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Hessische Biografie

Portrait

Leo von Savigny
(1863–1910)

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GND-Nummer

117022071

Savigny, Leo von [ID = 9536]

* 19.6.1863 Brüssel, † 10.5.1910 Münster, Begräbnisort: Schloss Trages
Prof. Dr. jur. – Jurist, Professor
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Andere Namen

Weitere Namen:

  • Savigny, Leo Gervasius von
Wirken

Werdegang:

  • 1880 Reifeprüfung in Ellwangen
  • seit 1881 Studium der Philosophie und Rechtswissenschaften sowie der europäischen Rechtsgeschichte in Würzburg, dann in München und Bonn
  • Mai 1885 erste juristische Staatsprüfung am Oberlandesgericht Köln
  • 21.6.1885 Promotion zum Dr. jur. in Göttingen
  • ein Jahr lang Referendar im Bezirk des Oberlandesgerichts Kassel
  • ab 1.10.1891 ordentlicher Professor für Staatsrecht, Rechtsgeschichte und deutsches Privatrecht an der Universität Freiburg (Schweiz)
  • 1895/96 Rektor an der Universität Freiburg (Schweiz)
  • 21.2. zum 1.4.1898 außerordentlicher Professor des Staats- und Verwaltungsrechts an der Universität Göttingen
  • 15.10.1900 Hilfsarbeiter im preußischen Kultusministerium
  • 21.8. zum 1.10.1901 ordentlicher Professor an der Universität Marburg für Staats-, Verwaltungs-, Kirchen- und Völkerrecht
  • 12.6.1902 neu begründetes Ordinariat in Marburg
  • 6.7. zum 1.10.1902 Versetzung nach Münster als etatmäßiger Ordinarius mit Lehrauftrag für Staats-, Verwaltungs-, Kirchen- und Völkerrecht
  • 1904/05 Rektor der Universität Münster
  • 1907 Ernennung zum Geheimen Regierungsrat
  • 1.9.1909 Mitglied des Herrenhauses auf Lebenszeit

Funktion:

  • Preußen, Landtag, Herrenhaus, Mitglied, 1909-1910

Studium:

  • seit 1881 Studium der Philosophie und Rechtswissenschaften sowie der europäischen Rechtsgeschichte in Würzburg, dann in München und Bonn

Akademische Qualifikation:

  • 21.6.1885 Promotion zum Dr. jur. in Göttingen

Akademische Vita:

  • Freiburg(Schweiz), Universität / Juristische Fakultät / Staatsrecht, Rechtsgeschichte und deutsches Privatrecht / ordentlicher Professor / ab 1.10.1891
  • Marburg, Universität / Juristische Fakultät / Staats-, Verwaltungs-, Kirchen- und Völkerrecht / ordentlicher Professor / 21.8. zum 1.10.1901
  • Münster, Universität / Juristische Fakultät / Staats-, Verwaltungs-, Kirchen- und Völkerrecht / etatmäßiger ordentlicher Professor / 6.7. zum 1.10.1902

Akademische Ämter:

  • 1895/96 Rektor an der Universität Freiburg (Schweiz)
  • 1904/05 Rektor der Universität Münster

Werke:

  • Die Friedenspräsenz des deutschen Heeres (1887)
  • Die französischen Rechtsfakultäten im Rahmen der neueren Entwicklung des Hochschulwesens (1897)
  • Das Naturrechtsproblem und die Methode seiner Lösung (1901)
  • Das Bild des modernen Parlamentarismus (1904)
  • Vom Wesen des modernen Völkerrechts (1905)
  • Des Zentrums Wandlung und Ende (1907)
  • Das parlamentarische Wahlrecht im Reiche und in Preußen und seine Reform (1907)

Lebensorte:

  • Köln; Göttingen; Kassel; Freiburg (Schweiz); Marburg; Münster
Familie

Vater:

Savigny, Karl Friedrich von, 19.9.1814 in Berlin, † 11.2.1875 in Frankfurt am Main, preußischer Diplomat und katholischer Politiker, trug zur Bildung der Zentrumspartei bei

Mutter:

Arnim-Boitzenburg, Freda Sophie Karoline Marie von

Partner:

  • Amelunxen, Maria Freiin von, 1882-1957, Heirat 1905, Tochter des August Freiherr von Amelunxen, Generalleutnant z.D., und der Wilhelmine Freiin Spiegel von und zu Peckelsheim

Verwandte:

  • Savigny, Karl von <Bruder>, * 25.5.1855 in Karlsruhe † 6.11.1928 auf Gut Trages bei Gelnhausen, Majoratsherr in Hessen, preußischer Beamter als Landrat von Büren, deutscher Politiker der Zentrumspartei
Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Savigny, Leo von“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/117022071> (Stand: 19.6.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde