesen. Sterbenebenregister Soden 1889 Nr. 21: Sophie Kleemann, ledig, ohne besonderen Beruf, 21 Jahre, wohnhaft zu Theilheim, Bezirksamt Schweinfurth, geboren zu Theilheim, Tochter des Viehhändlers Löb Kleemann und dessen verstorbener Ehefrau Clara, geborene Federleicht. Verstorben am 12. Juni 1889. Die Mutter Clara verstarb laut Sterbeurkunde (Theilheim, Register 1885, Nr. 3) am 20. März 1885 und wurde am 21. Januar 1839 als Tochter der Eheleute Joseph und Sila Federleicht in Theilheim geboren. Der Vater Löw(!) Kleeman verstarb laut Sterbeurkunde (Theilheim, Register 1914, Nr. 5) in der Nacht vom 8. auf den 9. September (24 Uhr) 1914 im Alter von 77 Jahren, geboren zu Theilheim. Der Tod wurde vom Sohn Joseph Kleemann – also dem Bruder der Sophie Kleemann – gemeldet. Die Eltern des Vaters waren die Eheleute Wolf Kleemann und Barger, geborene Baumblatt aus Theilheim.

Nachweise

Bearbeitung:

Dr. Lothar Tetzner 2017 /2018

Bildnachweise:

Sven Thomas Hammerbeck, Bad Soden am Taunus

Fotos:

Zitierweise
„Kleemann, Sophie (1889) – Bad Soden am Taunus“, in: Jüdische Grabstätten <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/juf/id/16579> (Stand: 9.5.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde