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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
118622897
Tischbein, Johann Heinrich Wilhelm [ID = 2829]
- * 15.2.1751 Haina, † 26.6.1829 Eutin
Maler, Restaurator, Akademiedirektor, Hofmaler - Andere Namen ↑
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Weitere Namen:
- Goethe-Tischbein
- Wirken ↑
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Werdegang:
- verlässt mit 14 Jahren Haina und geht zu seinem Onkel Johann Heinrich Tischbein d.Ä. nach Kassel zur Ausbildung
- erste Unterrichtung bei seinem Onkel Johann Jakob Tischbein in Hamburg
- Lehre bei dem Kunsthändler Johann Dietrich Lilly, dort unter anderem als Restaurator tätig
- 1771 Reise nach Holland
- nach seiner Rückkehr nach Kassel 1773 unterstützt er seinen Bruder Johann Heinrich Tischbein d.J.
- 1777 malt Porträts für die Landgräfin Philippine von Hessen-Kassel und wird von ihr an den Berliner Hof empfohlen
- 1777-1779 Lehrer an der Kasseler Kunstakademie
- 1779 Empfehlung für ein Stipendium durch seinen Onkel Johann Heinrich Tischbein d.Ä., welches er erhält
- 1779-1781 gemeinsame Reise mit Friedrich Ludwig Heinrich Waagen nach Italien (erstes vergebenes Stipendium der Kasseler Kunstakademie)
- arbeitet zwanzig Jahre lang in Italien, 11.1786 Bekanntschaft mit Goethe
- 1787 Reise nach Neapel mit Goethe
- ab 1789 Direktor der Maler-Akademie in Neapel
- 1801 Umzug nach Hamburg
- ab 1808 Hofmaler in Eutin bei Herzog Peter Friedrich von Oldenburg
- Todesdatum nach Thieme/Becker alternativ: 26.7.1829
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Funktion:
- Kassel, Lehrer an der Kunstakademie, 1777-1779
- Eutin, Hofmaler, ab 1808
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Netzwerk:
- Waagen, Friedrich Ludwig Heinrich <Bekannter>, * 1750 Göttigen, † 1822 Dresden, Maler, Porträtmaler, Historienmaler, Landschaftsmaler
- Lavater, Johann Caspar
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Akademische Ämter:
- ab 1789 Direktor der Maler-Akademie in Neapel
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Werke:
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Lebensorte:
- Eutin; Haina; Hamburg; Kassel; Neapel
- Familie ↑
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Vater:
Tischbein, Johann Conrad*, 1712–1778
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Mutter:
Dehnhof, Helene Maria, † 1781
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Partner:
- Kötting, Anna Martha, (⚭ Hamburg 26.8.1806) 1775–1832, Tochter des Johann Reinhard Kötting, Müller, und der Eva Elisabeth Löwe,
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Verwandte:
- Tischbein, Wilhelmine <Tochter>, *20.4.1800
- Tischbein, Henriette Ernestine <Tochter>, *7.10.1806
- Tischbein, Angelika <Tochter>, *22.12.1807
- Tischbein, Conradine <Tochter>, *20.2.1810
- Tischbein, Susanne <Tochter>, *29.6.1812, verheiratet mit Heinrich Strack, Hofmaler in Oldenburg
- Tischbein, Peter <Sohn>, * 6.12.1813 Eutin, † 5.10.1883 Eutin, evangelisch, Oberförster, Geologe, Paläontologe
- Tischbein, Heinrich Jakob* <Bruder>, 1760–1804, Maler in Frankfurt
- Tischbein, Johann Heinrich der Ältere <Onkel>, * 14.10.1722 Haina, † 22.8.1789 Kassel, Maler, Radierer
- Tischbein, Johann Heinrich der Jüngere <Bruder>, * 28.11.1742 Haina, † 22.12.1808 Kassel, Zeichenlehrer, Radierer, Galerieinspektor
- Tischbein, Johann Jakob <Onkel>, * 21.2.1725 Haina, † 22./23.8.1791 Lübeck, Maler
- Pforr, Johanna Elisabeth, geb. Tischbein <Schwester>, * 1755 Haina, † 1800 Gießen, verheiratet mit Heinrich Jacob Pforr, Tiermaler
- Unger, Louise Margarethe, geb. Tischbein <Schwester>, 1746–1815, verheiratet mit Johann Unger, Schulmeister in Kirchlotheim
- Nachweise ↑
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Quellen:
- StadtA KS Bestand S 1 Nr. 2960: Tischbein, Johann Heinrich Wilhelm
- HStAD Bestand S 1: Tischbein, Wilhelm (1751-1829)
- HStAD Bestand R 4 Nr. 2486 GF, Goethe, Johann Wolfgang v. (1749-1832) / Porträt in der Campagna (Italien), vor Landschaftshintergrund mit antiken Trümmern auf Stein lagernd, Ganzfigur Datierung 1787
- Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg (LMO), Nachlass von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein PT 26: Autobiographie. Originalmanuskript. 1 Federskizze. 28 fol
- LMO, Nachlass von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein PT 190: Zwei Kunstbetrachter. Feder. 1 fol
- LMO, Nachlass von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein PT 743: Fragment der Lebensgeschichte. Nicht eigenhändig. 1 fol
- LMO, Nachlass von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein PT 833: Alte Transkription der Lebensgeschichte. Drei Schreiberhandschriften. 166 fol PT 838: Manuskript. 32 fol
- LMO, Nachlass von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein PT 937: Notizen über holländische Maler. 1 fol
- LMO, Nachlass von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein PT 943: Manuskript zur Lebensgeschichte. Baumgruppen. Skizzen. Feder. 1 fol
- LMO, Nachlass von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein PT 1277: Zwei zusammengeleimte Manuskripte. 1 fol
- LMO, Nachlass von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein PT 1680: Notizen zu Rottenhammer u. a. 1 fol
- LMO, Nachlass von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein PT 1822: H. Meyer, Weimar an T. Weimar 27.07.1822. 2 fol
- LMO, Nachlass von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein PT 1951: Diverse Fragmente und Entwürfe zur Lebensgeschichte. 35 fol
- Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK), Gemäldegalerie Alte Meister, Archiv, Inventar 1749ff: HauptCatalogus von Ihr Hochfürstl. Durchlt. HESSEN Landgrafens Wilhelm zu Hessen, sämtlichen Schildereyen und Portraits. Mit ihren besonderen Registern. Verfertiget in Anno 1749
- MHK, Gemäldegalerie Alte Meister, Archiv, Transportliste von Landgraf Wilhelm VIII. von HessenKassel, 1758, Karton 27
- Stadtarchiv Braunschweig (SAB), Nachlass von Carl Georg Wilhelm Schiller (H III 1 Nr. 22): Briefabschriften angefertigt von Jacob Ludwig Römer, Gutachten von Graf Vollrath zu Solms-Rödelheim, Manuskript Carl Georg Wilhelm Schiller, Manuskript Jacob Ludwig Römer, Manuskript Jacob Ludwig Römer und Carl Georg Wilhelm Schiller
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Literatur:
- Neue Deutsche Biographie, Bd. 26, Berlin 2017, S. 303 f. (Karin Schrader)
- Stefanie Rehm, Tischbein und die Kunst des ‚Goldenen Zeitalters‘, Rezeptionsgeschichte(n) um 1800, Heidelberg 2020, S. 351
- Martina Sitt (Hrsg.), „Geeignet, junge Künstler zu belehren…“. Die Anfänge der Kasseler Kunstakademie (1777-1830), 2. Aufl., Hamburg 2018, S. 201 f., 228, ferner S. 21, 23, 72, 84, 95, 97 f., 103, 109, 121, 129, 167, 195, 209, 302, 304
- Martina Sitt, Römische Funde – wahre und falsche Geschichten um die römischen Erstlingswerke von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein und Wilhelm Böttner, in: Zeitschrift für hessische Geschichte und Landeskunde 119 (2014), S. 125-136
- Frankfurter Biographie, Bd. 2, Frankfurt am Main 1996, S. 481 f. (Birgit Weyel)
- Anni Rettberg, Die 41 künstlerisch tätigen Nachkommen des Hainaer Hospitalbäckers Johann Heinrich Tischbein, Tafel, o. O. 1985
- Kurt Luthmer, Die hessische Malerfamilie Tischbein. Dem Verein für hessische Geschichte und Landeskunde zu seiner Hundertjahrfeier, Kassel 1934
- Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, Aus meinem Leben, hrsg. von Lothar Brieger, Berlin 1922
- Wolfgang Hans Sörrensen, Johann Heinrich Wilhelm Tischbein: Sein Leben und seine Kunst bis zum Jahre 1788, Berlin 1909
- Hans Vollmer, Tischbein, ... in: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Bd. 33, Leipzig, 1939, 205-215 u. 3 Seiten Stammtafel
- Wilhelm Tischbein über seinen „Konradin von Schwaben“, in: Rund um den Friedenstein, 5. Jg., Nr. 24, Gotha 1928
- Hermann Knackfuß, Geschichte der Königlichen Kunstakademie zu Kassel. Aus den Akten der Akademie zusammengestellt, Kassel 1908, online S. 18, 38 ff.
- Allgemeine Deutsche Biographie, Bd. 38, 1894, S. 362-364 (Louis Katzenstein)
- Friedrich von Alten, Aus Tischbein´s Leben und Briefwechsel, Leipzig 1872
- Friedrich Wilhelm Strieder, Grundlage zur Hessischen Gelehrten- und Schriftsteller-Geschichte, Bd. 16, Marburg 1812, S. 221 ff. und Bd. 18, S. 513
- Strieder, Grundlage zu einer hessischen Gelehrten- und Schriftsteller-Geschichte, Bd. 16, Kassel 1812, S. 219-221
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Bildquelle:
Johann Heinrich Wilhelm Tischbein artist QS:P170,Q213973, Tichbein Selbstbildnis a d Staffel 1785@20150929, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
- Zitierweise ↑
- „Tischbein, Johann Heinrich Wilhelm“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118622897> (Stand: 9.1.2026)
