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Hessische Biografie

Portrait

Johann Christian Prinz
(1801–1849)

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Weitere Informationen

GND-Nummer

1053547676

Prinz, Johann Christian [ID = 2514]

* 29.11.1801 Darmstadt, † 24.5.1849@ermordet Oberlaudenbach, Begräbnisort: Darmstadt, evangelisch
Jurist, Kreisrat, Regierungskommissar
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • stud.jur.
  • 1827 Sekretär der Visiationskommission
  • 1832 Kreissekretär in Darmstadt
  • 1834 Ministerialsekretär im Ministerium des Inneren und der Justiz
  • 1841 Geheimer Sekretär beim Ministerium des Innern, Regierungsrat
  • 1842 Kreisrat in Gießen
  • 1846 Provinzialkommissär für die Provinz Oberhessen
  • 1848 Dirigent bei der Regierungskommission (=Kreisrat, Regierungsdirektor) des Regierungsbezirkes Heppenheim
Familie

Vater:

Prinz, Bernhard, 1773-1837, Sattler in Darmstadt

Mutter:

Geyer, Anna Dorothea, 1773-1832, aus Bessungen

Partner:

  • Lichtenberg Emilie, * Crumstadt 6.11.1806, † Darmstadt 22.6.1892, Beileidsbrief Justus von Liebigs an Emilie Prinz, geb. Lichtenberg, zum Todes ihres Mannes ist erhalten, Tochter des Friedrich Ludwig Lichtenberg, Pfarrer, Dekan und Kirchenrat in Pungstadt, und der Friederike Sibylle Malcomesius

Verwandte:

  • Knorr, Amalie* Wilhelmine Antonie <Tochter>, 1835-1887, verheiratet Darmstadt 18.8.1860 mit Ludwig Knorr, 1827-1905, Dr.jur., Oberlandesgerichtspräsident
Nachweise

Quellen:

  • HStA Darmstadt R 4.
  • HStA Darmstadt G 18 136/7.
  • Landratsamt Heppenheim.

Literatur:

Bildquelle:

UnknownUnknown author, Christian Prinz, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons (beschnitten)

Leben

Prinz wurde von Aufständischen beim Versuch, eine revolutionäre Versammlung in Oberlaudenbach zu beruhigen, erschossen. Ein Denkmal befindet sich in Oberlaudenbach, sowie sein Grabmal auf dem Alten Friedhof in Darmstadt.

Über die folgenreiche Versammlung in Oberlaudenbach berichtete die Zeitung "Der Odenwälder" vom 31. Mai 1849: "... Regierungsrath Prinz begab sich in Begleitung einiger Soldaten in den Ort und redete den Anwesenden zu, von dem Vorhaben einer bewaffneten Volksversammlung, als den deutschen Grundrechten entgegen, abzustehen ... auf dem Rückwege begegnete er einem Trupp Bewaffneter von etwa 40 Mann. Auch diesen redete er zu, sich nicht an der Versammlung zu beteiligen. Hohngelächter war die Antwort. Als Prinz fortritt, eilten ihm diese Freischärler nach, umringten ihn und schlugen mit Prügeln und Heugablen nach ihm; zwei Schüsse streckten ihn zu Boden, wo er vollends todt geschlagen und gestochen wurde..."1


  1. Ausstellungskatalog Lichtenberg-Spuren einer Familie, Ober-Ramstadt 1992, S. 259-261.
Zitierweise
„Prinz, Johann Christian“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/1053547676> (Stand: 14.12.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde