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Louisenstraße 54-62, 2. Kurhaus (1862-1945) (Hauptgebäude)

Basisdaten | Abbildungen | Gebäudebeschreibung | Kontraktenbücher | Bauakten | Weitere Angaben | Personen und Firmen | Gästelisten | Nachweise
Basisdaten
ID

614

Anschrift heute

Louisenstraße 54-62, 2. Kurhaus (1862-1945) (Hauptgebäude)

Häusernamen

2. Kurhaus (1862-1945)

Namen in Kurlisten

Kurhaus (1904-1916)

Typ

Hauptgebäude

Kunstgeschichtliche Bewertung

denkmalgeschützte Bauten ohne andere Farbcodierung

Nachfolger von

Louisenstraße 56-58, 1. Kurhaus (1843-1862) (Hauptgebäude)

Datum der Errichtung

1861-1863

Datum des Abgangs

1945

Grundbuch-Nummer

24/1174

Parzellen-Nummer

Flurkartenblatt 16 Nr. 35

Siehe auch

Orte der Kur

Nebengebäude

Louisenstraße 54, Direktorialgebäude
Louisenstraße 54-62, 2. Kurhaus (1862-1945) (Küchenbau)
Louisenstraße 56, Musik-Pavillon im Kurgarten des Kurhauses
Louisenstraße 62, 2. Kurhaus (1862-19545) (Theaterbau)
Ludwigstraße 1, Hauptgebäude

Abbildungen
Vorschaubilder
Gebäudebeschreibung
Datum der Aufnahme

5. August 1907

Bezeichnung

Kurhaus (Hauptgebäude) (Louisenstraße No. 56)

Stockwerke

2.0

Bauart

massiv

Dachdeckung

Schiefer

Zustand

gut

Beschreibung

Anzahl der Stockwerke: zweigeschossig: Erdgeschoß: 1 Speisesaal, 1 Konzertsaal, 1 Lesezimmer, 1 Goldsaal, 5 Bureauräume, 1 Portierzimmer, Kellerraum, Küche

1. Stock: 4 Säle

Taxierter Nutzwert

27000 Mark entspricht Rang 468 von 468 (Typ = Hauptgebäude)

Anmerkung Nutzwert

Der taxierte jährl. Nutzwert des Kurhauses (No. 56) wurde in der Gebäudebeschreibung der Katasterverwaltung nach August 1907 nachträglich auf 22.000 Mark verringert.

Nebengebäude 1907

1.) Direktorialgebäude (= Louisenstraße 54), 2 Stockwerke, Bauart massiv, Dach Schiefer, Zustand gut; Erdgeschoß: 6 Zimmer, 1 Küche, Keller; 1. Stock: 6 Zimmer, 1 Küche, [dazu Keller?] – Nutzwert jährlich 6000 Mark (W)

2.) Küchenanbau (= Louisenstraße 56?), 2 Stockwerke, Bauart massiv, Dach Schiefer, Zustand gut; Erdgeschoß: Küchenräume; 1. Stock: k. A. – Nutzwert jährlich 180 Mark (W)

3.) Wohn-und Badehaus (= Ludwigstraße 3), 3 Stockwerke, Bauart massiv, Dach Schiefer, Zustand neu; Erdgeschoß: 4 h. [heizbare] Läden, 3 Keller, 1 Waschküche; 1. Stock: 23 h. Badezimmer, 2 h. Wartezimmer, 4 Closets; 2. Stock: 15 h. Badezimmer, 1 h. Wartezimmer, 2 h. Wäschezimmer, 1 Dampfbad, 2 Closets; 3. Stock: 5 h. Zimmer, 1 Küche, 1 Closet, 2 Speicherräume – Nutzwert des Gebäudes insgesamt jährlich 10000 Mark (W)

4.) Wohnhaus (= Ludwigstraße 1), 3 Stockwerke, Bauart Fachwerk, Dach Schiefer, "Zustand alt"; Erdgeschoß: 4 Keller, 1 h. Zimmer, 1 nicht heizbares Zimmer; 1. Stock: 1 Küche; 2. Stock: 3 nicht heizbare Zimmer – Nutzwert des Gebäudes insgesamt jährlich 900 Mark (W)

5.) Theatergebäude mit Anbau (= Louisenstraße 62), 2 Stockwerke, Bauart massiv, Dach Schiefer, Zustand gut; Erdgeschoß: Theaterräume; 1. Stock: Theaterräume; 2. Stock: Theaterräume – Nutzwert jährlich 4000 Mark (W)

6.) Musik-Pavillon im Hausgarten (= Louisenstraße 54?), Bauart offener Raum – Nutzwert jährlich 60 Mark (W)

Bemerkungen

Sogenanntes "Zweites Kurhaus", Louisenstraße 54. Das ursprüngliche, in den Jahren 1841 bis 1843 erbaute Kurhaus wurde nach einer Beschädigung durch ein Feuer im Jahr 1860 in den Jahren 1860 bis 1863 erneuert. Dabei wurde das ältere Gebäude ("Erstes Kurhaus") in den Neubau integriert. Die Fertigstellung und Eröffnung des 2. Kurhauses erfolgte 1863.

Gebäudebeschreibung mit beigelegter undatierter Grundskizze [1907?].

Weitere Beschreibungen

Nach der 1907 vorliegenden bisherigen Gebäudesteuerrolle:

Jahrgang der Einschätzung 1895/96

Nr. und Lit. 487 c

Jährlicher Nutzungswert 16572 Mark

Bauakten
Pläne

"Couverture de la Terrasse": Fassadenansicht [Juni 1861]

"Couverture de la Terrasse": Grundriss [Juni 1861]

"Kursaal de Hombourg es monts. Chmineis [?] pour la cuisine de la Salle a Manger" (Gegenüberstellung alte - neue Fassade) (7.9.1865)

"Zeichnung zu einer Façaden-Veränderung am Kurhaus-Theater. Herstellung eines Ausganges nach der Louisenstrasse betr." (18.10.1887)

Weitere Pläne werden in einem Decretum vom 25.3.1862 erwähnt, sind aber in der Akte nicht enthalten:

1. ein Situationsplan

2. zwei Grundrisse der Stockwerke

3. zwei Durchschnitte (a) des Directorial-Gebäudes, b) der Gallerie

4. zwei Aufrisse: a) nach der Louisenstraße & dem freien Platz, b) nach dem Schwedenpfad & der Ludwigstraße

"Projektierte bauliche Veränderungen im Kurhaus der 'Aktiengesellschaft Bad Homburg' Hier." (Lageplan, 10.10.1918)

"Projektierte bauliche Veränderungen im Kurhaus der 'Aktiengesellschaft Bad Homburg' Hier." (Grundriss Kellergeschoss, 10.10.1918)

"Projektierte bauliche Veränderungen im Kurhaus der 'Aktiengesellschaft Bad Homburg' Hier." (Erdgeschoss, 10.10.1918)

Beschreibung

Bedeckung der Terrasse (1861)

Erweiterung der Kamine (1918): Die Steine zu der Erweiterung wurden beim Abbruch des Palmenhauses gewonnen (Hinweis in Unterlagen zum Bauschein v. 15.10.1918)

Entfernung von Wänden zur Schaffung eines Kesselraums für die neue Heizungsanlage (1918)

bauliche Veränderungen im Bierrestaurant (1925)

Veränderungen am Bauwerk

Überdachung der Terrasse (Juni 1861)

Weitere Angaben
Geschichte

Ausgangspunkt für die Entstehung des 2. Kurhauses war ein Brand im Ostflügel des Vorgängerbaus, des zwischen 1841 und 1843 errichteten 1. Kurhauses. Nachdem das Feuer Teile des Gebäudes schwer beschädigt hatte, entschloss man sich zu einem Neubau, in den die verbleibende Bausubstanz des 1. Kurhauses integriert wurde. Die Erneuerung und Vergrößerung des ursprünglichen Kurhauses erfolgte dann in den Jahren 1860 bis 1863. Die Pläne hierzu lieferte der Brüsseler Architekt Jean Pierre Cluysenaar, der schon bei einer Erweiterungen des ersten Baus in den Jahren 1847 bis 1852 für die Planungen verantwortlich zeichnete. Mit der Bauleitung der Erneuerung wurde der Homburger Architekt Louis Jacobi betraut. Nunmehr wurde dem entstehenden 2. Kurhaus auch das Theater hinzugefügt, dessen Bau bei der Erweiterung des Vorgängerbaus um 1850 wegen des Renommees der Spielbank noch auf einen späteren Zeitpunkt vertagt worden war. Demgemäß wurde bei der Eröffnung des 2. Kurhauses 1863 als besonderes „Schmuckkästchen“ auch ein Theatersaal eingeweiht, der etwa 900 Gästen Platz bot. Das 2. Kurhaus brannte am 8. März 1945 infolge eines Luftangriffs aus wurde zu Beginn der 1950er-Jahre nach Plänen der Architekten Bartels, Schweitzer und Hufnagel durch einen modernen Nachfolgebau ersetzt.

Sachbegriffe

Kurhaus · Kurbetrieb · Kurbad-Betrieb · Kurbetrieb · Theater · Kultur- und Freizeiteinrichtungen

Personen und Firmen
Architekten

Cluysenaar, Jean Pierre (Planung)

Jacobi, Louis (Bauleitung)

Besitzer

Société anonyme des fermes réunies du Kurhaus et des sources mínérales (1865)

Stadtgemeinde Homburg (1907)

Weitere Personen

Jacobi, Louis (Architekt; Bauleiter bei der Errichtung des 2. Kurhauses 1860-1863; Homburg v. d. H.)

Ritter, K. (Kurhausrestauration, 1878, DM)

Gästelisten
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Nachweise
Quellen

HHStAW Bestand 433 Nr. 21065

StA HG A 03 Nr. 483

StA HG S 02 Nr. A 438, C 438, A 334, B 334, C 334 (Baupläne, darunter zahlreiche Detailpläne für die Bauausführung

Literatur

Baeumerth, Königsschlos, S. 235-265

Empfohlene Zitierweise
„Louisenstraße 54-62, 2. Kurhaus (1862-1945) (Hauptgebäude)“, in: Digitales Gebäudebuch Bad Homburg <https://www.lagis-hessen.de/de/purl/resolve/subject/dgb/id/614> (aufgerufen am 05.05.2026)