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Hessische Biografie

Portrait

Christoph Ludwig Motz
(1665–1742)

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Motz, Christoph Ludwig [ID = 10739]

* 8.12.1665 Kassel, † 1742 Bremen
Offizier
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Andere Namen

Weitere Namen:

  • Mots, Christoph Ludwig
Wirken

Werdegang:

  • 1681 Kadett bei der fürstlich-hessischen Leibgarde zu Fuße
  • 1690 Leutnant beim von Schwerinischen Regiment
  • 1692 Hauptmann
  • 1704 Oberstleutnant bei dem Stückradischen Füsilierregiment
  • 1709 Oberbefehlshaber desselben
  • 1713-1742 Kommandant der Reichsstadt Bremen

Lebensorte:

  • Bremen
Familie

Vater:

Motz, Johann Christian, * 11.3.1604 Witzenhausen, † 3.2.1683 Kassel

Mutter:

Homberg zu Vach, Elisabeth, 1631-1674, Tochter des Philipp Homberg zu Vach, Hessen-Kasselischer Ober-Salzgraf

Partner:

  • Köhne, Lucie Margarethe, Heirat 18.6.1715, Tochter des Werner Köhne, Bürgermeister in Bremen und der Anne von Aschen

Verwandte:

  • Motz, Werner Christian <Sohn, * 4.5.1724, Advokat in Bremen, verheiratet (02.03.1751) mit Marie Hüneke, † 1757, Tochter des Sekretärs Henrich Hüneke, Witwe des Dr. med. Johann Friedrich de Hase>
Leben

Christoph Ludwig Motz wurde am 8. Dezember 1665 in Kassel als Sohn des bekannten Kasseler Festungs-Kommandanten Johann Christian Motz und dessen zweiter Ehefrau Elisabeth, geb. Homberg zu Vach, geboren.

Er begab sich bereits in seinem sechzehnten Lebensjahr mit Einwilligung seiner Eltern in den Kriegsdienst, obwohl diese für ihn eine akademische Laufbahn vorgesehen hatten.

1681 wurde er zum Kadett bei der fürstlich-hessischen Leibwacht zu Fuße befördert, zwei Jahre später zum Führer und wiederum zwei Jahre später zum Sergeant. Sein erster Feldzug ging 1687 nach Ungarn mit dem oberrheinischen Kreis-Regiment. 1690 wurde er im Schwerinischen Regiment Leutnant und 1692 Hauptmann. Zehn Jahre später diente er als Major in einem Füsilierregiment, 1704 als Obrist-Leutnant, und 1709 war er als Nachfolger des Oberst von Stückrad zum Oberbefehlshaber desselben aufgestiegen.

Bei der Schlacht von Castiglione 1706 war er zeitweise in Gefangenschaft geraten.

Nachdem der Rat der Stadt Bremen den Landgrafen von Hessen-Kassel um die Überlassung eines kriegserfahrenen Kommandanten gebeten hatte, wurde Motz zur Besetzung dieses Amtes dispensiert, wobei ihm jedoch sein Regiment und sein militärischer Rang für einige Jahre offen gehalten wurden, sollte er sich zur Rückkehr entschließen.

Am 18. Juni 1715 heiratete er dort Lucie Margarethe Köhne, die Tochter des Bremer Bürgermeisters. Am 4.5.1724 wurde ihr einziger Sohn, Werner Christian Motz, ein späterer Bremer Advokat, geboren.

Nach acht Jahren schwerer Krankheit starb Christoph Ludwig 1742 in Bremen.

(Quelle: Leichenpredigt des Nicolaus Nonnen vom 16.8.1742)

Zitierweise
„Motz, Christoph Ludwig“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/1025209524> (Stand: 12.9.2016)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde