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Hessische Biografie

Portrait


(um 800–875)

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Brunwart II. [ID = 9722]

* um 800, † 21.1.875 Hersfeld heute Bad Hersfeld, belegt 31.10.843, katholisch
Mönch, Chorbischof, Abt
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Andere Namen

Weitere Namen:

  • Brunwart
  • Brunuuardus
  • Brunward
  • Mainz, Brunwart II. von
  • Mainz, Chorbischof Brunwart II. von
  • Hersfeld, Brunwart II. von
  • Hersfeld, Abt Brunwart II. von
Wirken

Werdegang:

  • um 800: Geburt und Kindheit wohl in adligem Hause einer unbekannten Region
  • Nach 800: offenbar schon als Knabe Eintritt in die Benediktinerabtei Fulda, wo er die angesehene Schule von Hrabanus Maurus besuchte.
  • Um 820/30: zumindest wurde Brunwart spätestens in dessen Abbatiat Fuldaer Mönch.
  • Vor 840: als solcher dann Aufstieg zum Mainzer Chorbischof (so E. Ziegler)
  • spätsommer 840: als Brunwart II. Wahl zum Abt der benediktinischen Reichsabtei Hersfeld nach dem Tod des dortigen Abtes Bun († 30.7.840)
  • 31.10.843: Erstbeleg Brunwarts II. als Abt in zwei Diplomen König Ludwigs des Deutschen, der an diesem Tag in Hersfeld weilte.
  • 845: Schlichtung des Zehntstreits mit Mainz durch ein vom König einberufenes Schiedsgericht seiner bischöflichen und gräflichen Beauftragten zugunsten Hersfelds, wobei man aber dem Erzbischof den kanonischen Zehntanteil zugestand.
  • 840-853: Demgegenüber ruhte ein ebenfalls schon unter Abt Bun ausgebrochener Konflikt mit dem Bistum Halberstadt um die Hersfelder Zehnten im ostsächsischen Hassegau und Friesenfeld, da in Halberstadt der ehemalige Fuldaer und Hersfelder Schulmeister Haimo Bischof war und keine Ansprüche gegen seine alte Heimat Hersfeld mehr erhob.
  • 28.10.850: Weihe der 831 unter Vorgängerabt Bun begonnenen und dann von Brunwart II. vollendeten neuen Hersfelder Klosterkirche („Bun-Kirche“) durch den nunmehrigen Mainzer Erzbischof Hrabanus Maurus, der auch Widmungsgedichte für die neun Altäre verfasste.
  • 21.1.875: Tod Abt Brunwarts II.

Funktion:

  • Mainz, Chorbischof, -0840
  • Hersfeld, Abt, 0840-0875

Netzwerk:

  • Hrabanus Maurus <Lehrer>

Lebensorte:

  • Fulda; Mainz; Hersfeld, heute Bad Hersfeld
Nachweise

Quellen:

Literatur:

Zitierweise
„Brunwart II.“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/bio/id/9722> (Stand: 21.1.2020)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde