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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 43. Altmorschen

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Eubach

Ortsteil · 264 m über NN
Gemeinde Morschen, Schwalm-Eder-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

8 km südöstlich von Melsungen

Lage und Verkehrslage:

Geschlossenes Dorf mit einfachem Grundriss und geringer Siedlungsdichte entlang des gleichnamigen Baches und der parallel verlaufenden Verbindungsstraße von Altmorschen über Bergheim nach Spangenberg (L 3225). Kirche auf Bergsporn über dem Ort

Ersterwähnung:

1281

Vorbemerkung Historische Namensformen:

Ob die Erwähnung eines Hartmannn von Vbach 1281 zwingend auf Eubach zu beziehen ist, muss angesichts des in der Urkunde verhandelten Gegenstandes und der hier genannten Zeugen offen bleiben.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • Dorf (1329)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Umlegung der Flur:

1876

Älteste Gemarkungskarte:

1686

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3544356, 5661202
UTM: 32 U 544264 5659377
WGS84: 51.08418989° N, 9.631965695° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

634015030

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 319, davon 167 Acker (= 52.35 %), 25 Wiesen (= 7.84 %), 82 Holzungen (= 25.71 %)
  • 1961 (Hektar): 331, davon 108 Wald (= 32.63 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Eubach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • bis 1350: Treffurtisches Gericht Morschen
  • Um 1400: Landgrafschaft Hessen, Amt Spangenberg
  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Spangenberg, Ort Fulda
  • 1747: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Spangenberg
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Spangenberg
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Spangenberg
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Spangenberg
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Spangenberg
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Melsungen
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Melsungen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Melsungen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Melsungen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Melsungen
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Schwalm-Eder-Kreis

Altkreis:

Melsungen

Gericht:

  • 1822: Justizamt Spangenberg
  • 1867: Amtsgericht Spangenberg
  • 1879: Amtsgericht Spangenberg
  • 1943: Amtsgericht Melsungen (Zweigstelle Spangenberg)
  • 1970: Amtsgericht Melsungen

Herrschaft:

Eubach gehörte zunächst zum Treffurtischen Gericht Morschen.

1328 verkauft Hartrad von Reichenbach dem Ritter Hermann von Treffurt und dessen Bruder Friedrich all sein Gut in dem Dorfe zu Günsterode und zu me Sconen walde und zu Ubach.

1346 verkauft Hermann von Treffurt das Dorfes Ubach mit Gericht Vogtei , Gülte und Bede an Kloster Heydau. 1355 löst der Landgraf von Hessen als Rechtsnachfolger der Herren von Spangenberg das Gericht Eubach vom Kloster Heydau ein, versetzte es aber 1359 diesem wieder, so dass es dem Kloster bis zur Säkularisation verblieb.

1425-1787 ist halb Ubach hessisches Lehen der Diede vom Fürstenstein bei Albungen (Rev.).

Das Salbuch von 1540 rechnete Ybach zum Gericht Mörshausen.

Gemeindeentwicklung:

Vom 01.07.1971 bis 31.12.1973 war Eubach in die Gemeinde Altmorschen eingegliedert, die am 1.1.1974 wiederum in der Gemeinde Morschen aufging. Seitdem ist Eubach ein eigener Ortsteil der Gemeinde Morschen.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • S. Herrschaft
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1866 errichteter neugotischer Saalbau, 1954 renoviert
  • Für einen Vorgängerbau aus dem 18. Jahrhundert spricht neben der entsprechenden Signatur in der Schleensteinkarte auch HStAM Bestand Karten Nr. P II 15039 (1740-1760 )

Pfarrzugehörigkeit:

1569 zu Heydau-Altmorschen, 1585 Filial von Neumorschen.

1747 und 1872 eingepfarrt nach Altmorschen, 1994 Filialgemeinde davon

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Altmorschen, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Altmorschener Pfarrer Matthias Bengel um 1527.

Wirtschaft

Wirtschaft:

1833-1867 Erteilung von Konzessionen zum Gips-, Zement-, Kalkbrennen, Gipsstampfen, Gipshandel, Gipssteinbrennen zu Alt- und Neumorschen, Wichte, Eubach, Guxhagen, Melsungen (HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 170).

Mühlen:

1487 existiert eine Mühle zu Eubach, deren Zins an Kloster Heydau verpfändet wird (HStAM Bestand Urk. 28 Nr. 587)

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Eubach, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4884> (Stand: 29.5.2020)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde