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Hessische Biografie

Portrait

Leopold Landgraf von Hessen-Kassel
(1684–1704)

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Hessen-Kassel, Leopold Landgraf von [ID = 15596]

* 30.12.1684 Kassel, † 10.9.1704 Stuttgart, Begräbnisort: Kassel 2.10.1704
Landgraf
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Familie

Vater:

Hessen-Kassel, Karl Landgraf von, 1654–1730, regiert unter Vormundschaft 1670, selbständig 1677 als Landgraf von Hessen-Kassel

Mutter:

Kurland, Marie Amelia Herzogin von, 1653–1711

Verwandte:

Nachweise

Literatur:

Leben

Die Namenswahl und die Patenschaft des Kaisers bei dem zu Jahresende 1684 geborenen Landgrafen-Sohn stehen für eine Hinwendung der Kasseler Politik zum Wiener Hof. Zusammen mit dem jüngeren Bruder Ludwig wurde Leopold unter Leitung ihrer Hofmeister Friedrich Wilhelm von Lüderitz und Kurt von der Malsburg 1703 in die verbündeten Niederlande geschickt, wo die älteren Brüder bereits im Kriegseinsatz standen. Die Prinzen besuchten zunächst die Universität Utrecht und die oranische Kriegsschule in Den Haag. Leopold hatte bereits zu Jahresbeginn seine Bestallung als Chef der durch den Tod von Bruder Karl freigewordenen Kompanie und Oberst eines Regiments Fußknechte erhalten. Mit Bruder Ludwig nahm er unter Erbprinz Friedrich im August 1704 an der Schlacht von Höchstädt teil. Er überlebte diesen Einsatz zwar unverletzt, erlag jedoch – von den Strapazen des Feldzuges völlig entkräftet – rund vier Wochen später in Stuttgart einem Fieber.

Holger Th. Gräf

(Text identisch mit: Franz, Das Haus Hessen, S. 123)

Zitierweise
„Hessen-Kassel, Leopold Landgraf von“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/bio/id/15596> (Stand: 3.10.2020)
 
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