Der Hirschgarten, auch „Thiergarten“ genannt, war ein Jagdgebiet, das Friedrich VI. 1822 landschaftsgärtnerisch gestalten ließ. Innerhalb der Einzäunung gab es unterschiedliche Bereiche, die die Versorgung der Tiere sicherstellten, eine Wildscheune sowie ein Pürschhäuschen. Den ersten Wildbestand bildeten zwölf Hirsche - ein Geschenk des Großherzogs von Hessen(-Darmstadt), einem Vetter des Landgrafen. Der Bestand wuchs in der Folge auf 65 Exemplare an. Von 1840 bis 1873 pachtete die Spielbankgesellschaft den Hirschgarten, sie ließen 1858 das Pürschhäuschen erneuern und eine Gaststätte einrichten. Das ehemalige Jagdgebiet wandelte sich zunehmend zum Wildpark und Ausflugsziel für Bürger und Kurgäste. Daher wurde der Hirschgarten verkleinert und umfasst nur mehr etwa ein Fünftel seiner ursprünglichen Größe. Das Pürschhäuschen wurde 1966 durch ein Restaurant ersetzt. 1967 übernahm die Stadt die Pflege dieses Naherholungsgebiets. Heute wird versucht, die Tradition des Wildgeheges fortzusetzen und ursprüngliche Gestaltungsformen beizubehalten.
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Bonk, Erinnerungen
Junker-Mielke/Walsh, Gartenlandschaft S. 80-81
Modrow, Parkanlagen S. 6-9
Rowedder, Denkmaltopographie S. 372
Rowedder, Tannenwald S. 46
Walsh, Gartenlandschaft S. 63-64
Walsh, Hirschgarten
„Hirschgarten (Tiergarten), westlich von Gotischem Haus und Forstgarten“, in: Orte der Kur <https://www.lagis-hessen.de/de/odk/record/id/1187> (aufgerufen am 26.05.2026)