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Zeitgeschichte in Hessen - Daten · Fakten · Hintergründe

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Ergebnisse der Landtagswahl im Volksstaat Hessen am 27. November 1921

Rechtsruck bei Wahlen zum Hessischen Landtag, 27. November 1921

Die Neuwahl des Hessischen Landtags bringt einen Rechtsruck. Dennoch behält die Regierungskoalition aus SPD, Demokraten und Zentrum eine sichere Mehrheit.

Von den Mandaten entfallen (in Klammern vorhergehende Wahl vom 26. Januar 1919):

Sozialdemokratische Partei 174 213 Stimmen mit 24 Mandaten (31 Mandate) und 32,62 Prozent
Deutsche Zentrumspartei 92 689 Stimmen mit 13 Mandaten (13 Mandate) und 17,35 Prozent
Hessischer Bauernbund und Rheinhessische Landliste 80 426 Stimmen mit 11 Mandaten (0 Mandate) und 15,06 Prozent
Deutsche Volkspartei in Hessen 78 185 Stimmen mit 10 Mandaten (7 Mandate) und 14,62 Prozent
Deutsche Demokratische Partei 39 140 Stimmen mit 5 Mandaten (13 Mandate) und 7,33 Prozent
Deutschnationale (hessische) Volkspartei 28 190 Stimmen und 5,27 Prozent mit 3 Mandaten (5 Mandate) und 5,27 Prozent
Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands 20 186 Stimmen und mit 2 Mandaten (1 Mandat) 2,52 Prozent
Kommunistische Partei 20 849 Stimmen mit 2 Mandaten (0 Mandate) und 2,60 Prozent

Die erreichte Wahlbeteiligung von 67,0 Prozent lag deutlich unter der vorangegangenen Reichstagswahl vom 6. Juni 1920 mit 75,4 Prozent und der Wahl zur Hessischen Volkskammer am 26. Januar 1919 mit 81,2 Prozent. Das stetige Nachlassen der Wahlbeteiligung lässt sich am gravierendsten in Rheinhessen mit 63,0 Prozent beobachten, welche bei der Wahl zur Volkskammer 1919 noch die stärkste Teilnahme mit 83,7 Prozent aufwiesen. Eine mögliche Begründung dieser Senkung findet sich in dem Druck der Besatzung.1

Wahlanalyse2

Wahlbeteiligung

In den Kreisen Worms (74,7 Prozent), Friedberg (73,9 Prozent) und Dieburg (72,6 Prozent) wurde die höchste Wahlbeteiligung erlangt, während sich die niedrigsten Stimmabgaben von unter 65 Prozent in den Kreisen Erbach und Heppenheim beobachten lassen.

Zusätzlich sind explizit die Stimmbezirke Gießen (Landkreis Gießen), Stumpertenrod (Landkreis Schotten) und Seibelsdorf (Landkreis Alsfeld) zu benennen, welche mit einer Teilnahme von 100% herausragen. Andererseits wählten aus dem Landkreis Erbach die OrteRehbach (30,24 Prozent), Steinbuch mit Reudorf (30,44 Prozent) und Ober-Finkenbach (33,33 Prozent) die wenigsten Stimmberechtigten.

Wahlergebnisse der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands

Die Sozialdemokratische Partei wurde in den Kreisen Offenbach (42,3 Prozent), Groß-Gerau (40,9 Prozent) und Erbach (40,4 Prozent) am stärksten gewählt. Dagegen erzielte sie in den Kreisen Bingen mit 18,5 Prozent, Oppenheim mit 20,7 Prozent und Alzey mit 20,8 Prozent das schwächste Ergebnis. Ebenso konnte in 22 Gemeinden keine Stimme gewonnen werden, von denen allein 7 Orte in Alsfeld nicht für die Partei abstimmten. Die Städte Offenbach und Darmstadt wählten die SPD mit mäßigen 26,67 bzw. 19,38 Prozent. Die höchsten Prozentwerte erreichte die Partei in den Gemeinden, Otterbach (Landkreis Alsfeld) mit 60,29 Prozent Siedelsbrunn (Landkreis Heppenheim) und Stockheim (Landkreis Erbach) mit jeweils 57,02 und 54,37 Prozent.

Wahlergebnisse der Deutschen Zentrumspartei

Die Wahlergebnisse für diese Partei waren, wie bereits bei der Wahl 1919, am stärksten im Kreis Bingen (47,6 Prozent), Heppenheim (41,1 Prozent) und Mainz (35,7 Prozent). Im Gegensatz dazu wurden die niedrigsten Resultate weiterhin in Schotten mit 0,2 Prozent, Büdingen mit 1,0 Prozent und Gießen mit 1,9 Prozent erreicht. Hierbei lässt sich beobachten, dass sich die Anzahl in den drei stärksten Wahlkreisen zu den vorherigen Wahlen noch erhöht hat und in den schwächsten Kreisen sich tendenziell weiter verschlechtert hat oder gleichgeblieben ist. In der Stadt Offenbach erzielten sie noch einen Wert von 8,43 Prozent und in der weiteren Großstadt Darmstadt 4,95 Prozent. Dahingegen konnten sie Spitzenwerte in Vockenrode (Landkreis Alsfeld) mit 92,30 Prozent, Seibelsdorf (Landkreis Alsfeld) mit 94,4 Prozent und Gadern (Landkreis Heppenheim) mit 87,82 Prozent erreichen. In 459 Gemeinden konnte die Zentrumspartei jedoch keine Stimme erlangen. Davon lagen 66 in Alsfeld, 52 in Gießen und 58 in Büdingen.

Wahlergebnisse des Hessischen Bauernbunds und Rheinhessischer Landliste

Diese Partei wurde hauptsächlich in den Kreisen Schotten (57,5 Prozent), Alsfeld (45,2 Prozent) und Lauterbach (43,3 Prozent) gewählt. Im Gegenzug wurde in Mainz (1,8 Prozent), Worms (2,2 Prozent) und Bingen (3,6 Prozent) am schwächsten für sie abgestimmt. Weiterhin erreichten sie in Darmstadt nur einen Wert von 0,18 Prozent und in Offenbach 6,68 Prozent. Ihre höchsten Ergebnisse erzielte die Partei in Kirschgarten (Landkreis Alsfeld) mit 93,54 Prozent und Wingershausen (Landkreis Schotten) mit 86,53 Prozent. Hingegen konnten sie in 46 Orten keine Stimme gewinnen, von denen 12 im Landkreis Worms lagen.

Wahlergebnisse der Deutschen Volkspartei

Die höchsten Prozentwerte erreichte die Deutsche Volkspartei in den Kreisen Worms (33,1 Prozent), Alzey (21,7 Prozent) und Darmstadt (31,1 Prozent). So überrascht es nicht, dass die Partei in der Stadt Darmstadt ein positives Resultat von 28,54 Prozent erzielte. Hingegen brachte sie in den Kreisen Schotten (5,8 Prozent) und Groß-Gerau (7,3 Prozent) und Büdingen (7,4 Prozent) die niedrigsten Ergebnisse hervor. Auch hier liegt ihr Wahlergebnis in der Stadt Offenbach bei schwachen 8,87 Prozent. Weiterhin konnten sie sich in 124 Gemeinden keine Stimme verschaffen, von denen besonders die Kreise Alsfeld, Büdingen und Schotten betroffen waren. Dennoch konnte die Volkspartei in Mörstadt (Landkreis Worms) stolze 56 Prozent erringen. Auch in den Orten Bremersheim und Blödesheim (beide Landkreis Worms) erkämpften sie starke 55,88 und 47,95 Prozent.

Wahlergebnisse der Deutschen Demokratischen Partei

Die Deutsche Demokratische Partei wurde in den Kreisen Alzey (17,6 Prozent), Bingen (15,7 Prozent) und Oppenheim (15,3 Prozent) am stärksten gewählt. Dagegen erzielte sie in den Kreisen Dieburg mit 3,7 Prozent, Bensheim mit 4,3 Prozent und Lauterbach mit 4,4 Prozent das schwächste Ergebnis. Weiterhin erreichte die DDP in der Städten Offenbach und Darmstadt selbst Wahlergebnisse von 4,18 Prozent bzw. 6,35 Prozent. Die schlechtesten Resultate mit null Prozent zeigten sich in 201 Gemeinden, die im Wesentlichen in Alsfeld und Büdingen lagen. Jedoch gewannen sie in Zotzenheim (Landkreis Alzey) einen Wert von 30,86 Prozent, dem Horrweiler mit 27,54 Prozent und Vendersheim (Landkreis Oppenheim) mit 26,69 Prozent folgen.

Wahlergebnisse der Deutschnationalen (hessischen) Volkspartei

Die Partei erzielte in den Kreisen Gießen (12,3 Prozent), Alsfeld (8,5 Prozent) und Lauterbach (7,9 Prozent) ihre höchsten Ergebnisse. Weiterhin wurde auf Gemeindeebene ihr Optimum von 46,66 Prozent in Schadges (Landkreis Lauterbach), Nonrod (Landkreis Dieburg) mit 32,69 Prozent und Niedernhausen (Landkreis Dieburg) mit 32,25 Prozent, in vorher genannten Kreisen, erlangt. Dessen ungeachtet wurde sie in den Kreisen Bingen (0,7 Prozent), Heppenheim (1,7 Prozent) sowie Groß-Gerau (2,1 Prozent) am seltensten gewählt. Gleichzeitig konnte die Partei in 202 Orten, hauptsächlich die Kreise Erbach und Heppenheim betreffend, keine Stimme durchsetzen. Auch in der Stadt Offenbach lag der Prozentwert bei nur 7,09 Prozent und in Darmstadt bei 5,97 Prozent.

Wahlergebnisse der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands

Am schwächsten war die USPD in den Kreisen Bingen (0,3 Prozent), Oppenheim (0,8 Prozent) und Worms (1,0 Prozent) vertreten. Ebenso konnte in 447 Gemeinden keine Stimme gewonnen werden, von denen allein 57 Orte in Alsfeld nicht für die Partei abstimmten. Genauso bekamen sie in Darmstadt nur 1,65 Prozent sowie in Offenbach 3,33 Prozent. Erwähnenswert ist hierbei die stärkste Vertretung, wie bereits im Jahr davor, der Unabhängigen Sozialdemokraten im Kreis Gießen mit 9,3 Prozent, darauf folgen Friedberg mit 7,5 Prozent und Lauterbach mit 6,0 Prozent. Als sogenannte Hochburg lassen sich die Orte Klein-Karben mit starken 47,81 Prozent, Trohe (41,22 Prozent) und Büdesheim 37,59 Prozent), allesamt aus dem Landkreis Friedberg, betiteln.

Wahlergebnisse der Kommunistischen Partei

Die Kommunistische Partei erzielte in den Kreisen Lauterbach (0,2 Prozent), Alzey (0,3 Prozent) und Oppenheim (0,3 Prozent) die niedrigsten Werte. Dahingegen konnte sie in den Wahlkreisen Offenbach 9,3 Prozent, in Groß-Gerau 6,5 Prozent und in Büdingen 5,4 Prozent gewinnen. In diesen Kreisen findet sich ein enormer Zuwachs zur vorherigen Wahl 1920 (Offenbach: 1,9/Groß-Gerau: 0,02/Büdingen: 0,9 Prozent). In den Städten Darmstadt und Offenbach wählte 2,53 Prozent und 6,29 Prozent der Stimmberechtigten die Kommunistische Partei. Weiterhin konnten sie in 514 Gemeinden keine Stimme erreichen. Ihre Höchstwerte lagen in Rommelshausen (36,93 Prozent), Gelnhaar (Domanial und Isenburg) (34,21 Prozent) und Oberau (22,82 Prozent) aus dem Landkreis Büdingen.

Gewählte Abgeordnete

Sozialdemokratische Partei

Adelung, Bernhard (1876–1943; Bürgermeister; Mainz)
Anthes, Wilhelm (1877–1934; Schlossermeister; Sprendlingen)
Bornemann, Heinrich (1874–1963; Ministerialrat im Staatsministerium; Darmstadt)
Delp, Heinrich (1878–1945; Beigeordneter; Darmstadt)
Engelmann, Johann (1874–1955; Vorsteher des städtischen Arbeitsamtes; Mainz)
Harth, Jean Christoph (1882–1956; Gewerkschaftsbeamter; Rüsselsheim/Kreis Groß-Gerau)
Henzel, Karl (1876–1959; Landwirt, Beigeordneter; Obbornhofen/Kreis Gießen)
Kaul, Georg (1873–1933; Redakteur; Offenbach am Main)
Lang, Adam (1876–1965; Lagerhalter; Urberach)
Lückel, Ludwig (1868–1929; Beigeordneter; Alzey)
Lutz, Wunibald (1877–1949; Parteisekretär; Worms)
Lux, Anton (1878–1953; Gastwirt, Landwirt; Nieder-Florstadt)
Mann, Albin (1883–1960; Gewerkschaftsbeamter; Gießen)
Neff, Karl (1882–1958; Gastwirt; Michelstadt/Odenwald)
Neumann, Hermann (1882–1933; Präsident der Landesversicherungsanstalt; Darmstadt)
Raab, Johann Georg (1869–1932; Arbeits- und Wirtschaftsminister; Pfungstadt)
Rechthien, Bernhard (1876–1941; Bürgermeister; Vilbel)
Roß, Franz (1881–1949; Geschäftsführer; Bensheim)
Schildbach, Bernhard (1876–1944; Journalist; Offenbach am Main)
Steinhäuser, Margarethe (1874–1955; Offenbach am Main)
Storck, Karl (1891–1955; Lehrer; Darmstadt)
Sturmfels, Otto (1880–1945; Rechtsanwalt; Groß-Umstadt)
Ulrich, Carl (1853–1933; Staatspräsident; Darmstadt)
Widmann, Ernst Wilhelm (1876–1955; Landesparteisekretär; Offenbach am Main)

Demokratische Partei

Büchner, Dr. Georg (1862–1944; Fabrikant; Darmstadt)
Henrich, Konrad (1864–1928; Finanzminister; Darmstadt)
Obenauer, Philipp (1889–1966; Landwirt; Nieder-Flörsheim)3
Reiber, Julius (1883–1960; Rektor; Darmstadt)
Urstadt, Otto (1868–1945; Ministerialdirektor; Gießen/Darmstadt)

Zentrum

Blank, Pankraz (1882–1961; Landwirt; Gaulsheim)
Brentano di Tremezzo, Otto von (1855–1927; Minister des Innern und der Justiz; Darmstadt)
Felder, Karl (1879–1962; Gewerkschaftssekretär; Mainz)
Hattemer, Else (1870–1948; Professorswitwe; Darmstadt)
Herbert, Valentin (1864–1933; Ober-Postinspektor; Darmstadt)
Hoffmann, Hans (1880–1949; Oberschulrat; Darmstadt)
Hofmann, Johann Philipp (1873–1925; Fabrikant; Seligenstadt)
Knoll, Wilhelm (1873–1947; Regierungsrat; Mainz/Darmstadt)
Lenhart, Georg (1869–1941; Professor, Domkapitular; Mainz)
Nuß, August (1883–1958; Rechtsanwalt; Worms)
Soherr, Heinrich Wendelin (1863–1929; Weinhändler; Bingen)
Uebel, Philipp (1864–1929; Ministerialdirektor; Dieburg)
Wagner, Franz Adam (1869–1956; Landwirt, Bürgermeister, Klein-Breitenbach bei Mörlenbach)

Deutsche Volkspartei

Birnbaum, Maria (1872–1959; Lehrerin; Gießen)
Dingeldey, Eduard (1886–1942; Rechtsanwalt; Darmstadt)
Füller, Johannes Heinrich (1870–1940; Zimmermeister; Friedberg)
Hahn, Moritz (1856–1952; Landwirt, Bürgermeister; Heßloch/Rhein)
Köhler, Heinrich (1859–1924; Oberbürgermeister; Worms)4
Osann, Dr. Arthur (1862–1924; Justizrat, Rechtsanwalt und Notar; Darmstadt)5
Schian, D. Dr. Martin (1869–1944; Univ.-Professor; Gießen)6
Scholz, Christian (1874–1931; Kaufmann, Fabrikant; Mainz)
Schott, Friedrich Jakob (1871–1944; Landwirt, Bürgermeister; Uffhofen/Rheinhessen)
Wünzer, Rudolf (1862–1929; Oberstaatsanwalt; Darmstadt)

Hessischer Bauernbund

Brauer, Heinrich (1860–1945; Landwirt, Mühlenbesitzer; Ober-Ofleiden)
Dehlinger, Dr. Gustav Adolf (1860–1940; Landwirt; Weilerhof bei Wolfskehlen)
Diehl, Konrad Philipp (1873–1959; Landwirt, Bürgermeister; Hoch-Weisel)
Fenchel, Wilhelm (1873–1938; Landwirt; Ober-Hörgern)
Glaser, Konrad Karl (1876–1956; Bürgermeister; Nordheim)
Helmolt, Dr. Georg von (1876–1946; Rechtsanwalt; Nieder-Wöllstadt)
Jost, Friedrich (1862–1931; Bürgermeister; Bermutshain)
Laufer, Johann (1857–1924; Landwirt; Bieber)7
Müller, Dr. Georg (1889–1959; Hauptgeschäftsführer; Darmstadt)
Stein, Friedrich Wilhelm (1887–1956; Landwirt; Stumpertenrod)
Wolf, Richard (1875–1955; Landwirt; Effolderbach)

Deutschnationale (Hessische) Volkspartei

Diehl, D. Dr. Wilhelm (1871–1944; Prälat; Darmstadt)
Dorsch, Wilhelm (1868–1939; Landwirt; Wölfersheim)
Kindt, Rudolf (1873–1928; Schriftsteller; Darmstadt)
Werner, Dr. Ferdinand (1876–1961; Studienrat; Butzbach)

Kommunistische Partei

Ebner, Heinrich Adam (1894–1973; Eisenbahn-Betriebsassistent; Neu-Isenburg/Kreis Offenbach)8
Rink, Aloys (1881–1971; Parteisekretär; Urberach)9

Unabhängige sozialdemokratische Partei

Kiel, Alfred (1878–1954; Gewerkschaftsbeamter; Gießen)
Schaub, Heinrich Wilhelm (1875–1930; Schreiber; Büdesheim/Oberhessen)
(OV/LV/MK)


  1. Vgl. Ergebnisse der Landtagswahl im Volkstaat Hessen am 27. November 1921 nach einzelnen Gemeinden und Wahlbezirken, hrsg. von der Zentralstelle für Landesstatistiken, Darmstadt 1922, S.4.
  2. Erarbeitet auf Grundlage von: Ergebnisse der Landtagswahl im Volkstaat Hessen am 27. November 1921 nach einzelnen Gemeinden und Wahlbezirken, hrsg. von der Zentralstelle für Landesstatistiken, Darmstadt 1922.
  3. Mandatsniederlegung aus beruflichen Gründen am 12. Januar 1923. Nachfolger: Johannes Schreiber (1881–1935; Rechtsanwalt, später Ober-Amtsrichter in Vilbel; Ober-Ingelheim, später Vilbel).
  4. Köhler verstarb am 2. Juni 1924. Landtagspräsident Adelung würdigte Köhler in der 84. Plenarsitzung am 16. Juni 1924: Am 2. Juni ist der Kollege Heinrich Köhler, der Oberbürgermeister der Stadt Worms, dahingeschieden; die Ausweisung aus seiner Stadt hat er nicht verwinden können. Was sein Abgang dem hessischen Parlament und dem hessischen Volke bedeutet, brauche ich Ihnen, meine Damen und Herren, die den Verstorbenen aus jahrelanger Zusammenarbeit kannten, nicht zu schildern. Der Abg. Köhler war der Besten und Tüchtigsten einer, die je in der hessischen Volksvertretung gewirkt haben. Von 1897 bis 1901, und dann wieder von 1910 bis 1924 gehörte er dem Landtage an. Er war während dieser Zeit Vorsitzender und Mitglied der verschiedensten Ausschüsse; von 1899 bis 1901 präsidierte er dem Finanzausschuß. Zahlreiche w[i]chtige gesetzgeberische Arbeiten hat er maßgebend beeinflußt. 6 Jahre lang [...], von 1911 bis 1918, war Köhler Präsident der Zweiten Kammer der Landstände und hat an diesem Platz sich durch die strenge Rechtlichkeit und durch die Klarheit in der Führung der Geschäfte das unbedingte Vertrauen und die Anerkennung aller erworben. – Ich habe an seiner Bahre in Ihrem Namen, meine Damen und Herren, zum Ausdruck gebracht, daß der Name Köhler nicht von der Parteien Haß und Gunst verwirrt, sondern daß er feststehe in der Geschichte des hessischen Parlaments. – Seine letzte Fahrt ging zurück über den Rhein nach Worms zur Stätte, an der er 25 Jahre lang wirkte und die noch einmal zu schauen ihm verwehrt worden war. Die Stadt Worms hat ihren heimgekehrten Oberbürgermeister unter innigster Anteilnahme der gesamten Bevölkerung in einer überwältigenden Trauerfeier geehrt und ihm einen Platz in einem Ehrengrab bereitet. Das hessische Parlament wird den klugen Rat und die umfassende Sachkunde Köhlers schmerzlich vermissen. Sein Gedenken wird stets in dankbarer Erinnerung bei uns bleiben. Verhandlungen des Landtags des Volksstaates Hessen im Jahre 1921/24. Zweiter Landtag. Protokolle, Bd. 3: Nr. 84-113, S. 1796 f. Nachfolger: Karl Laufer (1885–1962; Stadtverordneter; Darmstadt).
  5. Osann verstarb am 23. Oktober 1924, dem Tag der letzten Plenarsitzung des 2. Landtages des Volksstaates Hessen. Ein Nachfolger ist daher für ihn nicht mehr eingetreten.
  6. Mandatsniederlegung aufgrund der Übernahme eines hohen Kirchenamtes in Schlesien am 4. Juli 1924. Nachfolger: August Dollinger (1873–1959; Lehrer; Alsfeld).
  7. Laufer verstarb am 5. Juni 1924. Landtagspräsident Adelung würdigte Laufer in der 84. Plenarsitzung am 16. Juni 1924: Meine Damen und Herren, am selben Tage, an dem in Darmstadt die Leidtragenden an der Bahre des Kollegen Köhler standen, am 6. Juni, ist auch der Abg. Johann Laufer in Bieber aus dem Leben geschieden. Schon seit einiger Zeit war der Entschlafene leidend. Der Kollege Laufer gehörte dem Landtage erst seit dem Jahre 1921 an, er hatte sich aber während dieser Zeit durch seine stille und zurückhaltende Art und durch sein kluges Urteil viele Freunde in diesem Hause erworben. An seinem Grabe hat im Namen des Landtages der Stellvertretende Präsident Dr. von Helmolt Worte des Gedenkens gesprochen und dem Entschlafenen die letzten Blumengrüße gewidmet. Verhandlungen des Landtags des Volksstaates Hessen im Jahre 1921/24. Zweiter Landtag. Protokolle, Bd. 3: Nr. 84-113, S. 1797. Nachfolger: Philipp Hauck (1882–1935; Nationalsozialistische Deutsche Freiheitspartei; Landwirt; Schaafheim/Kreis Dieburg)
  8. Mandatsniederlegung nach seiner Wahl in den Deutschen Reichstag am 27. Mai 1924. Nachfolger: Dr. Daniel Greiner (1872–1943; Bildhauer, Maler; Jugenheim/Bergstraße).
  9. Mandatsniederlegung am 19. Juli 1922. Nachfolgerin: Katharina Roth (1882–1967; Sprendlingen/Kreis Offenbach).
Belege
Empfohlene Zitierweise
„Rechtsruck bei Wahlen zum Hessischen Landtag, 27. November 1921“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edb/id/549> (Stand: 29.3.2019)
Ereignisse im Oktober 1921 | November 1921 | Dezember 1921
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Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde