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Frankfurt-Heddernheim, Lager für Zwangsarbeiter

Frankfurt-Heddernheim, Gemeinde Frankfurt am Main, Stadt Frankfurt am Main | Historisches Ortslexikon
In der NS-Zeit: Niddawiese (Niddawiesenstraße)
Klassifikation | Nutzungsgeschichte | Indizes | Nachweise | Abbildungen | Zitierweise
Klassifikation

Kategorie:

Wirtschaft

Subkategorie:

Zwangsarbeit 

Nutzungsgeschichte

Objektbeschreibung:

Das Lager bestand aus massiven einstöckigen Gebäuden. Das Lager war eines der großen Lager.

Beschreibung:

Zwangsarbeiter, die bei den Vereinigten Deutschen Metallwerken (VDM) eingsetzt wurden, waren in einem Lager, das auf den Niddawiesen errichtet worden war, untergebracht.

Am 21.9.1942 war das Lager belegt mit fünf Serben, davon eine Frau, drei Slowaken, zwei Spaniern, einem Tschechen, 216 Ukrainern (92 davon Frauen), vier Ungarn (eine davon ein Frau), 1094 Russen (152 davon Frauen, 517 waren Kriegsgefangene), zwei Armeniern, einem Elsässer, acht „Sonstigen“, 767 Franzosen (702 Kriegsgefangene, vermutlich sieben Frauen), 210 Deutschen, 24 Flamen und Wallonen, d.h. Belgier, einem Bulgaren, 410 Holländern, 310 Italienern (vermutlich 3 Frauen), 101 Kroaten, 141 Polen (4 Frauen), einem Rumänen und 156 Weißruthenen, darunter eine Frau.

1943 befanden sich im Lager 146 Deutsche, 105 Volksdeutsche (davon eine Frau), 1.264 Franzosen von denen 616 Kriegsgefangene und 59 Frauen waren, 383 sowjetische Kriegsgefangene, sieben Bulgaren (davon eine Frau), 544 Holländer, 115 Belgier, zwei davon Belgierinnen, vier Spanier, 223 Italiener (eine Frau), 59 Tschechen ("Protektoratsangehörige"), vier Slowaken, fünf Ungarn (drei davon Frauen), 57 Kroaten (davon eine Frau), zwei Serben (davon eine Frau), 139 Polen (davon acht Frauen), 29 Litauer (davon 23 Frauen), 338 Ukrainer, sogenannte Ostarbeiter, davon waren 150 Frauen, 516 Russen ("Ostarbeiter", davon waren 129 Frauen), 163 Weißruthenen ("Ostarbeiter" von ihnen waren zwei Frauen) 12 Tatarinnen (Ostarbeiterinnen) und 16 "Sonstige, von denen eine weblich war.

Nutzung vor NS-Zeit:

Vermutlich war das Gelände unbebaut.

Indizes

Orte:

Frankfurt-Heddernheim

Sachbegriffe:

Stalag · Betrieb · Wirtschaft · Firmenlager · Zwangsarbeit

Nachweise

Literatur:

Weblinks:

Frankfurt am Main 1933-1945

Zitierweise
„Frankfurt-Heddernheim, Lager für Zwangsarbeiter“, in: Topographie des Nationalsozialismus in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/nstopo/id/1556> (Stand: 14.2.2011)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde