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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
117305359
Strack, Ludwig Philipp [ID = 15585]
- * 10.8.1761 Haina (Kloster), † 27.1.1836 Oldenburg
Maler, Hofmaler - Wirken ↑
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Werdegang:
- 1773 Lehre bei seinem Schwager Johann Christian Breithaupt
- ab 1773 privater Unterricht bei seinem Vetter Johann Heinrich Tischbein dem Jüngeren
- 1777 Studium an der Kasseler Kunstakademie
- 1783-1784 Hofmaler in Oldenburg bei Herzog Peter Friedrich Ludwig von Oldenberg
- Aufenthalt in Hamburg bei seinem Onkel Tischbein, Johann Anton
- 1784-1786 Aufenthalt in Lübeck bei seinem Onkel Tischbein, Johann Jacob
- 1786 Rückkehr nach Kassel
- 1787 Erste Reise nach Italien
- 1789-1791 mit Stipendium in Italien, danach bis 1794 auf eigene Kosten
- 15-monatiger Aufenthalt in Neapel
- Begleitet eine Reisegesellschaft als Vedutenmaler auf eine einjährige Reise nach Sizilien, Kalibrien und Malta
- Aufenthalt in Neapel und Rom
- 1794 Rückkehr nach Kassel über Vendedig und Wien
- dort ab 1796 als Landschaftsmaler am Kasseler Hof tätig
- 1797 Arbeit am Eutiner Hof aufgrund zu geringem Gehaltes in Kassel
- ab 1798 auch Annahme von Aufträge am Oldenburger Hof, Streitigkeiten mit dem Landgrafen Wilhelm IX. wegen der Rückzahlung des Reise-Stipendiums, da sonst keine Entlassung aus den Kasseler Diensten möglich war
- 1799 Offizielle Entlassung vom Landgrafen
- 1803 wechselt er ganz an den Herzoglichen Hof Oldenburg
- 1824 Reise in die Schweiz gemeinsam mit seinem Sohn Heinrich Strack
- 1826 Reise nach Rotterdam zu seinem Sohn Wilhelm Strack
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Netzwerk:
- Tischbein, Johann Heinrich der Ältere <Lehrer>, 1722–1789
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Mitgliedschaften:
- 1795 Mitglied der Kasseler Kunstakademie
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Lebensorte:
- Oldenburg; Kassel
- Familie ↑
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Vater:
Strack, Johann Heinrich, 1720-1807, Bäcker aus Niederohmen bei Grünberg, der das Amt des Hospitalbäckers von seinem Schwiegervater Tischbein übernahm
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Mutter:
Tischbein, Louisa Margaretha, 1727-1785
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Partner:
- Tischbein, Magdalena Margaretha, * Hamburg 22.4.1763, † Oldenburg 25.4.1836, Malerin, Tochter von Johann Jacob Tischbein, 1725–1791
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Verwandte:
- Strack, Anton Wilhelm <Bruder>, Maler
- Strack, Anton Heinrich <Bruder>, Miniaturmaler
- Breithaupt, Johann Christian <Schwager>
- Strack, Helene <Tochter>, *7.7.1798, † 28.4.1853, blieb unverheiratet, Blumenmalerin, Gemälde und Zeichnungen in Landes- und Stadtmuseum Oldenburg, „wird in Oldenburg eine gesuchte Porträt-, Blumen- u. Früchtemalerin“ [Schm.-Lieb., S.476]
- Strack, Wilhelmine <Tochter>, *6.12.1799, † 21.4.1865
- Strack, Heinrich <Sohn>, *20.5.1801, † 16.7.1880, bedeutender Architekt des Oldenburger Spätklassizismus, Architekt und Baurat in Oldenburg
- Strack, Wilhelm <Sohn>, *3.8.1806, † 4.9.1856, Schiffsbaumeister
- Strack, Ludwig <Sohn>, *8.12.1806, † 4.9.1871, in Oldenburg Zeichenlehrer, Porträtmaler, Kopist und Restaurator
- Nachweise ↑
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Quellen:
- StadtA KS Bestand S 1 Nr. 2292, Strack, Ludwig Philipp, Fallakte (allgemein)
- StadtA KS Bestand E 1 A Nr. 0 .003.897, Westansicht, mit Kuppel
- StadtA KS Bestand E 1 A Nr. 0 .003.088, Steinhöfer Wasserfall. Stadtteil Bad Wilhelmshöhe
- StadtA KS Bestand E 1 A Nr. 0 .003.019, Dargestellt sind Herkules, Löwenburg und Schloss Wilhelmshöhe. Stadtteil Bad Wilhelmshöhe
- StadtA KS Bestand E 1 A Nr. 0 .003.094, Dargestellt sind Teufelsbrücke mit Wassersturz, Höllenteich, Fontänenteich mit Grosser Fontäne und Schloss. Stadtteil Bad Wilhelmshöhe
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Literatur:
- Allgemeine deutsche Biographie, Bd. 36, Leipzig 1893, S. 486 (Mutzenbecher)
- Kassel Lexikon, hrsg. von der Stadt Kassel, Bd. 2, Kassel 2009, S. 262 (Paul Schmaling)
- Hermann Knackfuß, Geschichte der Königlichen Kunstakademie zu Kassel, Kassel 1908, S. 34, 83 f., 88, 94-96, 101-102, 188
- Martina Sitt (Hrsg.), „Geeignet, junge Künstler zu belehren…“. Die Anfänge der Kasseler Kunstakademie (1777-1830), 2. Aufl., Hamburg 2018, S. 71, 98, 109, 201, 209
- Paul Schmaling, Künstlerlexikon Hessen-Kassel 1777-2000. Mit den Malerkolonien Willingshausen und Kleinsassen, Kassel 2001, S. 563
- Ulrich Thieme, Becker, Felix, Hg., Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Bd. 32, Leipzig 1938, S. 144
- Bestandskatalog der Gemälde des 19. Jahrhunderts, mhk. Tellgmann, Ferdinand: Gewerbsmäßiges Portraitieren in Malerei und Fotografie um 1850, Kassel 1994
- Zitierweise ↑
- „Strack, Ludwig Philipp“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/117305359> (Stand: 10.2.2025)
