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Hessische Biografie

Portrait

Werner III. Graf von Battenberg
(belegt 1238–11.9.1277?)

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GND-Nummer

1107194725

Battenberg, Werner III. Graf von [ID = 5949]

† 11.9.1277?, belegt 20.7.1238–20.3.1277
Graf, Deutschordensritter, Komtur, Deutschmeister des Deutschen Ordens
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • 1238 Graf von Battenberg
  • 1249 Deutschordensbruder in Preußen
  • 1250 Deutschordensbruder in Marburg
  • 1252 Deutschordenskomtur in Marburg
  • 1257 Deutschordenskomtur in Balga/Preußen
  • 1260 Deutschordensbruder in Marburg
  • 1262 Deutschordensmarschall in Preußen
  • 1266-1271 Deutschmeister
  • 1271-1272 Deutschordenskomtur der Ballei Elsass-Burgund
  • 1273 Deutschordensbruder in Sachsenhausen bei Frankfurt
Familie

Vater:

Battenberg, Widukind I. Graf von, Graf von Wittgenstein

Verwandte:

Nachweise

Quellen:

Literatur:

Leben

Werner III. war vermutlich der dritte und jüngste Sohn Graf Widukinds I. von Battenberg. Nach dessen Tod kurz nach 1234 scheint er von seinen älteren Brüdern Siegfried I. und Widukind II. zunächst in gewissem Umfang an der Regierung der von ihrem Vater übernommenen Grafschaften Wittgenstein und Battenberg beteiligt worden zu sein. Jedenfalls tritt er 1238 beim Verkauf der halben Grafschaft Battenberg an die Mainzer Erzbischöfe als Mitaussteller auf. Die um 1243 erfolgte Aufteilung der beiden Grafschaften unter Siegfried I. (Wittgenstein) und Widukind II. (Battenberg) bot ihm dann jedoch wohl keine Möglichkeit einer Regierungsbeteiligung mehr. Es war daher naheliegend, ihn für den geistlichen Stand vorzusehen. Die Gründe, warum er dabei das Deutschordenshaus in Marburg der von seinen Vorfahren gegründeten Johanniterkommende in Wiesenfeld vorzog, sind nicht bekannt. Möglicherweise waren die Beziehungen zum Landgrafenhaus hierfür ausschlaggebend. Bereits 1249 wurde Werner von Battenberg als Deutschordensbruder nach Preußen versetzt, kehrte jedoch schon 1250 wieder nach Marburg zurück, wo er 1252 als Komtur belegt ist. Häufige Wechsel zwischen Marburg und Preußen zeichnen auch die folgenden Jahre seiner Ordenszeit aus: 1257 ist er Komtur in Balga, 1260 erneut Deutschordensbruder in Marburg, 1262 Landmarschall in Preußen. 1266 stieg er schließlich zum Deutschmeister auf. Nach dem Rückzug aus diesem Amt im Jahr 1271 war Werner von Battenberg bis 1272 Komtur der Ballei Elsass-Burgund, bevor er 1273 als einfacher Deutschordensbruder in das Deutschordenshaus Sachsenhausen bei Frankfurt eintrat. Hier verbrachte er wahrscheinlich die letzten Jahre seines Lebens. Werner von Battenberg ist letztmalig 1277 belegt. Sein Todestag ist der 11. September.

Matthias Seim

Das Biogramm bei Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Band 3: Dienerbuch S. 10 steht als PDF-Datei bereit.

Otto Volk

Zitierweise
„Battenberg, Werner III. Graf von“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/1107194725> (Stand: 20.7.2016)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde