Sprungmarken
Dynamische Navigation anspringen
 
Illustration
Nationalflagge (Großbritannien)

Einfache Suche

Elisabethenstraße 6/8, Hauptgebäude (Synagoge)

Basisdaten | Abbildungen | Gebäudebeschreibung | Kontraktenbücher | Bauakten | Weitere Angaben | Personen und Firmen | Gästelisten | Nachweise
Basisdaten
ID

1330

Anschrift heute

Elisabethenstraße 6/8, Hauptgebäude (Synagoge)

Häusernamen

Synagoge

Typ

Hauptgebäude

Lage anzeigen

Orthofoto
Liegenschaftskarte
ATKIS 1:10.000

Kunstgeschichtliche Bewertung

denkmalgeschützte Bauten ohne andere Farbcodierung

Datum der Errichtung

1864-1866

Datum des Abgangs

1938 (Sprengung)

Denkmalschutz

DenkXWeb

Grundbuch-Nummer

23/1088 (1907)

Parzellen-Nummer

Flurkartenblatt 11 Nr. 137/77

Siehe auch

Orte der Kur

Nebengebäude

Elisabethenstraße 6/8, Schul- und Wohnhaus der Israelitischen Gemeinde

Abbildungen
Vorschaubilder
Gebäudebeschreibung
Datum der Aufnahme

6. August 1907

Bezeichnung

Synagoge mit Hofraum und Hausgarten (No. 8)

Stockwerke

1.0

Bauart

Fachwerk

Dachdeckung

Schiefer

Zustand

alt

Beschreibung

Anzahl der Stockwerke: zweigeschossig: Erdgeschoß, 1. Stock.

Erdgeschoß: Heizungsraum

1. Stock: Synagoge

Anmerkung Nutzwert

von der Gebäudesteuer befreit gem. GSS 152, § 24, g

Nebengebäude 1907

Schul- und Wohnhaus (No. 6), 3 Stockwerke (Quellenangabe), Bauart Fachwerk, Dach Ziegel, Zustand alt; Erdgeschoß: 3 Keller, 1 heizbares Zimmer, 1 nicht heizbares Zimmer, 1 Küche, 2 Badezimmer [hinzugefügte Bemerkung in der Gebäudebeschreibung: "Dienst-Wohnung der Kustellens (Gemeinde-Diener)"]; 1. Stock: Judenschule: 3 heizbare Zimmer; 2. Stock: 1 heizbares Zimmer, 2 nicht heizbare Zimmer [hinzugefügte Bemerkung in der Gebäudebeschreibung: "Dienst-Wohnung der Synagogen-Diener! (Küster)"] – Nutzwert des Gebäudes nicht taxiert da von der Gebäudesteuer befreit gem. § 24 des Kommunalabgabengesetzes vom 14. Juli 1893, f und k; in der Lageplanskizze Lit. b

Bemerkungen

Das Synagogengebäude und das Schulhaus der Israelitischen Gemeinde wurden von der Gebäudesteuerverwaltung 1907 gemeinsam in einer Gebäudebeschreibung erfasst. Sie besaßen im Grundbuch diesselbe Band- und Blatt-Nummer und wurden mit gleich lautenden Gebäudesteuerrollen-Nummern verzeichnet.

Bezeichnung in der Gebäudebeschreibung von 1907 mit der Litera (Buchstabe) a.

Gebäudebeschreibung der Gebäudesteuerverwaltung von 1907 ohne Grundskizze/Lageplanskizze.

Der 1907 angelegte Erfassungsbogen der Gebäudebeschreibung der Gebäudesteuerverwaltung enthält in der Festsetzung der Veranlagungsmerkmale mehrere nachträglich eingefügte Kommentare:

(1) Betr. die steuerliche Freistellung des Schul- und Wohnhauses No. 6: "Dienstwohnungen fingiert" / "W 350 (teilweise veranlagt)" / "Bisher irrtümlich freigestellt" [die Teilveranlagung des Gebäudes erfolgte zum Rechnungsjahr 1924].

(2) "Verfügung, Bad Homburg v. d. H., den 1. Juli 1949: 1. Die Synagoge, Geb. Beschr. Nr. 327, Buchstabe a ist im November 1938 zerstört worden. 2. Das Gebäude ist im Geb. Buch zu löschen und im Geb. V.N. abzusetzen."

Weitere Beschreibungen

1923 Veränderungsnachweisung der Katasterverwaltung Katatseramt Bad Homburg v. d. Höhe, aufgenommen am 8.1.1923: Neubau eines Schuppens, benutzbar seit 1.5.1922. Beschreibung: 1 Stockwerk (Quellenangabe), Bauart Holzfachwerk, Dach Pappe, Zustand gut; enth. einen Geräteraum. Baukosten 10000 Mark. Bemerkungen in der Beschreibung: (1) "Welchen Zwecken dient der Schuppen? Zur Unterbringung von Geräte[n] u. Material für die Leichenbestattung. (2) "Der Schuppen wurde vom Israelischen Friedhof bei[m?] Seulberg auf den jetzigen Standort verlegt (war bisher kein Gebäude im Sinne des Gebäudesteuergesetzes)."

1924 [1923?] Veränderungsnachweisung der Katasterverwaltung Katasteramt Bad Homburg v. d. Höhe, enthält kein genaues Datum: teilweise Veranlagung des Schul- und Wohnhauses (No. 6) für die Gebäudesteuer: taxierter jährlicher Nutzungswert 350 Mark (W).

Weitere Angaben
Geschichte

1866 errichtet.

Am 10. November 1938 in Brand gesetzt und zerstört.

Nebengebäude: 1922 Verlegung eines Schuppens zur Unterbringung von Geräten und Material zur Leichenbestattung vom Seulberg.

Sonstiges

Die Angabe der Hauskoordinate bezieht sich auf die heutige Anschrift Elisabethenstraße 6.

Sachbegriffe

Sakralbauten · Religion und Kultus · Gemeindehäuser · Religion und Kultus

Personen und Firmen
Besitzer

Israelitische Kultusgemeinde (1907, 1923)

Nachweise
Quellen

HHStAW Bestand 433 Nr. 21061

Literatur

Alemannia Judaica, Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum: Synagogen im Hochtaunuskreis: Bad Homburg vor der Höhe (abgerufen am 01.03.2015).

Kieser, Harro: Jüdische Erinnerungsstätten in Bad Homburg, in: Gemeinschaftskreis Unser Homburg, Download als PDF online: URL: http://www.gemeinschaftskreis-unser-homburg.de/wp-content/uploads/2010/03/J%C3%BCdische-Erinnerungsst%C3%A4tten-in-Bad-Homburg.pdf (abgerufen am 01.03.2015).

Wikipedia: Synagoge (Bad Homburg vor der Höhe) (abgerufen am 01.03.2015).

Empfohlene Zitierweise
„Elisabethenstraße 6/8, Hauptgebäude (Synagoge)“, in: Digitales Gebäudebuch Bad Homburg <https://www.lagis-hessen.de/de/purl/resolve/subject/dgb/id/1330> (aufgerufen am 09.05.2026)