Ensemble aus mehreren kleineren Gärten
Der tatsächliche Ursprung der Prinzengärten ist ungeklärt. Wurde früher vermutet, dass Landgraf Friedrich V. seinen Söhnen die Gärten entlang der Tannenwaldallee hinterließ, um sie mit der Gartenkunst als Ausdruck einer verfeinerten Erziehung vertraut zu machen, so legen neuere Erkenntnisse nahe, dass dies erst nach 1820 durch seinen ältesten Sohn Friedrich VI. geschah. Die Gärten Louis-, Philipps-, Gustavs- und Ferdinandsgarten trugen die Namen ihrer Besitzer: Ludwig Wilhelm, Philipp, Gustav und Ferdinand. Die häufige Abwesenheit von Ludwig Wilhelm und Philipp sowie die Zurückgezogenheit Ferdinands führten allerdings dazu, dass nur der auch "Accatium" genannte Gustavsgarten eine gärtnerische Ausgestaltung erhielt, wobei die Initiative weniger vom späteren Landgrafen als vielmehr von seiner Frau Louise ausging.
Nutzen Sie die nachfolgenden Links, um vergleichbare Beispiele in den Orten der Kur aufzurufen.
Baeumerth, Fremde S. 232
Junker-Mielke/Walsh, Gartenlandschaft S. 48-53, 66-67
Lotz, Geschichte 2 S. 247-248
Mattausch, Natur und Kunst
Modrow, Parkanlagen S. 6-9
Rowedder, Denkmaltopographie S. 373
Walsh, Gartenlandschaft S. 59-61
„Prinzengärten (Louisgarten, Ferdinandsgarten, Gustavsgarten ("Accatium"), Philippsgarten), im Bereich der Straße "Im Prinzengarten"“, in: Orte der Kur <https://www.lagis-hessen.de/de/odk/record/id/1189> (aufgerufen am 08.06.2026)