Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Zeitgeschichte in Hessen - Daten · Fakten · Hintergründe

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Sozialdemokratische Partei Deutschlands Buchsymbol FDP Buchsymbol Landtagswahlen Buchsymbol Christlich-Demokratische Union Deutschlands Buchsymbol Ackermann, Georg Buchsymbol Appelmann, Karl Buchsymbol Arndt, Rudi Buchsymbol Arnold, Ernst Buchsymbol Arnoul, Wilhelm Buchsymbol Bareiter, Franz Buchsymbol Bauer, Wilhelm Buchsymbol Blum, Wilhelm Buchsymbol Bodenbender, Ludwig Buchsymbol Braun, Otto (1904-1986) Buchsymbol Brübach, Wilhelm Buchsymbol Buch, Georg Buchsymbol Bugert, Erwin Buchsymbol Börger, Reinhard Buchsymbol Catta, Fritz Buchsymbol Daniels, Heinz Buchsymbol Derichsweiler, Albert Buchsymbol Dey, Anton Buchsymbol Dörinkel, Wolfram Buchsymbol Ellnrode Erbach-Fürstenau, Alfred Buchsymbol Erhard, Benno Buchsymbol Euler, Adam Buchsymbol Euler, August-Martin Buchsymbol Fay, Wilhelm Buchsymbol Feick, Gustav Buchsymbol Fischer, Heinrich Buchsymbol Fleckenstein, Nikolaus Buchsymbol Franke, August Buchsymbol Franke, Gotthard Buchsymbol Fuchs, Franz Buchsymbol Gassmann, Georg Buchsymbol Geißler, Fritz Buchsymbol Gottwald, Hartwig Buchsymbol Grosser, Günther Buchsymbol Großkopf, Erich Buchsymbol Gruber, Franz (1900-1957) Buchsymbol Gärtner, Ursula Buchsymbol Göbel, Jakob Buchsymbol Hackenberg, Richard Buchsymbol Hacker, Gustav Buchsymbol Hasselbach, Willi Buchsymbol Hausen Hennig, Arno Buchsymbol Holtzmann, Ernst Buchsymbol Horn, Ruth Buchsymbol Höhne, Eitel Oskar Buchsymbol Jansen, Walter Buchsymbol Jatsch, Anton Buchsymbol Jäger, Eduard Buchsymbol Kanka, Karl Buchsymbol Kaul, Alexander Buchsymbol Keilmann, Karl Buchsymbol Kersten, Kurt Buchsymbol Kletke, Margarete Buchsymbol Kneipp, Otto Buchsymbol Kohl, Heinrich Buchsymbol Kohut, Oswald Adolph Buchsymbol Kolb, Walter Buchsymbol Kraft, Wilhelm Buchsymbol Krause, Hermann Buchsymbol Kriegseis, Jakob Buchsymbol Krämer, Gustav Buchsymbol Köcher, Josef Buchsymbol Labonte, Christian Buchsymbol Land Hessen Lippmann, Max Buchsymbol Martin, Berthold Buchsymbol Marx, Jacob Buchsymbol Meißner, Karl Buchsymbol Mengel, Karl Buchsymbol Mischnick, Wolfgang Buchsymbol Neuschwambach Obergruben Odersberg Osswald, Albert Buchsymbol Platiel, Nora Buchsymbol Ploetz, Hans von Buchsymbol Politik Preißler, Walter Buchsymbol Quanz, Friedrich Buchsymbol Raabe, Cuno Buchsymbol Radke, Olaf Buchsymbol Rodemer, Heinrich Buchsymbol Rodges Roth Rotter, Lina Buchsymbol Schauss, Ernst Buchsymbol Schmidt, Heinrich (1900-1977) Buchsymbol Schmitt, Adam Buchsymbol Schmitt, Rudi Buchsymbol Schneider, Heinrich (1900-1977) Buchsymbol Schneider, Ludwig (1893-1977) Buchsymbol Schneider, Martin Buchsymbol Schnell, Edgar Buchsymbol Schroeder, Walter Buchsymbol Schröder, Ernst Buchsymbol Selbert, Elisabeth Buchsymbol Steens Stein, Klaus Buchsymbol Steinmetz, Hans Buchsymbol Strecker, Gabriele Buchsymbol Sudheimer, Hans Buchsymbol Tag der Archive 2018 Troeger, Heinrich Buchsymbol Vogel, Josef Buchsymbol Waess, Leopold Buchsymbol Wagner, Albert Buchsymbol Wagner, Hans Buchsymbol Wahler, Hans Hermann Buchsymbol Walter, Fritz Buchsymbol Walter, Josef Buchsymbol Weber, Albert Buchsymbol Weiß, Heinrich Buchsymbol Wiesemann, Johanna Buchsymbol Winterstein, Ladislaus Buchsymbol Wittrock, Christian Buchsymbol Wittrock, Willi Buchsymbol Wöll, Karl Buchsymbol Zillbach Zinn, Georg August Buchsymbol Zinnkann, Heinrich Buchsymbol Zinnkann, Wilhelm Buchsymbol

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Wahlergebnisse in Hessen 1945–1954

Verlust der absoluten Mehrheit für die SPD bei den Landtagswahlen, 28. November 1954

Bei der Wahl zum Hessischen Landtag, an der sich 82,1 % der Wahlberechtigten beteiligen, verliert die SPD die bisherige absolute Mehrheit der Sitze. Obwohl die bisher allein regierende SPD 42,6 % der Stimmen erhält und damit gegenüber der Landtagswahl vom 19. November 1950 nur 1,8 Prozentpunkte einbüßt, erhält sie in dem von 80 auf 96 Mitglieder vergrößerten Hessischen Landtag nur 44 Sitze, während die durch eine Koalitionsaussage politisch verbundenen CDU (24,1 % / 24 Sitze) und FDP (20,5 % / 21 Sitze) zusammen 45 Mandate erreichen. Die SPD unter ihrem Vorsitzenden Georg August Zinn (1901–1976) bildet daraufhin eine Koalition mit dem GB/BHE, der 7,7 % der Stimmen und sieben Sitze im Hessischen Landtag erreicht hat. Die KPD scheitert bei ihrer letzten Landtagswahlteilnahme mit 3,4 % deutlich an der Fünf-Prozent-Hürde.

Wahlanalyse1

Wahlbeteiligung

In den Gemeinden Ellnrode (Kreis Frankenberg), Rodges, Steens, Zillbach (alle Kreis Fulda), Obergruben (Kreis Hünfeld) und Hausen (Kreis Rotenburg) wurde eine Wahlbeteiligung von 100 % erzielt. Dagegen war die Wahlbeteiligung in den Gemeinden Neuschwambach (Kreis Fulda, 42,7 %), Roth (Kreis Biedenkopf, 43,4 %) und Odersberg (Dillkreis, 43,8 %) am niedrigsten.
(OV)

Wahlergebnis der SPD

Die SPD erhielt in 16 Gemeinden keine einzige Stimme, davon lagen allein sechs im Kreis Fulda und vier im Kreis Hünfeld. Die besten Ergebnisse erzielte die Partei in Raubach (Kreis Erbach, 90 %) , Sandershausen (Kreis Kassel, 82,3 %) und Bissenberg (Kreis Gießen, 81,5 %). In den Großstädten schnitt die SPD, abgesehen von der Landeshauptstadt Wiesbaden wo es lediglich 38 % waren, immer überdurchschnittlich ab, vor allem in Offenbach am Main (48,3 %).

Wahlergebnis der CDU

Die CDU erzielte insgesamt in acht Gemeinden keine einzige Stimme, zwei davon lagen im Kreis Frankenberg (Kirchlotheim und Hüttenrode). Ihr bestes Ergebnis erzielte sie im 21-Seelen-Dorf Steens im Kreis Fulda, wo alle Wahlberechtigten der Partei ihre Stimme gaben. Weitere Höchstergebnisse konnte sie in Unterufhausen (Kreis Hünfeld, 94,3 %) und Rüdigheim (Kreis Marburg, 93,6 %) erzielen. Ihr bestes Ergebnis auf Stadtebene erzielte die Partei in der kreisfreien Stadt Fulda mit 49,9 %.

Wahlergebnis der FDP

Die FDP erhielt insgesamt in 13 Gemeinden keine einzige Stimme, davon lagen zwölf im Kreis Fulda und eine (Mengers) im Kreis Hünfeld. Bestwerte erzielte die Partei vor allem im Kreis Frankenberg, in dem sie sieben ihrer 15 besten Ergebnisse einfuhr. Ihre Höchstwerte erreichte sie in Hemmighausen (Kreis Waldeck, 80,2 %), Harbshausen (80 %) und Somplar (beide Kreis Frankenberg, 79,4 %). Ihr bestes Großstadtergebnis erreichten die Freien Demokraten in Kassel (24,8 %).

Wahlergebnis der GB/BHE

Der GB/BHE konnte bei ihrer ersten Wahlteilnahme als eigenständige Partei in insgesamt 36 Wahlbezirken keine Stimme erzielen, allein fünf davon lagen im Kreis Erbach. Ihre besten Ergebnisse konnte die Partei in Dalherda (Kreis Fulda, 51,4 %) Lettgenbrunn (Kreis Gelnhausen, 46,7 %) und Dagobertshausen (Kreis Marburg, 42,6 %). In den Großstädten schnitt die Partei allgemein unterdurchschnittlich ab, am besten noch in Wiesbaden mit 4,7 %.

Gewählte Abgeordnete

SPD

Ackermann, Georg (1897–1964); Landrat; Erbach – Wahlkreis 46: Erbach (49,8 %)
Appelmann, Karl (1915–2015); Ingenieur; Offenbach am Main – Wahlkreis 39: Stadt Offenbach am Main (48,3 %)
Arnoul, Wilhelm (1893–1964); Regierungspräsident; Neu-Isenburg – Wahlkreis 41: Offenbach-Land-West und Groß-Gerau-Ost (49,0 %)
Bodenbender, Ludwig (1891–1962); Staatsminister; Salzböden – Wahlkreis 17: Wetzlar-Nord (49,7 %)
Börger, Reinhard (1913–1972); Regierungsoberinspektor; Alsfeld – Wahlkreis 20: Alsfeld und Gießen-Land-Ost (36,0 %)
Brübach, Wilhelm (1909–2003); Landrat; Witzenhausen – Wahlkreis 6: Melsungen/Witzenhausen (49,2 %)
Buch, Georg (1903–1995); Bürgermeister; Wiesbaden – Wahlkreis 27: Stadt Wiesbaden (Vororte) (46,8 %)
Bugert, Erwin (1920–1999); Maurermeister; Viernheim – Wahlkreis 47: Bergstraße-West (38,0 %)
Daniels, Heinz (1919–1971); Angestellter; Friedberg – Wahlkreis 23: Friedberg (Ost) (44,6 %)2
Dey, Anton (1892–1973); Bürgermeister; Mühlheim am Main – Wahlkreis 40: Stadt Hanau am Main und Offenbach-Land-Ost (42,9 %)
Feick, Gustav (1904–1983); Stadtkämmerer; Darmstadt – Wahlkreis 43: Stadt Darmstadt (42,3 %)
Fischer, Heinrich (1895–1973); Staatsminister; Hanau am Main – Wahlkreis 36: Kreis Hanau-Land (49,6 %)
Franke, August (1920–1997); Baurat und Bürgermeister; Haldorf/Kreis Fritzlar-Homberg – Wahlkreis 9: Fritzlar-Homberg (46,5 %)
Fuchs, Franz (1894–1981); Landesrat; Wiesbaden – Wahlkreis 25: Stadt Wiesbaden (Ost) (32,2 %)
Gärtner, Ursula (1901–1989); Fürsorgerin; Frankfurt am Main – Wahlkreis 31: Stadt Frankfurt am Main (Nordend) (46,3 %)
Gassmann, Georg (1910–1987); Oberbürgermeister; Marbach bei Marburg; Wahlkreis 12: Stadt Marburg und Marburg-Land (Ost) (36,2 %)
Göbel, Jakob (1887–1979); Landwirt; Bad Hersfeld – Wahlkreis 8: Hersfeld und Rotenburg-West (48,4 %)
Gruber, Franz (1900–1957); Landrat; Eppertshausen – Wahlkreis 45: Dieburg (43,9 %)3
Hennig, Arno (1897–1963); Staatsminister; Wiesbaden – Wahlkreis 16: Dillkreis (38,7 %)
Höhne, Eitel Oskar (1922–1998); Jurist; Eltmannshausen – Wahlkreis 7: Eschwege und Rotenburg (Ost) (47,8 %)
Horn, Ruth (1908–1987); Lehrerin; Darmstadt-Eberstadt – Landesergänzungsliste (3)
Köcher, Josef (1907–1997); Landrat; Kassel – Wahlkreis 2: Wolfhagen und Kassel-Land-Süd (55,2 %)
Kolb, Dr. Walter (1902–1956); Oberbürgermeister; Frankfurt am Main – Wahlkreis 35: Stadt Frankfurt am Main (westliche Vororte) (49,8 %)4
Krämer, Gustav (als Nachfolger von Christian Stock) (1909–1991); Regierungsamtmann; Traisa/Kreis Darmstadt; Wahlkreis 44: Darmstadt-Land (50,0 %)
Kriegseis, Jakob (1885–1968); Rentner; Frankfurt am Main – Wahlkreis 32: Stadt Frankfurt am Main (südlich des Mains) (44,8 %)
Lippmann, Max (1906–1966); Journalist; Wiesbaden – Wahlkreis 26: Stadt Wiesbaden (West) (37,6 %)
Meißner, Karl (1890–1965); Gewerkschaftssekretär; Oberursel (Taunus) – Wahlkreis 29: Obertaunuskreis (38,2 %)
Osswald, Albert (1919–1996); Bürgermeister; Gießen-Wieseck – Wahlkreis 19: Stadt Gießen und Gießen-Land (Ost) (43,7 %)
Platiel, Nora (1896–1979); Landgerichtsdrektorin; Kassel – Landesergänzungsliste (9)
Rotter, Lina (1892–1975); Hausfrau; Frankfurt am Main – Wahlkreis 33: Stadt Frankfurt am Main (Nordost) (47,3 %)
Schmitt, Adam (1904–1982); Bürgermeister; Rimbach/Odenwald – Wahlkreis 48: Bergstraße-Ost (40,5 %)
Schmitt, Rudi (geb. 1928); Lehrer; Frankfurt am Main – Wahlkreis 34: Stadt Frankfurt am Main (Nordwest) (47,0 %)
Schneider, Heinrich (1905–1980); Angestellter – Wahlkreis 11: Biedenkopf und Marburg-Land-West (46,0 %)
Selbert, Dr. Elisabeth (1896–1986); Rechtsanwältin; Kassel – Wahlkreis 4: Stadt Kassel-West (38,8 %)
Sudheimer, Hans (1920–1987); Bürgermeister; Biebesheim – Wahlkreis 42: Groß-Gerau-West (50,4 %)
Troeger, Dr. Heinrich (1901–1975); Staatsminister; Wiesbaden – Wahlkreis 37: Gelnhausen (37,8 %)5
Wagner, Albert (1885–1974); Staatsminister a.D.; Fürfurt an der Lahn – Wahlkreis 18: Oberlahnkreis und Wetzlar-Süd (42,2 %)
Weber, Albert (1919–2008); Stadtinspektor; Grebenstein – Wahlkreis 1: Hofgeismar und Kassel-Land-Nord (46,4 %)
Weiß, Heinrich (1893–1966); Mechaniker; Hofheim am Taunus – Wahlkreis 28: Main-Taunus-Kreis (43,3 %)
Wittrock, Willi (1898–1966); Stadtrat a.D.; Kassel – Wahlkreis 5: Stadt Kassel-Ost (53,6 %)
Wöll, Karl (1903–1972); Gewerkschaftssekretär; Frankfurt am Main – Wahlkreis 30: Stadt Frankfurt am Main (Innenstadt) (43,9 %)
Zinn, Dr. Georg August (1901–1976); Ministerpräsident; Wiesbaden – Landesergänzungsliste (1)
Zinnkann, Heinrich (1885–1973); Staatsminister; Wiesbaden – Wahlkreis 22: Usingen und Friedberg (West) (45,8 %)
Zinnkann, Wilhelm (1915–1997); Behördenangestellter; Büdingen – Wahlkreis 38: Büdingen (44,7 %)

CDU

Bauer, Wilhelm (1890–1965); Installateurmeister; Wiesbaden – Landesergänzungsliste (9)
Blum, Wilhelm (1894–1972); Buchdrucker; Oberfeld/Kreis Hünfeld – Landesergänzungsliste (20)
Erhard, Benno (1923–2011); Gerichtsreferendar; Bad Schwalbach – Wahlkreis 24: Rheingaukreis und Untertaunuskreis (34,7 %)
Fay, Dr. Wilhelm (1911–1980); Landgerichtsrat; Frankfurt am Main – Landesergänzungsliste (1)
Fleckenstein, Nikolaus (1906–1979); Chemowerker; Frankfurt am Main – Landesergänzungsliste (3)
Großkopf, Dr. Erich (1903–1977); Steuerberater; Herborn – Landesergänzungsliste (2)
Hackenberg, Richard (1909–1995); Angestellter; Frankfurt am Main – Landesergänzungsliste (6)
Holtzmann, Dr. Ernst (1902–1996); Stadtrechtsrat; Darmstadt – Landesergänzungsliste (19)
Jäger, Eduard (1894–1970); Landrat; Limburg – Wahlkreis 21: Limburg (53,9 %)
Jansen, Walter (1899–1969); Landrat; Schlüchtern – Wahlkreis 15: Hünfeld und Lauterbach (36,7 %)
Kanka, Dr. Karl (1904–1974); Rechtsanwalt; Offenbach am Main – Landesergänzungsliste (10)6
Krause, Dr. Hermann (1908–1988); Bürgermeister; Hanau am Main – Landesergänzungsliste (16)
Labonte, Christian (1899–1992); Verwalter; Johannisberg/Rheingau – Landesergänzungsliste (18)
Martin, Dr. Berthold (1913–1973); Medizinalrat; Gießen – Landesergänzungsliste (11)7
Marx, Jacob (1926–1992); Geschäftsführer; Rüsselsheim am Main – Landesergänzungsliste (15)
Mengel, Karl (1900–1975); Landwirt und Bürgermeiter; Rosenthal – Landesergänzungsliste (5)
Raabe, Cuno (1888–1971); Oberbürgermeister; Fulda – Wahlkreis 14: Stadt Fulda und Fulda-Land (Nord) (57,1 %)
Schmidt, Heinrich (1900–1977); Schlosser; Ewersbach/Dillkreis – Landesergänzungsliste (13)
Schnell, Dr. Edgar (1896–1974); Schriftsteller; Eschwege – Landesergänzungsliste (17)
Steinmetz, Dr. Hans (1908–1987); Min.-Direktor; Dieburg – Landesergänzungsliste (12)8
Strecker, Dr. Gabriele (1904–1983); Leiterin des Frauenfunks; Bad Homburg vor der Höhe – Landesergänzungsliste (4)
Vogel, Josef (1893–1982); Landwirt und Bürgermeister; Hamerz/Kreis Fulda – Wahlkreis 13: Schlüchtern und Fulda-Land (Süd) (45,1 %)
Wagner, Dr. Hans (1915–1996); Studienrat; Heppenheim an der Bergstraße – Landesergänzungsliste (8)
Wiesemann, Johanna (1894–1975); Hausfrau; Biedenkopf – Landesergänzungsliste (14)

FDP

Braun, Otto (1904–1986); Fabrikant; Melsungen – Landesergänzungsliste (16)
Catta, Fritz (1886–1968); Architekt; Kassel-Wilhelmshöhe – Landesergänzungsliste (5)
Dörinkel, Dr. Wolfram (1907–1975); Rechtsanwalt; Wiesbaden – Landesergänzungsliste (9)
Euler, Adam (1919–1971); Marmorschleifer; Altengronau/Kreis Schlüchtern – Landesergänzungsliste (13)9
Euler, August Martin (1908–1966); Rechtsanwalt und Notar; Bad Hersfeld – Landesergänzungsliste (1)10
Grosser, Günther (1917–1988); Verbandsgeschäftsführer; Frankfurt am Main – Landesergänzungsliste (18)
Hasselbach, Willi (1922–2004); Landwirt; Steckenroth/Untertaunus – Landesergänzungsliste (14)
Keilmann, Dr. phil. Karl (1900–1975); Rechtsanwalt und Notar; Lampertheim – Landesergänzungsliste (10)
Kletke, Grete (1892–1987); Hausfrau; Eschwege – Landesergänzungsliste (3)
Kneipp, Dr. Otto (1884–1965); Dipl.-Landwirt und Hauptgeschäftsführer; Bad Homburg vor der Höhe – Landesergänzungsliste (4)
Kohl, Heinrich (1912–1984); Landrat; Frankenberg (Eder) – Wahlkreis 10: Frankenberg und Ziegenhain (36,0 %)
Kohut, Dr. Oswald Adolf Herm. (1901–1977); Fabrikant; Langen – Landesergänzungsliste (6)11
Kraft, Wilhelm (1892–1962); Bäckermeister; Kassel – Landesergänzungsliste (7)
Mischnick, Wolfgang (1921–2002); Angestellter; Frankfurt am Main – Landesergänzungsliste (11)12
Ploetz, Hans von (1904–1993); Obstgärtner; Arolsen – Wahlkreis 3: Waldeck (36,7 %)13
Rodemer, Heinrich (1908–1980); Chefredakteur; Darmstadt – Landesergänzungsliste (8)
Schauß, Ernst (1906–1972); Dipl.-Handelslehrer; Braunfels – Landesergänzungsliste (15)
Schneider, Dr. Ludwig (1893–1977); Oberbürgermeister a.D.; Kassel – Landesergänzungsliste (12)
Schröder, Dr. h.c. Ernst (1893–1976); Versicherungsdirektor; Wiesbaden – Landesergänzungsliste (2)
Waess, Leopold (1908–1994); Fotohändler und Innungsobermeister; Limburg an der Lahn – Landesergänzungsliste (17)
Walter, Fritz (1896–1977); Landwirt; Wanfried – Landesergänzungsliste (19)14

GB/BHE

Franke, Gotthard (1912–1975); Stadtrat; Mainzlar – Landesergänzungsliste (1)
Hacker, Gustav (1900–1979); Oberregierungsrat; Wiesbaden – Landesergänzungsliste (2)15
Jatsch, Anton (1909–1996); Masch.-Ingenieur; Bensheim – Landesergänzungsliste (5)
Kaul, Dr. Alexander (1901–1972); Behörden-Angestellter; Bensheim – Landesergänzungsliste (4)
Preißler, Dr. Walter (1915–2005); Jurist; Fellingshausen – Landesergänzungsliste (7)16

Stein, Klaus (1890–1974); Handlungsbevollmächtigter; Fulda – Landesergänzungsliste (3)

Walter, Josef (1893–1966); freier Schriftsteller; Wiesbaden – Landesergänzungsliste (6)
(OV/LV)


  1. Erarbeitet auf Grundlage von Informationen des Hessischen Statistischen Landesamtes.
  2. Daniels legte sein Landtagsmandat am 30. September 1956 nieder. Für ihn rückte am 9. Oktober 1956 der Arbeitsrechtler Olaf Radke (1922–1972) aus Offenbach am Main nach (Landesergänzungsliste, Platz 10).
  3. Gruber verstarb am 5. November 1957. Landtagspräsident Zinnkann gedachte ihm in der 51. Plenarsitzung am 27. November 1957: Am 5. dieses Monats ist das Mitglied dieses Hauses, unser Kollege Franz Gruber, verstorben. [...] Herr Kollege Gruber hat seit dem 3. Januar 1951 dem Hessischen Landtag angehört. Er ist im Alter von 57 Jahren – also bei den heutigen Lebenserwartungen frühzeitig – verstorben. Wir haben nicht geglaubt, daß dieser Mann mit seiner wuchtigen Erscheinung so rasch von uns gehen müßte. Wir wissen, daß er ein geschätztes Mitglied unseres Hauses gewesen ist. Besonders im Haushaltausschuß und im Plenum konnte er seine Fähigkeiten, die er sich sowohl als Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Eppertshausen wie auch als Kreisrechner und später als Landrat des Kreises Dieburg erworben hatte, nutzbringend verwerten. In seiner Heimatgemeinde Eppertshausen wurde er unter starker Beteiligung der Bevölkerung beigesetzt. Ich habe in Ihrem Auftrag an seinem Grabe Worte ehrenden Gedenkens gesprochen. Hessische Parlamentarismusgeschichte: Drucksachen des Hessischen Landtags, III. Wahlperiode, Abt. III, Bd. 3, S. 1829 (eingesehen am 28.11.2022). Für ihn rückte am 11. November 1957 der Bürgermeister Ladislaus Winterstein (1905–1964) aus Hattersheim am Main nach (Landesergänzungsliste, Platz 11).
  4. Kolb verstarb am 20. September 1956. Landtagspräsident Zinnkann gedachte ihm in der 32. Plenarsitzung am 26. September 1956: In der Nacht zum Donnerstag ist unser verehrter Kollege, der Frankfurter Oberbürgermeister Dr. Walter Kolb, [...] aus diesem Leben geschieden. Sein Ableben hat im In- und Ausland Beachtung und Teilnahme ausgelöst. In Wort und Schrift wurden sein Wirken und sein Schaffen gewürdigt. Erlassen Sie es mir daher, daß ich heute von hier aus noch einmal ein Lebensbild unseres Kollegen zeichne. Am Sonntag fand die Trauerfeier in der Paulskirche in Frankfurt am Main statt. Ich habe dort namens des Landtags Walter Kolb Worte des Gedenkens nachgerufen. Wir haben ihn dann von der Paulskirche nach dem Frankfurter Hauptfriedhof geleitet, wo ihm die Stadt Frankfurt gegenüber dem Grabmal des früheren Frankfurter Oberbürgermeisters Dr. Miquel eine würdige Ruhestätte bereitet hat. Möge er dort von seiner Arbeit in Frieden ausruhen. Hessische Parlamentarismusgeschichte: Drucksachen des Hessischen Landtags, III. Wahlperiode, Abt. III, Bd. 2, S. 1195 (eingesehen am 28.11.2022). Für ihn rückte am 25. September 1956 der Angestellte Rudi Arndt (1927–2004) aus Frankfurt am Main nach.
  5. Infolge seines Wechsels zur Deutschen Bundesbank legte Troeger sein Mandat am 3. Februar 1958 nieder. Für ihn rückte am 7. Februar 1958 der Geschäftsführer Christian Wittrock (1882–1967) aus Kassel-Brasselberg nach (Landesergänzungsliste, Platz 18).
  6. Kanka legte sein Mandat am 9. Juli 1958 nieder. Für ihn rückte am 15. Juli 1958 der Stadtrat a.D. Friedrich Quanz (1892–1968) aus Kassel-Kirchditmold nach (Landesergänzungsliste, Platz 24).
  7. Martin errang 1957 ein Mandat im Deutschen Bundestag und legte deshalb sein Landtagsmandat am 27. November 1957 nieder. Für ihn rückte der Werbeberater Hartwig Gottwald (geb. 1917) aus Wiesbaden nach (Landesergänzungsliste, Platz 22).
  8. Steinmetz wurde 1956 zum Staatssekretär im Bundespostministerium in Bonn ernannt und legte deshalb am 30. Juni 1956 sein Landtagsmandat nieder. Für ihn rückte am 14. Juli 1956 der Forstwirt Alfred Graf zu Erbach-Fürstenau (1905–1988) aus Krähberg (Odenwald) nach (Landesergänzungsliste, Platz 21).
  9. Euler legte sein Mandat am 9. April 1958 nieder. Für ihn rückte am 14. April 1958 der Textilkaufmann Hans-Hermann Wahler (1909–1984) aus Fulda nach (Landesergänzungsliste, Platz 33).
  10. Euler legte sein Mandat bereits am 7. Januar 1955 nieder. Für ihn rückte am 11. Januar 1955 der Geschäftsführer Dr. Albert Derichsweiler (1909–1997) aus Frankfurt am Main nach (Landesergänzungsliste, Platz 20).
  11. Kohut errang bei der Bundestagswahl 1957 ein Mandat für den Deutschen Bundestag und legte sein Landtagsmandat am 10. Oktober 1957 nieder. Für ihn rückte am 14. Oktober 1957 der Angestellte Walter Schroeder (1894–1976) aus Frankfurt am Main nach (Landesergänzungsliste, Platz 21).
  12. Nach seiner Wahl in den Deutschen Bundestag legte Mischnick sein Landtagsmandat am 10. Oktober 1957 nieder. Für ihn rückte am 14. Oktober 1957 der Bürgermeister Fritz Geißler (1903–1960) aus Bad Nauheim nach (Landesergänzungsliste, Platz 22).
  13. Ploetz legte sein Mandat am 19. April 1956 nieder. Für ihn rückte am 26. April 1956 der Veterinärrat Dr. Ernst Arnold (1903–1966) aus Korbach nach.
  14. Walter errang bei den Bundestagswahlen 1957 ein Mandat für den Deutschen Bundestag und legte daraufhin sein Landtagsmandat am 10. Oktober 1957 nieder. Für ihn rückte am 14. Oktober 1957 der Geschäftsführer Franz Bareiter (1903–1985) aus Steinheim am Main nach (Landesergänzungsliste, Platz 24).
  15. Hacker legte sein Mandat im Zuge der Ernennung zum Hessischen Minister für Landwirtschaft und Forsten am 15. Januar 1955 nieder. Für ihn rückte am 18. Februar 1955 der Diplom-Kaufmann Martin Schneider (1892–1967) aus Korbach nach (Landesergänzungsliste, Platz 8).
  16. Preißler legte sein Mandat am 9. März 1955 nieder, nachdem er zum Staatssekretär im Hessischen Innenministerium ernannt worden war. Für ihn rückte der Rechtsanwalt Kurt Kersten (1901–1967) aus Altmorschen nach (Landesergänzungsliste, Platz 10).
Belege
Weiterführende Informationen
Empfohlene Zitierweise
„Verlust der absoluten Mehrheit für die SPD bei den Landtagswahlen, 28. November 1954“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edb/id/173> (Stand: 28.11.2022)
Ereignisse im Oktober 1954 | November 1954 | Dezember 1954
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Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde