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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
118749218
Rauch, Christian Daniel [ID = 15615]
- * 2.1.1777 Arolsen, † 3.12.1857 Dresden, Begräbnisort: Berlin Dorotheenstädtischer Friedhof
Bildhauer - Wirken ↑
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Werdegang:
- Ausbildung beim Arolser Hofbildhauer Friedrich Valentin
- 1795-1797 Studium an der Kasseler Kunstakademie, dort Unterricht bei Johann Christian Ruhl und Wilhelm Böttner
- 1797 Studium in Berlin, Unterricht bei Johann Gottfried Schadow
- währenddessen als Kammerlakai bei Friedrich Wilhelm II. von Preußen angestellt
- 1804-1811 mit Stipendium in Rom
- 1812-1818 weitere Aufenthalte in Italien, seit 1815 aber auch ständige Werkstatt in Berlin
- ab 1819 Professor an der Berliner Kunstakademie, Bildhauerwerkstatt mit Friedrich Tieck
- 1842 Mitglied des preußischen Ordens Pour le Mérite für Wissenschaft und Künste
- 1851 Ehrendoktorwürde der Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin
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Netzwerk:
- Valentin, Johann Christian Friedrich* <Lehrer>, * 25.1.1752, † Arolsen-Helsen 16.4.1819, Bildhauer
- Ruhl, Johann Christian <Lehrer>, * 15.12.1764, † 29.9.1842, Maler, Grafiker, Bildhauer
- Böttner, Wilhelm <Lehrer>, * 24.2.1752, † 24.11.1805, Maler
- Schadow, Gottfried <Lehrer>, GND, * 20.5.1764, † 27.1.1850, Bildhauer
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Werke:
- Grabmal für Königin Luise von Preußen, Berlin-Schloss Charlottenburg, Mausoleum 1811-1814
- Blücherdenkmal, Bronze, Berlin, 1819-1826
- Dürer-Denkmal, Bronze, Nürnberg, 1840
- Allegorie des Glaubens, Marmor, Arolsen, Stadtkirche 1842
- Reiterstandbild Friedrichs des Großen, Bronze, Berlin, 1836-1851
- Büste Alexander von Humboldt, Arolsen, Christian Daniel Rauch-Museum, 1857
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Lebensorte:
- Arolsen; Kassel; Potsdam; Dresden; Berlin; Rom; Carrara
- Familie ↑
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Vater:
Rauch, Johann Friedrich, Fürstlich Waldeckischer Kammerdiener, Sohn des Heinrich Wilhelm Rauch-Niggemann, Bauer in Flechtdorf, und der Marie Elisabeth Frese aus Berndorf
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Mutter:
Hildebrandt, Marie Elisabeth, Tochter des N.N. Hildebrandt, Maurermeister in Mengeringhausen
- Nachweise ↑
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Quellen:
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Literatur:
- Neue deutsche Biographie, Bd. 21, Berlin 2003, S. 195-197 (Jutta von Simson)
- Saur, Allgemeines Künstler-Lexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker. Erarbeitet, redigiert und hrsg. von Günter Meißner u. a., Bd. 97, 2018, S. 530 (Sylvaine Hänsel)
- Martina Sitt (Hrsg.), „Geeignet, junge Künstler zu belehren…“. Die Anfänge der Kasseler Kunstakademie (1777–1830), 2. Aufl., Hamburg 2018, S. 55, 195 f.
- Paul Schmaling, Künstlerlexikon Hessen-Kassel 1777–2000. Mit den Malerkolonien Willingshausen und Kleinsassen, Kassel 2001, S. 457 f.
- Jutta von Simson, Christian Daniel Rauch, Berlin 1997
- Schnack (Hrsg.), Lebensbilder aus Kurhessen und Waldeck 1830–1930 Bd. 3, Marburg 1942, S. 321-339 (Wilhelm Boeck)
- Hans Vollmer (Hrsg.), Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, begr. von Ulrich Thieme und Felix Becker, Bd. 28, Leipzig 1934, S. 36-39
- Hans Mackowsky, Christian Daniel Rauch 1777–1857, in: Kunst und Künstler. Illustrierte Monatsschrift für bildende Kunst und Kunstgewerbe 14, Berlin 1916, S. 228
- Allgemeine deutsche Biographie, Bd. 28, Leipzig 1889, S. 765-778 (von Donop)
- Friedrich Eggers, Christian Daniel Rauch, Berlin 1873
- Zitierweise ↑
- „Rauch, Christian Daniel“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118749218> (Stand: 2.1.2026)
