| ID | 1249 |
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| Anschrift heute | Georg-Speyer-Straße 7, Hauptgebäude |
| Anschrift historisch | Alsterparkstraße 7 |
| Typ | Hauptgebäude |
| Lage anzeigen | |
| Kunstgeschichtliche Bewertung | städtebaulich und architektonisch qualitätsvolle Bauten seit 1918 |
| Baubeschreibung | Die Georg-Speyer-Straße zweigt als Stichstraße von der Louisenstraße ab und endet mit einer Wendeplatte in einer Sackgasse. Sie erschließt eine Siedlung aus insgesamt neun Mehrfamilienhäusern. Diese Siedlung entstand 1936 an Stelle der großen Villa Neue Welt und wurde durch die Alster-Grundstücke GmbH aus Frankfurt a. M. „für den gehobenen Wohnungsbedarf“ errichtet (Grosche 1993, S. 464). Sie zeugt von der wirtschaftlich veränderten Lage des Kurbades Homburg nach dem Ersten Weltkrieg. Seit den 1920er Jahren wurden in der Stadt mehrere Siedlungen zur Schaffung von Wohnraum angelegt (Pühringer 2012, S. 36). Die Gebäude der Siedlung Georg-Speyer-Straße stellen in ihrer schlichten Gestaltung als längsrechteckige Putzbauten charakteristische Mietshäuser der 1930er Jahre dar, die mit ihren flach geneigten Walmdächern und den übereinander angeordneten Balkonen an den Seiten der Vorderfronten zeittypische Vertreter der Bauaufgabe darstellen. Sie präsentieren sich hintereinander gestaffelt eingebettet in die Flächen des einstigen Parks der Villa Neue Welt. Wertung: Die Gebäude führen die aufgelockerte Bebauung östlich der Friedrichstraße folgerichtig fort und entsprechen in ihrer Anlage der zeitüblichen Forderung nach Licht und Luft. (Chr. Ottersbach) |
| Datum der Errichtung | 1938 |
| Grundbuch-Nummer | 19/897 (1938) |
| Parzellen-Nummer | Flurkartenblatt 34 Nr. 495/2 |
| Vorschaubilder |
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| Datum der Aufnahme | 28. Dezember 1938 |
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| Bezeichnung | Doppelwohnhaus mit Hofraum und Hausgarten |
| Stockwerke | 3.0 |
| Bauart | massiv |
| Dachdeckung | Ziegel |
| Zustand | neu |
| Beschreibung | Anzahl der Stockwerke: dreigeschossig: Erdgeschoß, 1. und 2. Stock. Kellergeschoß: 6 Kellerräume, 1 Luftschutzraum, 1 Waschküche, 1 Koks- und Heiz[ungs]keller, 1 Nebenraum Erdgeschoß: 6 Wohn- und Schlafzimmer , 2 Küchen, 2 Bäder, 2 Balkons 1. Stock: wie Erdgeschoß 2. Stock: wie Erdgeschoß Dachgeschoß: Bodenraum, nicht ausgebaut – Nutzwert des Gebäudes insgesamt jährlich 2100 Mark (W) |
| Taxierter Nutzwert | 2100 Mark entspricht Rang 228 von 468 (Typ = Hauptgebäude) |
| Anmerkung Brandkassenwert | Angabe fehlte bei Aufnahme 28. Dezember 1938 noch |
| Bemerkungen | Neubau, benutzbar geworden im Monat März 1938. Friedensbaukostenwert 38000 Mark. Anzahl der Stockwerke: 3, plus Kellergeschoß und nicht ausgebautes Dachgeschoß. Gebäudebeschreibung mit Grundskizze 1938: Wohnhaus auf der Parzelle 495/2. Die in Hamburg (später in Berlin) ansässige Alster-Grundstücke GmbH erwarb in den 1930er-Jahren das zuletzt der Frankfurterin Helene Bangel gehörende Grundstück der "Neuen Welt" zwischen der Friedrichstraße und der Wilhelm-Meister-Straße. Die auf dem Grundstück stehende Villa, die früher Sommersitz der jüdischen Bankiersfamilie Speyer gewesen war und vorübergehend der Homburger SA-Standarte 166 als Stabsquartier gedient hatte, wurde 1935 abgerissen. Die Alster-Grundstücke GmbH errichtete auf dem Parkgelände bis 1938 neun Häuser mit 25 Wohnungen "für den gehobenen Wohnungsbedarf" und erschloß die Anlage mit der Alsterparkstraße, die später in Georg-Speyer-Straße umbenannt wurde. Vgl. Grosche, Heinz: Geschichte der Stadt Bad Homburg vor der Höhe, Band 4: Drei schwere Jahrzehnte: 1918-1948, Frankfurt am Main 1993, S. 464. |
| Besitzer | „Alster“ Grundstücksverwaltung G.m.b.H. Berlin (1938) |
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| Weitere Personen | Bangel, Helene (ehemalige Grundstückseignerin) |
| Quellen | HHStAW Bestand 433 Nr. 21060 |
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| Literatur | HeBIS Grosche, Heinz: Geschichte der Stadt Bad Homburg vor der Höhe. Hg. vom Magistrat der Stadt Bad Homburg vor der Höhe, Band 4: Drei schwere Jahrzehnte: 1918-1948, Frankfurt am Main 1993, S. 464. |