Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Zeitgeschichte in Hessen - Daten · Fakten · Hintergründe

Neuwahlen zum Hessischen Landtag, 15. November 1931

Bei den verschobenen Neuwahlen zum Landtag des Volksstaates Hessen (5. Wahlperiode) entfallen 37,1 Prozent der Stimmen auf die NSDAP, die damit stärkste Kraft wird und 27 von 70 Mandaten erhält. Hinter ihr platziert sich die SPD mit 21,4 Prozent (15 Sitze). Es folgen die Deutsche Zentrumspartei (DZP) mit 14,3 Prozent (zehn Sitze) und die KPD mit 13,6 Prozent (ebenfalls zehn Sitze). Unter den übrigen kleineren Parteien ist der Hessische Bauernbund (unter dem Namen »Hessisches Landvolk«) am erfolgreichsten und erzielt ein Ergebnis von 2,6 Prozent (zwei Sitze). Die Stimmanteile fünf weiterer in den Landtag einziehender kleiner Parteien bewegen sich zwischen 1,4 und 2,3 Prozent. Sie erhalten jeweils einen Sitz im Landtag. Mehr als 80 Prozent der Wahlberechtigten nehmen ihr Recht zur Stimmabgabe wahr.

Unter den in den Landtag einziehenden Abgeordneten der erstmals nach 1924 wieder angetretenen NSDAP befindet sich auch der spätere Stellvertreter von Reinhard Heydrich (1904–1942) in der Führung des Sicherheitsdienst des Reichsführers-SS (SD) und deutsche Statthalter in Dänemark, Werner Best (1903–1989).
(OV/KU)

Belege
Weiterführende Informationen
Empfohlene Zitierweise
„Neuwahlen zum Hessischen Landtag, 15. November 1931“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edb/id/694> (Stand: 28.2.2018)
Ereignisse im Oktober 1931 | November 1931 | Dezember 1931
So.Mo.Di.Mi.Do.Fr.Sa.So.Mo.Di.Mi.Do.Fr.Sa.So.Mo.Di.Mi.Do.Fr.Sa.So.Mo.Di.Mi.Do.Fr.Sa.So.Mo.
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde