| ID | 937 |
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| Anschrift heute | Elisabethenstraße 37, Hintergebäude |
| Häusernamen | Arrabins Zwiebackfabrik - Inh. Rousselet u. Co |
| Typ | Nebengebäude |
| Lage anzeigen | |
| Kunstgeschichtliche Bewertung | neutral / nicht bewertet |
| Gehört zu | |
| Grundbuch-Nummer | 30/1338 (1907, 1922, 1940) |
| Parzellen-Nummer | Flurkartenblatt 15 Nr. 120/38 |
| Datum der Aufnahme | 3. August 1907 |
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| Bezeichnung | Hintergebäude [links] im Hof |
| Stockwerke | 2.0 |
| Mansarde | ✓ |
| Bauart | Fachwerk |
| Dachdeckung | Ziegel |
| Zustand | gut |
| Beschreibung | Anzahl der Stockwerke: zweigeschossig: Erdgeschoß, 1. Stock; Mansardenstock. Erdgeschoß: Backraum, 1 [Na?]gelzimmer 1. Stock: 3 Maschinenräume, 4 Vorratszimmer Mansardenstock: 3 Mehlkammern – Nutzwert des Gebäudes insgesamt jährlich 300 Mark (G; teilweise steuerfrei) |
| Taxierter Nutzwert | 300 Mark entspricht Rang 488 von 690 (Typ = Nebengebäude) |
| Bemerkungen | Bezeichnung in der Gebäudebeschreibung von 1907 mit der Litera (Buchstabe) b. Spätestens 1940 mit den Gebäuden der vorherigen No. 37 1/2 (Parzelle 178/39) zusammengelegt zur gemeinsamen No. 37. Gebäudebeschreibung mit Lageplanskizze 1907: a Wohnhaus (in der Skizze unten); b Hintergebäude (in der Skizze oben). |
| Weitere Beschreibungen | Nach der 1907 vorliegenden bisherigen Gebäudesteuerrolle: Jahrgang der Einschätzung 1895/96 Nr. und Lit. 231 b Jährlicher Nutzungswert 600 Mark 1922 Veränderungsnachweisung der Katasterverwaltung (VN): Anbau, benutzbar seit 15.5.1922, Grundskizze; 1940 VN: weiterer Anbau, benutzbar seit November 1939, Grundskizze; 1950 Gebäudebeschreibung der Vermessungsverwaltung: Umnutzung/Veränderung, Grundskizze. Gebäudebeschreibung mit Grundskizze 1922: in der Skizze von unten nach oben: a Wohnhaus; b Hintergebäude; Anbau 1923 (rot schraffiert); Anbau 1940 (rot schraffiert). Gebäudebeschreibung mit Grundskizze 1940: Gebäude des Grundstücks Elisabtehenstr. 37 auf der Parzelle 120/38; Gebäude des Grundstücks Elisabethenstr. 37 1/2 auf der Parzelle 178/39. Gebäudebeschreibung mit Grundskizze 1950 (zusammen mit der früheren No. 37 1/2 als No. 37): Gebäude des Grundstücks Elisabtehenstr. 37 auf der Parzelle 120/38 [hier fälschlicherweise 120/39]: a Wohnhaus und b Hintergebäude; Gebäude des Grundstücks Elisabethenstr. 37 1/2 auf der Parzelle 178/39: c Fabrikgebäude an das Hintergebäude der Parz. 120/38; d Remise (1947 abgebrochen); e Wohnhaus und Lager (früher Wohnhaus); f Lager (früher Remise bzw. Autogaragen); g Lager (früher Stallgebäude); h Schuppen (früher große Remise). |
| Pläne | Lageplan, 17. Febrauar 1888 Entwurf zu einem Hintergebäude, 30. Oktober 1877 Plan zu einer Änderung am Hinterbau, 6. September 1884 Entwurf zu einer Vergrößerung des Hinterbaues, 6. Februar 1888 Plan wegen Vergrößerung eines Fensters (Backstube), 13. Juli 1912 Plan wegen Anbau am Seitengebäude, 14. November 1921 Plan der Tankanlage Rousselet, 27. März 1928 Plan wegen Errichtung einer Hoftankstelle, 27. März 1928 Plan wegen Backofenumbau, 10. April 1931 Plan wegen Backofenumbau (Ofengrundriss), 4. Mai 1931 Plan wegen Errichtung eines Zwieback-Röstofens und Schornstein, 15. August 1933 Zeichnung wegen Errichtung eines Zwieback-Röstofens mit Schornstein, 24. August 1933 Zeichnung wegen Abtragung eines Unterzuges und Einbau einer schmiedeeisernen Stütze im Backhaus, 20. Dezember 1933 Zeichnung wegen Anbau eines Packraums an das Fabrikgebäude, 5. Februar 1939 Plan wegen Erweiterung des Backraumes, Juli 1939 Zeichnung wegen Ausbau von Lagerräumen, 6. Juli 1939 Zeichnung wegen Änderung einer Dachgaube, März 1940 Zeichnung wegen Veränderung der Einfriedigung (Haupttor), 2. Juli 1940 Zeichnung wegen Ausbau von Lagerräumen und Abtragung einer Giebelwand, 22. Februar 1945 |
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| Datum der Aufnahme | 30.10.1877 |
| Bauart | massiv |
| Beschreibung | Erdgeschoß (Backstube, Backhaus, Remise, Pferdestall, Waschküche) Erstes Obergeschoß (Fruchtkammer, Backstube, Heu- und Strohboden) |
| Bemerkungen | Weitere Beschreibungen: Auszug aus einer Baubeschreibung vom 27. März 1940: "Für das im Dachgeschoß des Seitengebäudes befindliche Mehllager soll eine vorhandene Dachgaube so vergrößert werden, daß diese zum Aufzug der Mehlsäcke benutzt werden kann. Die alte Fenstergaube soll abgebrochen werden und an deren Stelle eine neue Gaube in Holzkonstruktion errichtet werden. [...] Der neue Aufbau erfolgt entsprechend den vorhandenen Dachaufbauten und wird mit Ziegeln gedeckt." |
| Veränderungen am Bauwerk | Veränderung (1884) Anbau an das Hintergebäude (1888) Vergrößerung eines Backstubenfensters (1912) Anbau an das Fabrikgebäude (1921) Ersetzen des Holzfachwerks durch Eisenkonstruktionsfachwerk (1928) Umbau eines Backofens (1931) Errichtung eines Zwieback-Röstofens mit Schornstein (1933) Einbau einer schmiedeeisernen Stütze im Backraum (1933) Errichtung eines Anbaus [Packraum] (1939) Erweiterung des Backraumes (1939) Ausbau von Lagerräumen (1939) Veränderung einer Dachgaube (1940) Änderung des Einfahrtstores (1940) Änderungen an den Werksbauten [Lager- und Fabrikationsgebäude] (1946) |
| Geschichte | Am 10. Januar 1928 stellt die Allgemeine Oel-Handelsgesellschaft mbH mit Sitz in Hamburg den Antrag, auf dem Grundstück "Elisabethenstraßen 37" eine Tankstelle zur Versorgung von Kraftfahrzeugen mit Betriebsstoffen zu errichten. Die Polizeiverwaltung erteilt dazu am 13. März 1928 die polizeiliche Erlaubnis. |
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| Sonstiges | Auszug aus dem Baugesuch vom 8. Februar 1939: "Es ist beabsichtigt, an den Röstraum einen Packraum anzubauen. Die Umfassungswände werden aus Ringofensteinmauerwerk in Kalkmörtel ausgeführt. Das Dach wird aus Remy-Bimsbeton-Stegplatten mit zwei Lagen Ruberoidabdeckung hergestellt." Im Jahr 1939 werden vier ehemalige Garagen als Lagerräume benutzt. Für die Lagerung leichtverderblicher Ware werden zwei Lagerräume staub- und mäusesicher abgeschlossen. Auszug aus der Baubeschreibung vom 2. Juli 1940: "Das vorhandene Haupttor ist zum Einfahren der Lastzüge zu eng, es sollen daher [...] die vorhandenen Betonpfosten neu versetzt werden, damit ein größeres Haupttor gewonnen wird. Es sollen Holztore aus 10 cm breiten Latten in 3 cm Abstand angebracht werden." Auszug aus dem Baugesuch vom 28. März 1946: "Die vordere Langwand [des Lagergebäudes], welche teilweise aus Tannenfachwerk und Bretterverkleidung besteht, soll niedergelegt und an deren Stelle eine solche aus Ringofensteinen und Zementmörtel hergestellt werden." |
| Architekten | Jacobi, Louis Müller, Wilhelm |
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| Besitzer | Arrabin, Gustav (Bäckermeister, BA) Rouhselet [Rousselet], Alfred (Bäcker, Fabrikant, Homburg v. d. H., 1907, GB) Rousselet, Alfred (Fabrikant, BA) |
| Weitere Personen | Hett, Heinrich Merle, Karl (Schlossermeister) Müller, Jakob (Bauunternehmer) Suckow, Johannes (Baumeister) |
| Beteiligte Firmen | Werner & Pfleiderer - Maschinenfabriken und Ofenbau, Stuttgart-Cannstatt |
| Quellen | HHStAW Bestand 433 Nr. 21061 StA HG, A 03, Nr. 174 StA HG, A 03, Nr. 175 StA HG, S 02, Nr. 529 (A-6, A-7, A-8, A-9, A-13, A-14, A-15, A-16, A-17, A-18, A-19) StA HG, S 02, Nr. 529 (B-2, B-4) |
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