| ID | 1867 |
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| Anschrift heute | Löwengasse 27, Hauptgebäude |
| Typ | Hauptgebäude |
| Lage anzeigen | |
| Kunstgeschichtliche Bewertung | neutral / nicht bewertet |
| Erhalten | 1 |
| Denkmalschutz | |
| Parzellen-Nummer | Flurkartenblatt 14 Nr. 69/1 |
| Nebengebäude |
| Pläne | Skizze eines Eisengeländers vor dem Wohnhaus des Johann Konrad Friedrich Wagner, 7. April 1877 Plan über den Anbau eines Zimmers am Hause des Herrn K. F. Wagner, 18. Juli 1877 (Grundriss, Durchschnitt) |
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| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Bauart | k. A. |
| Dachdeckung | k. A. |
| Bemerkungen | Die Bauakte enthält auch ein Bittschreiben des Schneiders Joh. Konrad Wagner vom 7. April 1877 an den Gemeinderat der Stadt Homburg, in welchem er dem Gremium nahelegt, aus gebotenen Sicherheitsgründen die Errichtung eines eisernen Geländers vor seinem Hause auf städtische Kosten vornehmen zu lassen. In dem nachstehend unter weitgehender Beibehaltung von Stil und Orthographie wiedergegebenen Ansuchen heißt es: "Ich besitze das an der Ecke des Meiereiberges gelegene Wohnhaus Nr. 27. Dasselbe befindet sich gerade an der Stelle, welche die abschüssigste und die schmälste dort ist, so enge, daß 2 Wagen nicht an einander vorbeifahren können. Daher passiert es denn auch alljährlich 4 bis 6 mal, daß mir die Ecke meines Hauses, die Pfosten, Fensterläden pp. abgefahren werden. Kommt nun erst, wie dies vor einigen Tagen wieder geschehen, ein beladener Wagen daselbst in Schuß, so verrennt sich die Deichsel durch Thüre und Wände bis in die Stuben. Es ist ein Wunder, daß dadurch nicht schon Menschenleben zu beklagen sind. Dieß hätte gerade diese Woche der Fall sein können, wo die Deichsel eines Wagens wieder durch die Wände meines Hauses gerannt und dicht an dem Sitze meiner Frau vorbei in die Stube gedrungen ist. Vor meinem Hause ist bis jetzt noch kein Geländer oder irgend eine derartige Vorrichtung angebracht. Da, wie erwähnt, die Straße an dieser Stelle nicht allein sehr abschüssig gelegen und enge ist, sondern auch noch um die Ecke der Schloßgartenmauer liegt, so ist es wohl dringend nothwendig, daß vor meinem Hause eine solche Schutz gewährende Vorrichtung, etwa ein eisernes Geländer, welches den Platz nicht noch schmäler macht, jedoch zur Abweisung von Fuhrwerk dienen kann, alsbald angebracht werde. Indem ich diese Thatsachen zur Kenntniß verehrlichen Gemeinderaths bringe, bitte ich gehorsamst: Derselbe wolle beschließen, daß vor meinem Wohnhause - Ecke des Meiereiberges oder Löwengasse - ein starkes eisernes Geländer auf städtische Kosten zu errichten sey." Stadtbaumeister E. Messerschmidt befürwortete den Antrag, indem er am 14. April 1877 bemerkte: "Das Gesuch des Wagner erscheint nicht unbegründet, nach Einsichtnahme am Platze habe ich gefunden, daß ein geeignetes Eisengeländer sich aufstellen ließe ohne den Verkehr an der engen Straßenstelle zu hindern." |
| Veränderungen am Bauwerk | Anbau eines Zimmers (1877) |
| Architekten | Messerschmidt, E. (1877) |
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| Besitzer | Wagner, Johann Konrad Friedrich (Schneidermeister, 1877) |
| Quellen | StA HG, A 03, Nr. 369 |
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