Den Forstgarten in seiner heutigen Form ließ das Landgrafenehepaar Friedrich VI. und Elisabeth als weiteres Gestaltungselement für die Tannenwaldallee anlegen. Vermutlich existierte ein solcher Garten schon lange vor 1800, möglicherweise als sogenannter Lustgarten an anderer Stelle. Die bereits für das Jahr 1823 projektierte Anlage des Forstgartens zwischen dem Großen Tannenwald und dem Hirschgarten verzögerte sich allerdings wegen Verwaltungsstreitigkeiten bis zum Sommer 1825. Im Forstgarten verbanden sich idyllische Gartengestaltung mit funktionaler Nutzung als Pflanzenschule, wobei nicht nur exotische, sondern auch einheimische Pflanzen kultiviert wurden. Zentrum des angelegten Gartens war ein Teich mit idyllisch gelegenem Teehaus. Um 1962 erwarb die Stadt den mittlerweile stark verwilderten Garten und führte umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen durch, so dass der Originalzustand nahezu wieder erreicht werden konnte.
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Junker-Mielke/Walsh, Gartenlandschaft S. 77-79
Rowedder, Denkmaltopographie S. 371
Rowedder, Tannenwald S. 46 (Skizze)
Walsh, Gartenlandschaft S. 64-65
„Forstgarten, westlich des Gotischen Hauses“, in: Orte der Kur <https://www.lagis-hessen.de/de/odk/record/id/1188> (aufgerufen am 09.05.2026)