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Emelshausen

Wüstung · 267 m über NN
Gemarkung Wasenberg, Gemeinde Willingshausen, Schwalm-Eder-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Wüstung

Lagebezug:

Genaue Lage unbekannt.

Lage und Verkehrslage:

Nahe Wasenberg Richtung Wiera vermutet (hier ungefähr lokalisiert).

Ersterwähnung:

1201

Letzterwähnung:

1367

Siedlungsentwicklung:

Wüstung nach 1367

Historische Namensformen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3512516, 5637966
UTM: 32 U 512437 5636151
WGS84: 50.87689894° N, 9.17677153° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63402607001

Einwohnerstatistik:

  • Nach 1367: wüst
Verfassung

Verwaltungsbezirk:

Altkreis:

Ziegenhain

Gericht:

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1201 entschädigt Kloster Haina ungen. Beständer für den Besitz Deinbolds und seiner Nachkommen in Haina mit dem Gut des Klosters in Emelshausen.
  • 1256 erwirbt Haina von Eberhard, dem Bruder Wigands von Eudorf, für 16 Pfund Pfennige dessen Güter zu Emelshausen.
  • 1278/81 vermachen Konrad von Marburg und seine Angehörigen Kloster Haina Erbgüter der Familie zu Emelshausen.
  • 1285 erwirbt Haina von dem Pleban zu Grüsen, Widecho, die Hälfte von dessen Gütern am Ort; solange er jedoch lebt, sind die Einkünfte alljährlich durch den Meister des Klosterhofes Ransbach an ihn abzuführen; andernfalls kann sich dieser am Hof Ransbach schadlos halten.
  • 1290 erwirbt Haina von Heinrich von Horbach und dessen Frau Güter zu Emelshausen.
  • 1291 einigen sich Walter von Emelshausen und seine Frau mit Kloster Haina, dass sie auf Lebenszeit die von Benigna, der Witwe Heinrichs von Treysa, dem Kloster verkauften Güter in Besitz behalten dürfen; danach fallen diese an Haina zurück.
  • 1319 kauft Haina von den Treysaer Bürgern Heinrich Herbracht und Ludwig vom Schilde deren Güterbesitz zu Emelshausen.
  • 1343 verzichtet Kloster Hersfeld auf seine Ansprüche an hainischen Gütern zu Emelshausen, doch soll Haina künftig keine weiteren hersfeldischen Einkünfte und Güter ohne vorherige Zustimmung des Klosters erwerben.
  • 1307 verkauft Heinrich, genannt von Emelshausen, seinen Acker an Kloster Immichenhain.
  • 1314 verkauft der schon genannte Pfarrer Widecho sein halbes Gut zu Emelshausen Kloster Immichenhain.
  • 1360/67 befinden sich in Emelshausen 9 Güter und 2 Hufen; darunter: 3 Güter des Klosters Haina, 2 Güter des Klosters Immichenhain, 1 Gut der Kuppel, 1 Gut besitzen eine Konzel und ihr Sohn, 1 Gut die Erben Konrads von Seelheim, 2 Hufen Ludwig von Wahlen, von denen 1 Hufe an die Kirche in Ziegenhain zinst (S 635 ZU II).
  • Vor 1367 erwirbt Graf Gottfried VII. von Ziegenhain Güteranteile zu Emelshausen.
  • 1367 verkauft Johann Kuppel der Alte Graf Gottfried sein Gut zu Emelshausen (S 635 ZU II).

Zehntverhältnisse:

1238 erhält Kloster Haina von Ekkehard von Ziegenhain genannt Kuppel, seiner Frau und deren Brüder von Rückershausen den von Kloster Hersfeld lehnsrührigen Zehnten zu Emelshausen.

Bestätigung des hainaischen Zehnten durch das Erzstift Mainz 1354.

Ortsadel:

1307

Kirche und Religion

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Sendbezirk Treysa

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Emelshausen, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4567> (Stand: 8.11.2017)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde